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Rumbutschern

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Vlet-Liebhaber werden beim Namen Thomas Sampl ganz hellhörig: Der Chefkoch hat lange Zeit im Vlet die Küche gehütet bevor er jetzt mit zwei Partnern, Anja und Alex von City Slickers, die schöne Idee „Smutjes Landgang“ entwickelte: Wochenmarkttouren in Begleitung eines Profis (mit Thomas himself) inklusive bummeln, einkaufen, kleiner Stadtführung, kochen und essen.
Klar, auf den Wochenmarkt könnt ihr auch alleine gehen, aber bei den Touren mit Profi-Unterstützung bekommt ihr die ein oder andere neue Info, nicht nur zu den Lebensmitteln sondern auch zu Umgebung. Eingekauft wird auf dem Großneumarkt oder Isemarkt, weitere Märkte sind Planung und auch weitere Termin werden bald bekannt gegeben. Wer noch Plätze für die letzten drei Termine in 2016 buchen möchte, sollte also schnell zuschlagen.

Ihr drei, ihr kommt alle nicht aus Hamburg aber scheint die Stadt ja sehr zu lieben…
Stimmt, wir sind alles Quiddje, haben uns aber mit Herz und Seele entschieden in Hamburg zu leben und zu arbeiten. Unsere Begeisterung für diese Stadt geben wir in authentischen und wissenswerten Touren weiter.

Und wo genau habt ihr euren Anker gesetzt?
Thomas wohnt in einem alten Kartoffelspeicher in der Süderstraße. Alex und Anja wohnen in der Neustadt und in Eimsbüttel. In den beiden Stadtteilen sind wir gerne unterwegs und mögen die entspannte, unkomplizierte Art hier zu leben. Hier kann man massiver Gentrifizierung noch aus dem Weg gehen und trotzdem ist man schnell mit dem Rad überall dort, wo man zwar nicht wohnen, aber Spaß haben möchte.

Verratet ihr mir eure Lieblingsecken? Und kulinarische?
Wir sind gerne draussen. An der Elbe, zwischen Pauli und Karolinen Viertel, Im Stadtpark, Planten un Blomen, aber auch mal raus zum Volkspark. Interessant für uns sind aber auch die unperfekten Ecken Hamburgs wie zum Beispiel die noch unbebauten Gebiete der Hafencity. Da schauen wir immer mal nach dem neuesten Stand. Scheinbar dauert es nun wirklich (wirklich!) nicht mehr so lange bis auch dort alles perfekt zusammen passt. Aber gerade die Zeit davor macht einen Ort unverwechselbar. Auch die Großbaustelle „Mitte Altona“ gehört dazu.

Und kulinarische?
Alex‘ Geheimtipp ist das Maharaja auf St. Pauli. Zu den Favoriten von Anja (und da gibt es viiiiiiele) gehört der Freischwimmer in der Fruchtallee. Thomas geht lieber ins Tschbull, zu Patrick ins Fillet of Soul und zur Pizza Bande auf den Kiez.

Eure Lieblingszeit für Marktbesuche?
Morgens um 10.00 Uhr – da startet die Markttour auch. Aber früher ist auch schön.

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Ich liebe ja den Goldbekmarkt – habt ihr einen Lieblingsmarkt und wenn ja, was ist an dem so besonders schön?
Der Goldbekmarkt soll als nächstes in unser Programm aufgenommen werden. Der Großneumarkt ist toll: tolle Qualität und nicht so überlaufen. Außerdem trifft man bestimmt zufällig mal einen Freund, um ein Käffchen zu trinken.
Anja ist gerne auf dem Isemarkt, meistens vor der Arbeit oder für die Arbeit. Da gibt es einfach alles!

Irgendeinen Tipp für Marktbesucher? Der Schönste, Einkaufsliste oder einfach losgehen und schauen was gerade Saison hat?
Da scheiden sich die Geister: Thomas, als Kochprofi, geht am liebsten ohne los. Mit Rezepten auf den Markt  zu gehen bringt selten etwas. Dann sieht der Blumenkohl nicht gut aus. Dann macht das Gericht keinen Spaß.
Aber Alex und Anja können beide nicht ohne Einkaufsliste. Da käme man ja nie wieder nach Hause. Aber, wie man sieht: für die richtig tollen Tipps sollte man mit Thomas losgehen. Eine bessere Beratung kann man nicht bekommen!

