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Aus’m Ofen

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So, jetzt mal real life: Auch bei einem Foodblogger geht manchmal gehörig was daneben. Aber wären wir Foodblogger nicht Foodblogger wenn wir auch aus der größten Katastrophe etwas Gutes herausholen würden?

Aber zum Anfang: Ich dachte mir, ich präsentiere euch hier heute DEN Rüblikuchen schlechthin: Laktose- und zuckerfrei, gesund – perfekt für Essanfänger und (kleine) Kinder. Aber wie das so ist, mit den Plänen. Am besten schmeisst man sie über Bord. Hochkant.
Was passiert ist? Der Kuchen ist und ist nicht fest geworden. Irgendwann wurde er sehr knusprig aber der Kern war immer noch nicht anschneidbar.

Also – was tun mit einem Kuchen, der nicht vorhat eine Kuchen zu werden?

Wenn der Kuchen nicht so will wie Du willst – mach Pudding draus! Hab ich mir dann auch gedacht und hab ihn kurzerhand in kleine Glasschälchen umgefüllt. Und was soll ich sagen? Es war DAS perfekte Malheur aux Carrots. Wunderbar cremig, herrlich knusprig und subtil süß. In Null Komma Nix war mein Malheur weg und alle waren satt und glücklich.

Für das nächste Mal merken: Denn Kuchen gleich in 6 Schälchen füllen und backen und eine Frischkäse-Frosting zubereiten. Vielleicht wird das unser nächstes Frühstück?

Das Rezept habe ich euch schnell zusammengeschrieben – viel Spaß beim Nachmachen!
4 EL Chiasamen
300g Möhren
150ml Mandelmilch
1 EL Ahornsirup
1 EL Kokosöl + etwas für die Förmchen
1 EL Mandelmus
2 EL + 100g gemahlene Mandeln
1 EL Hanfmehl
100g Haferflocken + etwas zum Bestreuen
1 TL Backpulver
1 TL Zimt
1 Prise Salz

Chiasamen mit Milch, Ahornsirup, Kokosöl und Mandelbutter gut verrühren und eine Stunde stehen lassen. Die Chiasamen saugen die Flüssigkeit auf und sollten mindestens das doppelte Volumen erreichen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen, 6 Förmchen mit Kokosöl einreiben. Die Möhren in einem Häxler fein reiben (geht auch per Hand und Reibe, ist aber aufwändiger). Die restlichen Zutaten in die Schüssel geben und verrühren.
Den Teig in die Förmchen geben, mit den Haferflocken bestreuen und im Ofen für ca. 35-40 Minuten backen. Herausnehmen, abkühlen lassen und servieren.

*Mohltied*

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Hey 2017 – was hab‘ ich mich auf Dich gefreut. Und Du siehst wirklich gut aus! Findet ihr auch?

Wir sind das neue Jahr etwas sehr langsam angegangen. Die ersten zwei Wochen waren wir nämlich einfach mal nicht da. Aber jetzt habe ich ganz viel Lust euch viele neue Dinge zu zeigen. Ein neues Rezept, ein neues e-Book, ein neues Layout, ein neues Dinnerkonzept, eine neue Serie hier auf dem Blog, viele neue Ideen zum Thema Kindergeburtstag und einen neuen Blog…

Ein neues Rezept: Banana Bread aus der Karibik
Als allererstes habe ich euch mal ein Rezept für ein fantastisches Banana Bread mitgebracht, direkt von der Karibikinsel St. Lucia, direkt aus den Händen von Liz, einer Köchin, die hervorragende Rotis macht (in Pfannkuchen gewickelte Currys), die sie direkt am Strand verkauft. Wer will da schon in eine Strandbar? Eben. Und weil Liz den Nachtisch direkt auch dabei hatte, haben wir den eben auch noch probiert. Den Rest könnt ihr euch denken – wir alle im Banana Bread-Himmel und ich habe 15 Minuten auf sie eingeredet mir das Rezept zu verraten. Hat sie dann doch aber gemacht, zum Glück – und ich habe es für euch direkt Zuhause nachgebacken. Super easy – geht also quasi immer. Und außerdem hat man alle Zutaten eigentlich auch immer im Haus:
200g Mehl (ich habe es aufgeteilt in 100g Dinkelmehl und 100g Buchweizenmehl damit es etwas herber wird und nicht zu sehr an Kuchen erinnert), 50g gemahlene Mandeln (wer die nicht da hat, nimmt einfach mehr Mehl) und 1/2 Packung Backpulver verrühren. In einer zweiten Schüssel 70g Kokosöl (oder Butter) mit 180ml Milch (ich habe Mandelmilch verwendet) und 1 Ei verquirlen. Auf einem Teller 2 sehr Bananen zerdrücken und unter die Milch-Kokos-Ei-Mischung geben.
Diese Mischung jetzt zum Mehl geben und mit einem Handrührgerät verrühren. In eine gefettete Kastenform füllen, 1 weitere Banane schälen und längs halbieren. Auf den Kuchen legen und ca. 35 Minuten bei 175 Grad backen. Abkühlen lassen, fertig.

