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Abendbrot

ShabuShabu_HHDeernShabu Shabu. Alles klar, oder?
Nix ist klar, aber wunderbar einfach. Und so lecker, dass es das bei uns letzte Woche direkt dreimal gab. Weil: so einfach, sagte ich da schon?

Entdeckt habe ich das in der aktuellen Brigitte, glaube ich. Und weil ich so gar nicht auf Fondue stehe (außer es handelt sich um Schokolade), hätte ich das Rezept auch fast überblättert. Nicht auszudenken!!! Was würde ich ab sofort ohne Shabu Shabu machen?

Also, was ist dieses Shabu Shabu? Eigentlich eine Suppe im Fondue Style: Brühe aufsetzen, Gemüse rein, Fleisch richtig dünn schneiden und kurz in die heisse Brühe tunken bis es gar ist. Dann herausnehmen, in Soße tunken. fertig.
Weil das aber jeder an seinem Platz macht und man unzählige Soßen dazu reichen kann und wir es eher als Suppe gegessen haben, wurde es mir deutlich sympathischer und außerdem wird sie bei jedem Mal aufkochen an einem der nächsten Tage nur noch besser. Und besser. Und besser.
Das tolle: wo ich bei anderen Suppen – der Mädels wegen – etwas nicht so scharf mache, auf Pilze verzichte weil komische Konsistenz, etc. – hier braucht man das gar nicht, weil man im Zweifel alles in seine eigene Suppe schmeissen kann. Für die Kinder gibt es eine extra Portion Nudeln oder Reis dazu, für die Großen eine Extraportion Shrimps. Oder scharfe Nüsse on the top. Oder, oder, oder. Und jeder fischt mit seinen Stäbchen in seiner heißen Brühe herum.

Ich sag mal: Shabu Shabu und guten Appetit!

Für 4 Portionen braucht ihr:
500g Hähnchenbrustfilet, in sehr dünnen Scheiben (dafür vorher ca. 1 Std einfrieren)
1 Handvoll Garnelen
1 Lauchstange
1 kleines Stück Ingwer
1 kleinen Mangold
250g Möhren
150 Shitake-Pilze
1l Rinderfond
3 EL Worcestersauce
1 EL Sesamöl
3 EL Apfelessig

Lauch putzen und in Ringe schneiden, Ingwer schälen und sehr fein hacken. Pilze putzen, halbieren oder vierteln. Möhren und Mangold waschen bzw. schälen und in kleine Stücke schneiden.
Die Brühe in einem großen Topf erhitzen, Sauce, Öl und Essig dazugeben. Alles Gemüse und Ingwer dazugeben, ca. 15 Minuten köcheln. Garnele dazugeben, ziehen lassen bis sie gar sind.
Das Fleisch in sehr dünne Scheiben schneiden und auf einem Teller geben. Suppentopf und Fleisch auf den Tisch stellen und die Suppe auf kleine Schüsseln verteilen (sie muss noch fast kochen!). Das Fleisch am besten mit Stäbchen in die heisse Suppe geben, ziehen lassen bis das Fleisch gar ist.
Dazu Saucen servieren.

Ich habe eine Soße aus Tahin, Balsamico und Sojasauce zusammengerührt. Schwarzer Sesam passt dazu auch gut, ansonsten könnt ihr alle Soßen verwenden, die vom Sommer noch übrig sind.

*Mohltied*

P.S. Macht ruhig die doppelte Menge an Suppe. Entweder einfrieren oder in den nächsten Tagen nochmals aufsetzen. Sie wird immer besser!

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Vor einiger Zeit habe ich für einen meiner Lieblings-Interior Stores ein Shooting umgesetzt. Passend zu Weihnachten haben wir 3 festliche Varianten erstellt wie man einen Weihnachtstisch dekoriert: für ein Pre-Christmas Dinner mit Freunden, für einen festlichen Heiligen Abend mit der Familie und/oder ein entspanntes Abendessen mit Freunden an den Feiertagen wenn sich der ganze Trubel legt.
Immer an demselben Tisch, fast immer mit denselben Materialien, aber mit unterschiedlich angeordneten Accessoires sieht euer Tisch nie gleich aus, sondern gemütlich, festlich oder entspannt. Aber in jedem Fall immer einladend, sodass man gar nicht mehr aufstehen will vom Esstisch.

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Weihnachtliche Atmosphäre in der Vor-Weihnachtszeit mit viel Holz (statt Skiern könnt ihr auch einfach mehrere Holz-Elemente verwenden), dazu Tanne, dicke Kerzen und ein Gußeiserne Pfanne schafft Hütten-Charme.

Da das beste Shooting nicht ohne ein anständiges Catering auskommt und wir uns bei Herbst-Sonnenschein irgendwie in Weihnachtsstimmung versetzen mussten, habe ich euch außerdem ein Knaller-Rezept für eine weihnachtliche Quiche mitgebracht, die zu allen drei Anlässen passt. Und sie ist der Knaller weil sie nicht mehr als 30 Minuten Vorbereitung braucht. Den Rest macht der Backofen. Ob als Vorspeise an Heilig Abend, pur zum Wein am 2. Weihnachtstag wenn keine Gans mehr rein passt oder als Beilage zum Pre-Christmas Dinner: diese Quiche lässt eure Gäste genauso verzücken und ist auch ohne Quiche-Boden ein Knaller Salat. Und lässt eure Gäste doppelt staunen.