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Was steht als nächstes an? In diesem Jahr sind ja noch Termine buchbar – wie geht es im nächsten Jahr weiter?
Wir arbeiten gerade an den neuen Rezepten für nächstes Jahr. Die Termine hingegen sind schon online. Wenn alles so weiter läuft, haben wir Winterhude bis Ende des Jahres online. Ausserdem werden wir den „Kleenen Smutje“ einführen, der aus Marktberatung und Stadtführung besteht. Danach hat jeder die Möglichkeit seine eigenen Wocheneinkäufe zu machen und die Tipps gleich mal auszuprobieren. Wer gerne auch kochen möchte, kann den „normalen“ Smutje buchen. Mit Marktbesuch, Stadtführung und Kochkurs.

Und für wen ist das was, so ein Landgang? Muss man kochen können? Und die Hamburger Küche lieben?
Unsere Teilnehmer sind hauptsächlich aus dem Norddeutschen Raum, die auch gerne mal ihren Besuch aus Süddeutschland mitbringen. Gar-Nicht-Kocher hatten wir auch schon dabei und haben das Interesse zum Hobbykochen tatsächlich wecken können. Also keine falsche Vorsicht! Einfach mal ausprobieren.

Und was gehört in jede Küche? Jetzt bin ich gespannt…
Unbedingt gute Grundzutaten: Meersalz, ganzer schwarzer Pfeffer, ein gutes Rapsöl, ein leckerer Apfelessig. Alex und Anja brauchen scharfe Messer und einen guter Kochwein. Der kann auch ohne kochen nützlich sein 😉

Haha – danke ihr drei für die tollen Tipps. Ich freue mich euch bald auf dem Goldbekmarkt zu sehen!

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Ich glaube, so schnell habe ich noch nie irgendwas gebucht… nicht einmal Schuhe habe ich so schnell gekauft wie diese Tickets zum Muschelessen bei den Kitchen Guerillas. Tatsächlich habe ich, glaube ich, nicht einmal auf die Antwort meiner Mama abgewartet ob die Mädels an dem Abend dort schlafen können. Einfach gebucht. Wahrscheinlich weil ich dachte: das kann nur gut werden. Worum es geht? Um den Newsletter der kam, irgendwann an einem Freitag nachmittag mit der Info, dass am übernächsten Freitag zum Muschelessen im L’Atelier des Café Paris eingeladen wird. Mit Wein, der an der Decke hängt. Hallo? Muscheln? Wein? Klar! Café Paris? Immer. immer und immer wieder – ist ja auch mein Lieblingsplatz in Hamburg.
Und was soll ich sagen: ich habe mich darauf gefreut wie Bolle, so sehr, dass ich fast neue Schuhe kaufen war, mich aber dennoch besinnt habe und mir einfach die Nägel französisch-rot lackiert habe.

ES WAR EIN FEST! Angekommen im Café Paris geht man im Eingang daneben durch die Tür in eines Bürogebäudes hinein, geht zwei Stückwerke hoch, kommt an Kacheln vorbei, die irgendwie so Hamburg sind, aber weil es eben Kacheln sind, könnten sie auch irgendwo in Paris hängen und man fühlt sich schon ganz ohlàlà. Angekommen im zweiten Stock steht man dann inmitten einer riesigen Wohnküche mit Kachelwänden, eine schwarz, eine weiß. Wäre ich nicht durch und durch Hamburgerin – ich würde mich glatt als Pariserin fühlen. Eine Riesenmuschel asiatisch angehaucht als Empfang, dazu das erste Glas Weißwein aus dem Glaskrug, der tatsächlich an der Decke hängt. Dazu das herrliche Baguette aus dem Café Paris mit dieser Butter… oh diese Butter. Als alle Gäste Platz genommen haben an den beiden 20-Mann-Tafeln (oh chérie…) gibt es dann Essen: zuerst eine Clam Chowder (ich will nie nie nie, also nie wieder etwas anderes essen! Dafür nehme ich sogar in Kauf dick und rund zu werden) – also eine sehr cremige, sehr leckere Muschelsuppe, dann eine herrlich orientalische Muschel-Version und – na klar – Moules Frites. Ich schwöre euch, ich war die Göttin in Frankreich.
Dazu eine herrlich-lockere Stimmung, die fast familiär ist, was bestimmt auch an den Stammgästen liegt, die brav mitziehen von Küche zu Küche. Und ab sofort ziehe ich mit. Ich buche am besten schon einmal Karten für den nächsten Abend zum Thema Portugal… achso, der Babysitter – ich muss schnell Mama anrufen…