Ein neues e-Book: Family Kitchen
Ich habe es schon so lange angekündigt und ich bin ganz aufgeregt, denn im März ist es soweit: dann kann ich euch mein e-Book zeigen. Die Fotos sind in den letzten Zügen und ich in den letzten Vorbereitungen damit ihr auch alles sauber und for free herunterladen könnt. Ja, ihr habt richtig gehört: für Umme! Ich schenke euch 25 meiner Lieblingsrezepte für die Einführung in die Familienküche. Zwei Rezepte habe ich euch hier und hier ja schon verraten – der Rest kommt dann also bald!

Ein neues Layout
Unfassbar, dass es jetzt doch noch ganz schnell etwas wird: aber es wird ganz bald auch schon ein neues Layout für mich und für euch geben. Strukturierter, übersichtlicher und mit mehr Platz für all die schönen Rezepte. Ich halte euch auf dem Laufenden und habe schon viele tolle Ideen!

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Ein neues Dinnerkonzept
Im Dezember hatte ich mein Koch-Debüt bei Chef.One, einer Online Plattform bei der ihr euch bei tollen Menschen zum Essen einladen könnt. Hier habe ich euch von meinem Hamburger Weihnachtsmenü erzählt. Und weil es mir und meinen lieben Gästen so viel Spaß gemacht hat, mache ich das doch gleich nochmal. Aber mit einem neuen Thema: Chocolate Valentines Dinner. Am 18.2., also dem Samstag nach Valentinstag geht es los und ich bin ganz Häuschen, denn das Dinner ist bereits AUSGEBUCHT! Ohne, dass ich einen Ton gesagt habe. Weitere Dinner wird es im Laufe des Jahres geben. Solltet ihr also bei einem der nächsten Dinner dabei sein wollen, gebt mir am besten jetzt schon Bescheid oder meldet euch direkt bei Chef.One an. Nicht, dass ihr keine Plätze mehr bekommt… ich sag’s ja nur.

Gleich drei neue Serien hier auf dem Blog
Früher war mehr Lametta. Und irgendwie ist in letzter Zeit bei uns der Sonntagskuchen zu kurz gekommen. Wie das passieren konnte? Keine Ahnung, aber: das muss sich ändern! Deswegen gibt es ab sofort einmal die Woche einen Vorschlag für Sunday Sweets. Den ersten Vorschlag… den habt ihr ja schon oben.
Und noch eine neue Serie: Ab sofort werden euch echte Hamburger Perlen – egal wo sie gerade sind auf der Welt – etwas über Hamburg, ihre neue Heimat, ihre Lieblingsrezepte, Shoppingtips. etc. erzählen. Den Anfang macht im Februar meine Freundin Connie, die euch mitnimmt nach Salt Lake City, wo sie seit einem Jahr lebt.
Und da wir schon beim Thema sind: Ab Februar verrät euch Connie monatlich ein neues Smoothie-Rezept. Connie ist meine unangefochtene Smoothie-Königin. Was sie zusammenmixt, ist einfach gut. Und weil ihr das bestimmt auch mögt, habe ich Connie einfach gefragt ob sie uns nicht ein paar Rezepte verrät. Und sie hat JA gesagt. Toll? Toll!

Neue Ideen für den Kindergeburtstag
Wenn hier letztes Jahr etwas gefragt war, dann der Beitrag zum Thema Kindergeburtstagskuchen. Ihr wolltet so viel wissen, habt Kuchen nachgebacken was das Zeug hält – und dann kam auf einmal Peggy von Pretty Beautiful Events um die Ecke und fragte ob ich nicht Lust habe mir mit ihr gemeinsam Konzepte für Kindergeburtstage auszudenken. Klar habe ich! Also geht hier am Dienstag das erste Shooting los. Thema? Dazu später mehr. Aber in zwei Wochen bekommt ihr tolle Rezepte für einen Knaller-Kindergeburtstag, tolle DIY-Ideen und noch viel mehr zu sehen. Ich bin gespannt was ihr sagt!

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Ein neuer Blog
Ich bin ganz aufgeregt und stolz und euphorisch und noch ganz viel mehr. Vor allem aber freue ich mich wie Bolle, dass ich seit Januar zum Team von Gesund & Mutter gehöre und ab sofort auf dem Blog viele tolle Themen anspreche, die sich um das Thema Mama-Sein, stillen, essen, Wochenbett und Familienleben dreht. Mit 6 weiteren tollen Frauen, darunter Susi, die ihr bestimmt aus „Der Höhle der Löwen“ kennt, denken wir uns immer wieder tolle Themen aus, die alle Mamas angehen. Also kommt mich doch hier mal besuchen – ich freue mich auf euch, eure Kommentare und Rückmeldungen!

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Puh, was ein Dezember. Ihr konntet hier jeden Tag einen Knallerpreis gewinnen, ich habe derweil fleissig am e-Book gearbeitet und mir für euch weitere tolle Sachen ausgedacht. Wenn ich dachte, dass es 2016 krachen wird, dann weiß ich gar nicht was hier 2017 passiert. In jedem Fall werden schöne Dinge passieren. Für mich, für euch, für eure Kinder. Und mit tollen Hamburgerinnen, die eine Menge zu erzählen haben. Aber jetzt heisst es für mich erst einmal Pause machen, durchatmen und Kraft tanken für alles Neue.

Bevor ich mich aber in den Weihnachtsurlaub verabschiede, habe ich euch schnell noch 2 Rezepte aufgeschrieben, die ich sehr liebe weil sie absolut Partytauglich und ohne Aufwand umsetzbar sind. Alles was ihr braucht ist einen anständigen Mixer und einen Ofen. Wetten, dass euch eure Freunde/Familie die Parmesan-Kichererbsen und den Drink aus den Händen reissen werden? Wir hatten kurz vor Weihnachten noch eine kleine, spontane X-Mas Party draussen bei klirrender Kälte mit herumtobenden Kindern in Schneeanzügen, Eggnogg in der einen und die Kichererbsen-Snacks in der anderen Hand. Und, was soll ich sagen? Es war ein Fest und zum Schluss alles alle. So soll es sein und so soll das Jahr zu Ende gehen: Alles alle und mit voller Kraft voraus ins Neue.

Macht euch schöne Weihnachten und kommt gut ins neue Jahr – wir sehen uns hier Mitte Januar wieder!

Für die Kichererbsen:
1 kleine Dose Kichererbsen (gekocht)
75g Parmesan, gerieben
2 EL Olivenöl
Salz

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Kichererbsen abtropfen lassen, mit dem Parmesan und Olivenöl mischen, auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen und für 25 Minuten im Ofen backen. Abkühlen lassen und warm servieren.

Für den Eggnogg:
175g Cashewskerne
6 Datteln, entsteint
80ml Ahornsirup
1/4 TL Muskat
1/4 TL Salz
1 TL Zimt
400ml Wasser

Alle Zutaten in einem Mixer auf höchster Stufe pürieren und sofort servieren. PROST!

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Vor einiger Zeit habe ich für einen meiner Lieblings-Interior Stores ein Shooting umgesetzt. Passend zu Weihnachten haben wir 3 festliche Varianten erstellt wie man einen Weihnachtstisch dekoriert: für ein Pre-Christmas Dinner mit Freunden, für einen festlichen Heiligen Abend mit der Familie und/oder ein entspanntes Abendessen mit Freunden an den Feiertagen wenn sich der ganze Trubel legt.
Immer an demselben Tisch, fast immer mit denselben Materialien, aber mit unterschiedlich angeordneten Accessoires sieht euer Tisch nie gleich aus, sondern gemütlich, festlich oder entspannt. Aber in jedem Fall immer einladend, sodass man gar nicht mehr aufstehen will vom Esstisch.