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Habe ich euch eigentlich schon mal von meiner wunderbaren Dinnerrunde erzählt? Ich liebe sie. Alle 6. Die 5 einzelnen wunderbaren Menschen mit denen ich ungefähr alle 2 Monate die tollsten Restaurants Hamburgs erkunde und die Dinnerrunde an sich. Natürlich wird bei unseren Runden immer laut gelacht und es geht um das Wiedersehen, um das Austauschen und Teilnehmen am Leben der Anderen: Kinder sind gekommen, Jobs gegangen, Umzüge absolviert und Hochzeiten gefeiert. Aber es geht auch verdammt nochmal um gutes Essen.
Angefangen hat es 2012 in der Küchenwerkstatt am Mühlenkamp, wo heute das Henny’s beheimatet ist. Und wir fragen uns jedes Mal wo wir überhaupt schon überall waren.
Tja, und wer darf die Liste nachträglich führen? Klar, die mit dem Foodblog. Also – am Ende dieses Posts ein kleiner Versuch einer kompletten Aufzählung.

Aber jetzt möchte ich euch erst einmal einen Tipp geben für meine neue riesengroße Restaurantliebe in Hamburg: das Witwenball. Anscheinend haben hier früher wirklich Witwen getanzt, aber wer weiß das schon so genau… spielt auch keine Rolle, denn das Witwenball ist ein Ort an dem man mit Freunden einen wunderbaren Abend verbringen kann (aber auch zu zweit geht das glaube ich ganz gut – das turtelnde Pärchen sah jedenfalls nicht so aus als fühlte es sich unwohl). Laut sein kann, lachen kann. Das Restaurant füllt sich ohne, dass man es mitbekommt. Die Stimmung wunderbar gemütlich, gerade jetzt zu dieser Jahreszeit. Schwere, türkis-farbene Möbel gepaart mit dunklem Holz. Ich möchte nicht nur das 5-Gang-Menü noch einmal von vorne bis hinten sondern für Zuhause auch gleich die Lampen an der Wand. Und das Geschirr. Das will ich auch. Das Witwenball ist so eine hervorragende Kombination aus bodenständig und abgehoben, aus modern und irgendwie stehengeblieben. Und der Oberknaller? Jeden Sonntag ab 17 Uhr ist Schnitzeltag.

Ich reserviere mir mal kurz einen Tisch für die nächste Date Night… Oder besser noch: wo müssen wir noch hin? Wo es als nächstes hingeht, verrate ich euch noch nicht, aber erzählen werde ich es euch in jedem Fall. Meine liebste Dinnerrunde, ich lieb unsere Abende sehr und freue mich schon wie Bolle auf unseren nächsten Abend mit tollem Essen, leckerem Wein, tollster Gesellschaft und einer ganzen Menge Spaß. Diese Liste ist für euch – und die vielen tollen Menschen, die gutes Essen lieben:

Küchenwerkstatt, Bullerei, Café Hirsch, OnoKleiner SpeisesaalLa MirabelleAu Quai, Pluto, Das weisse HausMarseilleLe CanardBrüdigams, Elbe 76Raw like Sushi, Henny’sRed ChamberPimentButchersWitwenball

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Pop Up Stores kennt man ja inzwischen Viele: Geschäfte bzw. Angebote, die nur für kurze Zeit an einem bestimmten Ort zu finden sind und dann weiterziehen. Pop Up Restaurants hingegen gibt es nicht so viele. Und wenn sich dann doch mal einer traut und für 4 Wochen einen Riesenaufwand betreibt und ein Restaurant schmeisst, dann muss der doch echt Cojones  haben. Sorry – aber mal ehrlich: Ist doch so. Miguel von der Mexico Strasse ist so einer. Mit Cojones. Und mit verdammt gutem Essen. Und ich bin froh, dass ich seiner Einladung in sein Pop Up Restaurant in’s Cook Up (ehemals Juwelier Restaurant) in der Weidenallee gefolgt bin. Zusammen mit meiner Mama und vielen anderen Journalisten und Bloggern hatte ich einen tollen – aber vor allem leckeren Abend bei Mexico-Temperaturen, Mega-Tacos, einer Knaller Guacamole, hoch-hoch-hoch-Prozentigem Alkohol und mexikanischer Küche, die so gar nichts mit Chili Con Carne und dem ganzen Gedöns zu tun hat. Im Gegenteil: Es gab u.a. eher feinstes Fingerfood, dass ich mir jetzt schonmal für den nächsten Runden Geburtstag bei uns merke (wenn beide Mädels im nächsten Jahr 3 werden, ist das ja zusammen 6. Das ist doch ne ziemlich runde Sache, oder? Haha – kleiner Scherz am Rande!!!)
Eine gute und eine schlechte Nachricht gibt es natürlich aber immer. Die Schlechte zuerst: Der Foodtruck, den Miguel bis jetzt betrieben hat, macht erst einmal Pause, nichts mehr mit Mexican Street Food, also. Und nun die Gute: Die Jungs, also Miguel und sein Partner, suchen nach einer Location in der sie dauerhaft bleiben können. Ihr habt zufällig ein leeres Restaurant? Dann meldet euch doch bei Miguel? Ihr habt zufällig Hunger? Dann solltet ihr noch schnell in die Weidenallee und Tacos futtern. Am Sonntag gibt es einen Familiensonntag mit Sonntagsbraten, an allen anderen Tagen gibt es Tacos und Guacamole, Salsas und Mezcal.

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Und weil Miguel so toll ist, hat er uns noch schnell ein Rezept für seine Lieblings-Guacamole verraten.

Hier das Rezept für 4 Personen:
1 Tomate, entkernt und gehackt (nach Belieben)
1⁄2 roter Zwiebel, fein gehackt
1 Serrano Chili, fein gehackt
Saft von einer Limette
2 EL fein gehackter frischer Koriander
2 Avocados, gewürfelt
1 EL Olivenöl (nach Belieben)
Meersalz

Zum Servieren: Tortilla­Chips

Tomate, Zwiebel, Chilischote, Limettensaft und Koriander in einer Schüssel gut vermengen und mit Salz abschmecken. Avocadofleisch vorsichtig unterheben und nachwürzen, falls nötig. Das Olivenöl zugießen und verrühren. Mit Tortilla Chips servieren.

Hinweis: Guacamole wird am besten wenige Minuten vor dem Servieren zubereitet, da sie sich sonst verfärbt. Statt die Tomate gehackt zuzugeben, kann sie auch in Spalten angerichtet werden.

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Das wichtigste zuerst: 040 – 401 86 115. Da, also im Bistro Carmagnole, ruft ihr bitte umgehen an und reserviert euch einen Tisch für Draussen. Irgendwann an diesem Wochenende, vielleicht eines der letzten schönen Sommer-Wochenenden in diesem Jahr. Also, keine Zeit verlieren und ’nen Tisch klarmachen. Ausgebucht? Kann passieren, aber vielleicht habt ihr Samstag oder Sonntag Glück und ergattert noch einen Frühstücksplatz. Wenn ich mir die Karte ansehen, könnte ich in den Bildschirm beißen!
Durchweg leckeres Essen, z.Bsp. die Fischsuppe, die Artischocke, die Steak Frites am Nebentisch sahen auch zum Klauen aus und die Drinks… hach, die Drinks… Champagnerglas mit Zuckerrand. Muss ich mehr sagen?

Männer, lest mal weg – Ladies, hergelesen: kommt doch einfach ein bisschen früher, lasst euch den Drink auf der Bank um die Ecke servieren und nutzt die Wartezeit um nebenan bei „Wie es euch gefällt“ zu bummeln. Ist ja das letzte Sommerwochenende, da kann man sich ja gedanklich schon mal auf den Herbst vorbereiten…

Habt ein schönes Wochenende und toi toi toi beim Telefonieren!