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Weihnachtliche Atmosphäre in der Vor-Weihnachtszeit mit viel Holz (statt Skiern könnt ihr auch einfach mehrere Holz-Elemente verwenden), dazu Tanne, dicke Kerzen und ein Gußeiserne Pfanne schafft Hütten-Charme.

Da das beste Shooting nicht ohne ein anständiges Catering auskommt und wir uns bei Herbst-Sonnenschein irgendwie in Weihnachtsstimmung versetzen mussten, habe ich euch außerdem ein Knaller-Rezept für eine weihnachtliche Quiche mitgebracht, die zu allen drei Anlässen passt. Und sie ist der Knaller weil sie nicht mehr als 30 Minuten Vorbereitung braucht. Den Rest macht der Backofen. Ob als Vorspeise an Heilig Abend, pur zum Wein am 2. Weihnachtstag wenn keine Gans mehr rein passt oder als Beilage zum Pre-Christmas Dinner: diese Quiche lässt eure Gäste genauso verzücken und ist auch ohne Quiche-Boden ein Knaller Salat. Und lässt eure Gäste doppelt staunen.

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Festlich wird es am Heiligen Abend mit Kunstschnee, eleganten Stabkerzen, Glitzer-Tannenbäumen (oder Glitzerkugeln) und silbernen Teelichten. 

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Entspannt geht Weihnachten Zuende: mit guten Freunden, einer Flasche Wein und einer entspannten Dekoration, bei der es nicht mehr braucht als Teelichte, schwarze Holzbretter und einem großen Windlicht oder dieser coolen Lampe von muuto (im Hintergrund, erhältlich bei Cosman Interior).
Hier das Rezept für die Quiche:
1 Fertig Blätterteig
1/2 Kürbis
1 EL Butter
1 EL Curry
2 Eier
250ml Mandelmilch
2x 120g Ziegenfrischkäse
1/2 Granatapfel
1 Handvoll Walnüsse
1 EL Puderzucker
1 Handvoll Babyspinat

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
Den Kürbis waschen und in kleine Würfel schneiden. In einer beschichteten Pfanne Butter mir Curry anbraten, den Kürbis dazugeben und 15 Minute anbraten, abkühlen lassen.
Den Blätterteig in eine Springform legen und den Rand hochdrücken.
In einer Schüssel die Eier mir der Milch und 120g Ziegenkäse verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Falls die Masse zu dickflüssig ist, mehr Mich dazugeben. Den Kürbis dazugeben und unterrühren. In die Springform gießen und diese dann für 15-20 Minuten backen bis der Rand aufgeht und goldgelb wird.
In der Zwischenzeit den Puderzucker in einer separaten Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen und die Walnüsse dazugeben, wenden, sodass die Walnüsse komplett karamellisieren können, abkühlen lassen. Den Granatapfel von seinen Kernen befreien (TIPP: Apfel halbieren, in einer Schüssel mit Wasser die Kerne herausdrücken, so entstehen keine Spritzer), abtropfen lassen und beiseite stellen.
Wenn die Quiche fertig ist, aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen bis sie warm ist aber nicht mehr heiß, dann mit den Walnüssen, den Granatapfelkernen und dem restlichen Ziegenkäse (zerkrümelt) über die Quiche geben, Spinat obendrauf werfen, fertig.

Als Salat: Alles genauso zubereiten bis auf den Blätterteig. Stattdessen Feldsalat oder Wald- und Wiesensalate waschen, Kürbis, 120g Ziegenkäse, Walnüsse und Granatapfelkerne darüber geben. Aus 2 EL Olivenöl, 1 EL Kürbiskernöl, 2 EL Apfelessig, Honig und Salz ein Dressing anrühren. Darüber gießen, fertig.

Macht euch eine schöne Vorweihnachtszeit, einen festlich-tollen Heiligen Abend und ein paar entspannte Weihnachtsfeiertage!

Fotos: http://www.cosman-interior.com

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Foodbox? Nein, danke – brauche ich nicht. Ich bin nicht so der Typ für Foodboxen. Ich glaube, dass ich selber ganz passabel kochen kann und kann daher auf irgendwelche Tüten, Boxen oder sonstige Kartons gut verzichten. Nein, wirklich, ich möchte das nicht.

Foodbox? Nein, danke – sehr lieb, aber ich sehe den Sinn darin nicht. Ich koche selber viel zu gerne und greife nur ungerne auf Fertigprodukte zurück. Und gute Schokolade kann ich auch hier um die Ecke kaufen. Oder online ordern. Nein, wirklich, Ich möchte das nicht.

Foodbox? Nein, danke – auch nicht die vegane, healthy oder Gourmet Variante. Ich möchte nicht gezwungen sein, darüber zu berichten wenn ich eine schöne Box bekomme, deren Sinn ich aber nicht erkenne. Nein, wirklich, Ich möchte das nicht.

Foodbox? Herrje, dann schickt doch was ihr wollt. Aber ich garantiere nicht, dass ich berichten werde.

So war das, mit Foodist und mit diversen anderen Foodboxen-Anbietern. Mit dem Unterschied, dass jetzt hier zwei Foodboxen stehen. Und was soll ich sagen? Ich habe es selber nicht für möglich gehalten, aber: ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind. Alleine das Aufmachen der Box, das Auspacken, das Entdecken der schönen Produkte – und die Entdeckung der Fertigmischung für Flapjacks, also Müsliriegeln. Warum? Weil ich bisher genau daran verzweifelt bin. Die letzten Müsliriegel sind allesamt in unser Müsliglas gewandert. Mit Riegeln hatte das bisher nicht so viel zu tun. Oder sie waren so knochentrocken, dass sie sofort in den Mülleimer gewandert sind.
Und nein, ich erzähle euch das nicht, weil ich von Foodist zwei Boxen geschenkt bekommen habe. Sondern ich erzähle es euch, weil ich es – dank der Fertigmischung, die in einer der Boxen enthalten waren, dann auch endlich geschafft habe ordentliche, weiche Müsliriegel aus dem Ofen zu holen, die nicht knochentrocken sind sondern herrlich soft, keinen Zucker enthalten, komplett aus Haferflocken und Samen bestehen und fantastisch schmecken. Und in 20 Minute fertig sind. Außerdem kein schlechtes Gewissen beim Naschen, ein super Snack für die Kinder auf die Hand und ein Hirn-Motivator wenn Nachmittags die Luft raus ist.

Die Backmischung (aus England) könnt ihr übrigens hier bei Foodist im Online Store bestellen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