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CafeNuestro
Ich bin immer wieder so dankbar über kleine Fluchten, die einem den Tag retten können. Orte, wo einfach alles passt. Wo man schon beim Hereinkommen in einer anderen Welt ist, sieht, wie alles Doofe draussen vor der Tür bleiben muss, weil doofe Gedanken und Stress draussen bleiben müssen. Vor der Tür. Den ganzen Abend. Und der kann lang werden an solchen Abenden.
Wir hatten einen solchen Abend letztens nach einer Woche in der hier gar nichts mehr ging im Cafe Nuestro in der Rutschbahn 17 im Grindel. Frisch aus dem Sylt-Urlaub zurück stand hier alles Kopf. Und wir hatten keinen blassen Schimmer wo wir zuerst anfangen mit Ärmel hoch krempeln und klar Schiff machen. Der Abend im Cafe Nuestro hat uns eine kleine Atempause gegeben. Und uns fast vergessen lassen, wer draussen vor der Tür auf uns wartet. Zum Glück war die Tür aber mit einem dicken Samtvorhang versehen und man muss sich draussen vor der Tür gar nichts ansehen wenn man nicht will. Drinnen ist es mindestens genauso schön. An der riesigen Tafel hängen die übersichtliche Gerichte, die aber von allem etwas bieten. Und auch mal mit Ceviche überraschen. Und mit Fisch von der Steakkarte, dazu Beilagen nach Wahl und einem Traum von Millefeuille als Nachtisch. Der Service ist mehr als bemerkenswert: nie ein leeres Glas, es sei denn man will das so. Und wenn man nicht weiß was man trinken will, der freundliche Kellner weiß es ganz bestimmt.

Ich bin ganz verliebt in das Cafe Nuestro, in die schlichte und gemütliche Atmosphäre und in das Essen sowieso. Für mich ein absoluter Geheimtipp.

Zur Zeit läuft neben der normalen Abendkarte, die jedoch wechselt, noch der Hamburger Schlemmersommer. Immer wieder sonntags gibt es außerdem Wiener Schnitzel, das so lecker klingt, dass man aufpassen muss nicht in den Bildschirm zu beißen. Also am besten gleich einen Tisch reservieren.

Bis bald, liebes Cafe Nuestro, wie schön, dass wir uns kennengelernt haben!

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Ach, Sylt. Du warst wieder so gut zu uns. Hast trotzdem wieder Dein Ding gemacht aber uns irgendwie nicht im Stich gelassen. Was auch daran liegen könnte, dass es auf Sylt eben kein schlechtes Wetter gibt. Man auf alles gefasst sein sollte. Nein, muss. Morgens Regen, nachmittags Sommersonne und Weinschorle auf dem Kinderspielplatz. Ups.
Der beste Kinderspielplatz ist für mich übrigens beim Samoa Seepferdchen in Rantum. Einen schöneren Strandabschnitt gibt es für uns außerdem irgendwie nicht. Vielleicht weil nicht so überfüllt und man manchmal auch im Sommer tatsächlich ganz alleine am Strand ist? Dazu mit einer der schönsten Strandbuden der Insel und dem entspanntesten Spielplatz (für kleine Kinder) überhaupt.
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Wem das zu windig ist oder keinen Platz mehr findet, der fährt ein paart Meter nördlich in’s Coast. Neu eröffnet im Mai strahlt das Coast im neuen Look mit Fischtapete da, wo früher der Dorfkrug Rantum war. Die Karte ist gewohnt eine Mischung aus Wasser und Land und liebevoll zusammengestellt. Ob kleiner oder großer Hunger – eine gute Auswahl bei der Kinderkarte gibt es ebenfalls. Und bei den Fischstäbchen hoffe ich immer, dass meine Mädels mir was übrig lassen… Für die Kinder kommt das Essen superschnell und ohne das man etwas sagen muss kommt die Malkarte, das Malbesteck und Brot zum Knabbern.
Ihr wisst nicht wohin zum Frühstück? Hier seid ihr richtig, aber bitte vorher reservieren! Ach so, und wohnen könnt ihr da auch, also im Hotel Duene gegenüber. Oder euch ein Appartement nehmen. Große Coast-Liebe, immer wieder und seit 8 Jahren.
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Für uns eine absolute Frühstücks-Neu-Entdeckung, die wir aber immer wieder besuchen werden, nicht nur zum Frühstück: Das Lund in Hörnum. Großartig, großartig, großartig! Was gibt es schöneres als im windgeschützten Garten zu sitzen und ein tolles, leckeres Frühstück zu geniessen? Mit frisch gebackenen Brötchen. Und Krabben-Rührei. Wir haben mit der Sonne um die Wette gestrahlt vor lauter Glück. Und sind am selben Tag nochmal hin zum Eis essen. Auch das macht der Chef selbst und denkt sich jede Woche neue tolle Sorten aus. Die neue Wochenkarte gibt es übrigens immer montags auf der Lund-Facebookseite.
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Ihr seid gerade oben auf der Insel und habt trotzdem Lust auf Eis? Dann besucht doch die Sylter Eismanufaktur. Auch lecker, auch tolle Sorten wie das Sylter Milcheis. Das gibt es auch mit Kürbiskernöl im Becher. Mit Kürbiskernöl??? Ja, Knaller!