HHDeern_Joghurtkuchen1Als ich schwanger war, gab es diesen Hype um DAS Buch: „Warum französische Kinder keine Nervensägen sind“ von Pamela Druckerman. Kein Elternpaar, das wir kannten, hatte dieses Buch nicht NICHT gelesen. Alle werdenden Elternpaare hatten das Buch teilweise sogar schon zweimal durch. „Müsst ihr lesen!“, „Knaller-Buch“, „Da wisst ihr wie es geht“, „Also, wir werden unser Kind in jedem Fall auch so erziehen. Klare Regeln!“. Klare Regeln, alles klar? Nee, gar nichts war mir klar, denn ehrlich gesagt, haben wir uns nie mit dem Thema Erziehung beschäftigt. Das einzige was wir wussten: Spätestens Mitte August stehen hier zwei Mädels auf der Matte, die vorhaben für eine Weile zu bleiben und denen wir irgendwie beibringen wollen, dass es total schön ist, dass sie da sind (und die wir uns sehnlichst gewünscht haben), aber wir deswegen nicht bereit sind unser bisheriges Leben komplett aufzugeben. Heisst: wir wollen nach wie vor essen gehen (ob morgens, mittags, abends ist uns egal), wir wollen nach wie vor lange schlafen und an einem Samstag NACH 11 Uhr auf dem Markt einkaufen gehen, Croissants essen, Kaffee trinken und in den Tag hineinleben. Und – ganz wichtig – wir wollen nicht für die nächsten Jahre Nudeln mit Tomatensoße essen. Und das bitte mit so wenig wie möglich Theater. Am besten mit gar keinem. Soviel zu unseren Regeln.
Und dann sind wir unseren Babymoon geflogen, ich schob eine ordentliche Kugel vor mir her und brauchte ein Buch für den Urlaub. Dreimal dürft ihr raten welches Buch ich mir mitgenommen habe. Worum es in diesem Buch geht? In der Kurzfassung: Eine Amerikanerin landet mit Mann und Kind in Paris und versucht sich dort mit den Gepflogenheiten der französischen Kindererziehung auseinander zusetzen bzw. danach zu leben. Schwarz trifft weiß, amerikanische Gemütlichkeit trifft französische Disziplin. Ja, die französische Erziehungsmethode wird seit einiger Zeit in Frage gestellt: Nach 3 Monaten zurück in den Job, nach 3 Monaten Pre-Baby-Body, Einschlafen aka Durchschlafen nach 4 Monaten,… die  Liste ist endlos weiter zu führen. Und ich kann nicht sagen, dass ich mich auch nur an einer Sache orientiert habe. Bis auf eine: Das Kinder alles essen sollten, dass es keine Einschränkungen gibt (bis auf Honig unter 1 Jahr, etc.), dass man versuchen sollte, den Kindern die spannende Welt der Lebensmittel näher zu bringen. Ihnen Gerüche, Texturen, Geschmäcker zeigen soll. Und: das es nichts verbotenes gibt. Unsere Kinder dürfen seit sie etwas um ein Jahr waren, sogar Süßigkeiten essen. Einmal am Tag, zum Nachmittagskaffee. Und dann dürfen sie entscheiden was sie essen wollen. Gummibärchen, Keks, Smarties, Eis, Kuchen,,… – whatever! Und ich kann sagen, dass sie nicht nach jedem Stück Süßem schielen. Weil sie es hier Zuhause eh bekommen.
Wusstet ihr, dass es in einem französischen Kindergarten Essenspläne gibt, die jeden Tag ein anderes Essen vorsehen? Es gibt nicht an einem Tag im Monat etwas doppelt. Wenn es an einem Tag Kartoffeln in Form von Püree gab, dann gibt es an den anderen Tagen garantiert etwas anderes. Auch schön, was ich mir sehr für die Einführung in die Familienküche angewöhnt habe: wenn eines der Mädels etwas nicht mochte, wie z.Bsp. Pilze in Scheiben, dann habe ich es anders probiert, sie z.Bsp. in kleine Stücke geschnitten. Denn nur weil das Kind etwas nicht essen mag, heisst es noch lange nicht, dass es das Essen nicht mag. Vielleicht liegt es an der Konsistenz oder der Kombination. Die Kinder wissen doch selbst noch gar nicht was sie mögen geschweige denn über die Vielfalt des Essens. Es ist unsere Aufgabe es ihnen zu zeigen und sie an all diese wunderbaren Dinge heranzuführen. Uns hat das Riesen-Spaß gemacht.
Es gibt fast nichts, was die Mädels nicht essen. Natürlich gibt es Lieblingsessen und Lebensmittel, die sie gar nicht mögen, aber es gibt sehr sehr selten die Situation, dass ich etwas anderes aus dem Kühlschrank holen muss, weil ein Kind das Essen nicht mag.

Alleine für diesen Ansatz hat sich das Lesen dieses Buches gelohnt. Vielleicht hätten wir intuitiv genauso gehandelt, aber so sind wir uns dieses Ansatzes bewusst. Vielleicht hatten wir auch einfach Glück, dass unsere Mädels so wunderbare, unkomplizierte Esser sind. Aber ich glaube auch sehr daran, dass die Kinder sich alles abschauen, auch das essen.

Nur zur Ergänzung: Unsere Kinder sind bis heute nicht in der Kita wie französische Kinder nach 3 Monaten. Und abgestillt waren sie da auch noch nicht. Den Pre-Baby-Body hatte ich auch nach 9 Monaten noch nicht und schreien lassen, haben wir die Mädels nie. Aber: jeder muss sein persönliches Erziehungskonzept finden. Für mich liegt nur sehr viel Beruhigung in der Tatsache, dass wir alle gemeinsam am Tisch sitzen können und nicht 2-3 verschiedene Gerichte vor uns stehen und auch das Essen meistens sehr harmonisch abläuft.

So, genug gesabbelt. Bei uns gab es letztens den Joghurtkuchen aus dem Buch als „Goûter“ zum Nachmittag. Und was soll ich sagen: Die Mädels haben ihn weggefuttert wie nichts.