Ihr seid weder oben noch unten? Dann vielleicht in der Mitte? Bei Wenningstedt? Dann ab in’s neue Iismeer, direkt am der neuen Promenade. Neben einem Restaurant (muss ich beim nächsten Besuch unbedingt testen: Knüppelknifte!) gibt es auch eine Eisstation. Sorten: Matcha-Hanf, Ziege-Walnuß, Dattel-Minz…
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Zurück zur Hauptspeise: Austernmeyer in List ist ja nun nicht mehr wirklich ein Geheimtipp, aber bisher sind wir immer gekonnt daran vorbei gefahren. Was bestimmt auch daran liegt, dass man immer gewohnte Ziele besucht. Aber diesmal sind wir stehen geblieben und hätten am liebsten a) ein Stammtisch-Schild aufgestellt und b) den Koch gezwungen uns das Rezept für den sensationellen Pfannkuchen rauszurücken. Hat er natürlich nicht gemacht. Dann müssen wir eben wiederkommen und durch die Austern- und Meeresfrüchtekarte zu probieren. Aber nicht zuviel, der Pfannkuchen muss ja auch noch passen…

Wo wir doch grade in List und bei Altbekanntem sind… zu schön ist es auch bei Frau Voigt in der alten Backstube. Das Salatdressing hat es inzwischen bis zu Meyer’s Feinkost nach Wenningstedt geschafft, zählt ausserdem zu den Perlen Sylts. Wer das Dressing noch nicht kennt, sollte das dringend ordern. Gibt es hier im Onlineshop. Und auch der Kuchen ist der Wahnsinn. Und hatte ich schon von dem Windbeutel, äh, Sturmsack gesprochen? Der kommt mit Extra-Lätzchen. Oder von dem Pfannkuchen in 100 Varianten? Süß, herzhaft, Veggie… und die Waffeln? Mein Tipp, Sommer hin oder her: Pfannkuchen mit Ente und Rotkohl geht auch zu Mittsommer.

Apropos Mittsommer: Ich liebe die Zeit um Mittsommer auf Sylt. Besonders liebe ich es dann bei Wonnemeyer zu sitzen und der Sonne beim Untergehen zuzuschauen. Was zum Glück Ende Juni seeeeehr lange dauert. Das macht aber nichts, denn umso länger hat man Zeit die vielen leckeren Tapas zu probieren. Und Muscheln zu essen. Und den Sommer zu feiern. Das Leben sowieso. Für alle, die noch nie bei Wonnemeyer waren: geparkt wird auf dem (inzwischen kostenpflichtigen) Parkplatz am Campingplatz. Dann den Schildern zu den Dünen folgen, zwischen den Dünen entlang gehen bis ihr den das Meer seht. Und von da aus nur noch die Treppen runter.
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Und zum Schluss noch schnell ein Tip für und mit Kindern: Wer lieb und artig seinen Kuchen im Kuhstall in Tinnum aufgegessen hat (fällt nicht schwer, versprochen), der darf hinterher noch in den Tierpark Tinnum in der Nähe. Wahnsinn, wie viele Tiere aus der ganzen Welt hier leben. Die 14 Euro Eintritt (kleine Kinder sind frei) sind gut investiert, denn neben unwahrscheinlich vielen Tieren sehen, kann man hier einen ganzen Tag verbringen und Tretboot fahren auf dem kleinen See, picknicken an den vielen Stationen, auf einen Trecker klettern, Berge besteigen, und ganz viel Spaß haben.
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