Hier das Rezept für einen Kuchen:
200g Joghurt
2 Eier
150g Zucker
1 TL Vanillezucker
100ml Öl (ich habe mildes Olivenöl verwendet, wer Olivenöl mag, wird es lieben, alle anderen verwenden besser geschmacksarmes Öl, wie z.Bsp. Sonnenblumenöl)
600g Mehl
1,5 TL Backpulver
250g gefrorene Beeren
Crème fraîche

Den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Eine Kastenform einfetten. Joghurt, Eier, Zucker, Vanillezucker und Öl miteinander vermengen. In einer anderen Schüssel das Mehl und Backpulver vermischen. Die trockenen Zutaten mit den feuchten vermischen und vorsichtig verrühren, bis sich alles gut verbunden hat. 250g gefrorene Beeren dazugeben. Den Kuchen 35  Minuten backen. Falls die Garprobe danach noch negativ ausfällt, noch 5 Minuten weiter backen, evtl. den Kuchen mit Backpapier abdecken. Der Kuchen sollte außen knusprig und innen weich sein. Abkühlen lassen. Zu Tee und mit einem Klecks Crème fraîche schmeckt der Kuchen schmeckt der Kuchen ganz besonders lecker…

*Mohltied*

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An dieser Stelle erst einmal: Happy Birthday nachträglich, liebes Wunderwerk! Die Mädels Lena und Olga, bzw. vielmehr ihr toller Laden ist am Wochenende 1 geworden. Aus Erfahrung kann ich sagen: so ein erster Geburtstag ist schon was Aufregendes. Ob jetzt Kinder oder eigener Laden – Baby bleibt Baby. Also wurde kräftig gefeiert. Mit Geburtstagswoche, Prossecco, Eis, Keksen, Mini-Kuchen und noch mehr Aktionen.
Am Donnerstag habe ich die Mädels mit ersten Hamburger Deern Rawnies, made by gleem und Mini-Hanseaten im  Wunderwerk-Look versorgt. Und irgendwie waren die Dinger so schnell weg (um ehrlich zu sein, habe ich ernsthaft drüber nachgedacht, sie zu behalten…), dass zur Party niemand mehr einen abbekommen kann. Für alle, die also auch einen Mini-Hanseaten wollen: hier das Rezept zum Nachbacken. Statt der gelb-blauen Färbung könnt ihr natürlich klassisch-hanseatisch rosa-weiß verwenden (dann geht das auch super mit Marmelade statt Lebensmittelfarbe).

Ich geh jetzt nochmal in die Küche und sorge für Nachschub. Womit feiert ihr so?

Für ca. 30 Stück benötigt ihr:
Für den Teig:
250g Mehl
50g Zucker
100g Marzipanrohmasse
150g kalte Butter
1 Eigelb
1,5 TL gemahlener Kardamom

Zum Fertigstellen:
200g Puderzucker
Saft von einer Zitrone
etwas eiskaltes Wasser
1/2 Glas Johannisbeergeleee

Alle Teigzutaten ordentlich verkneten, am besten mit der Küchenmaschine oder Knethaken, zu einer Kugel formen und für 30 Minuten abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Den Backofen auf 180 Grad Umluft erhitzen, die Teigkugel auf etwas Mehl ausrollen und kleine Blumen oder Kreise ausstechen. Reste wieder kneten, ausrollen bis der gesamte Teig verbraucht ist und die Kreise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Für 10 Minuten im Ofen backen, herausnehmen und vollständig abkühlen lassen.
Den Puderzucker mit der Zitrone verrühren, evtl. etwas Wasser dazu. Die Konsistenz sollte an Kleister erinnern. Die Hälfte der Kekse mit dem Zuckerguß bestreichen und trocknen lassen.
In der Zwischenzeit das Johannisbeergelee in einem Topf schmelzen und mit einem Teelöffel die übrig gebliebenen Kekse bestreichen. Sofort die Zuckerguß-Kekse darauf setzen.
Zum Schluss etwas Johannisbeergelee unter den übrig gebliebenen Zuckerguß mischen, gut verrühren bis ein kräftiges rosa  entsteht. Nun die Kekse zur Hälfte mit dem rosa Zuckerguß bepinseln und vollständig trocknen lassen.

Machen sich toll als Geschenk, oder als frische Variante zu Weihnachten!

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