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Festlich wird es am Heiligen Abend mit Kunstschnee, eleganten Stabkerzen, Glitzer-Tannenbäumen (oder Glitzerkugeln) und silbernen Teelichten. 

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Entspannt geht Weihnachten Zuende: mit guten Freunden, einer Flasche Wein und einer entspannten Dekoration, bei der es nicht mehr braucht als Teelichte, schwarze Holzbretter und einem großen Windlicht oder dieser coolen Lampe von muuto (im Hintergrund, erhältlich bei Cosman Interior).
Hier das Rezept für die Quiche:
1 Fertig Blätterteig
1/2 Kürbis
1 EL Butter
1 EL Curry
2 Eier
250ml Mandelmilch
2x 120g Ziegenfrischkäse
1/2 Granatapfel
1 Handvoll Walnüsse
1 EL Puderzucker
1 Handvoll Babyspinat

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
Den Kürbis waschen und in kleine Würfel schneiden. In einer beschichteten Pfanne Butter mir Curry anbraten, den Kürbis dazugeben und 15 Minute anbraten, abkühlen lassen.
Den Blätterteig in eine Springform legen und den Rand hochdrücken.
In einer Schüssel die Eier mir der Milch und 120g Ziegenkäse verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Falls die Masse zu dickflüssig ist, mehr Mich dazugeben. Den Kürbis dazugeben und unterrühren. In die Springform gießen und diese dann für 15-20 Minuten backen bis der Rand aufgeht und goldgelb wird.
In der Zwischenzeit den Puderzucker in einer separaten Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen und die Walnüsse dazugeben, wenden, sodass die Walnüsse komplett karamellisieren können, abkühlen lassen. Den Granatapfel von seinen Kernen befreien (TIPP: Apfel halbieren, in einer Schüssel mit Wasser die Kerne herausdrücken, so entstehen keine Spritzer), abtropfen lassen und beiseite stellen.
Wenn die Quiche fertig ist, aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen bis sie warm ist aber nicht mehr heiß, dann mit den Walnüssen, den Granatapfelkernen und dem restlichen Ziegenkäse (zerkrümelt) über die Quiche geben, Spinat obendrauf werfen, fertig.

Als Salat: Alles genauso zubereiten bis auf den Blätterteig. Stattdessen Feldsalat oder Wald- und Wiesensalate waschen, Kürbis, 120g Ziegenkäse, Walnüsse und Granatapfelkerne darüber geben. Aus 2 EL Olivenöl, 1 EL Kürbiskernöl, 2 EL Apfelessig, Honig und Salz ein Dressing anrühren. Darüber gießen, fertig.

Macht euch eine schöne Vorweihnachtszeit, einen festlich-tollen Heiligen Abend und ein paar entspannte Weihnachtsfeiertage!

Fotos: http://www.cosman-interior.com

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Damit das kurz vorher klar ist: Ja, das ist sowas wie „Das perfekte Dinner“. Und: ich würde mich im Leben nicht dafür bewerben. Ein Dinner via Chef.One wird es allerdings trotzdem nochmal geben.

Aber von vorne: Ich finde ja, dass unsere Einladungskultur etwas gelitten hat in den letzten Jahren. Früher gab es regelmäßig irgendwelche „Cook Ins“, bei dem sich Freunde zum gemeinsamen Kochen getroffen haben. Die wurden irgendwann ersetzt durch Dinner-Abende. Und die wurden irgendwann durch Kinder ersetzt. Oder durch Jobs irgendwo am anderen Ende von Deutschland, wenn nicht sogar der Welt.
Und wenn mir etwas fehlt, dann sind es genau diese Abende mit lieben Freunden, die man bekochen kann. Bei denen es ausreichend Wein zu trinken gibt und keiner auf die Uhr schaut. Man nicht leise sein muss. Wofür habe ich all die tollen Kochbücher wenn ich doch immer wieder nur für uns vier koche? Klar, unsere Kinder und mein Mann freut sich wenn es an einem gewöhnlichen Dienstag Abend ein Sonntags-Festmahl gibt, aber mal ehrlich – wo bleibt denn da der Spaß?

Und wie es manchmal so ist – manche Dinge muss man ja nur laut sagen: Durch einen sehr lustigen Zufall wurde ich von jetzt auf gleich Gastgeber bei Chef.One, einer Plattform, bei der man sich bei anderen Leuten zum Essen einladen kann. Ihr sucht einfach eure Lieblingsstadt, sucht euch aus dem Angebot eurer Stadt ein Menü aus (nach welchen Kriterien auch immer: Ort, Menüfolge, Host, Preis, etc.) und bucht easy peasy ein Dinner. Der Vorteil: ihr wisst was euch erwartet. Und irgendwie auch gar nicht. Nicht mal ich als Gastgeber konnte einschätzen was mich erwartet. Obwohl ich das Menü kannte, vorab schon einmal Luschern konnte wer sich bei mir an den Tisch setzen möchte und wie der Ablauf des Abends ist.
Immerhin gab es ja noch ein paar Überraschungen, wie z.Bsp. das sehr leckere Hopfen-Apfel-Getränk „Die Hoppe“ als Aperitif. Die Hoppe das ist kein Bier, obwohl es in einer Bierflasche daherkommt. Es hat nicht einmal Alkohol. Dafür Äpfel aus dem alten Land. Und, ganz nach Hamburger Marnier, kann man das wunderbar aus der Buddel trinken. Zu einem Hamburger Menü irgendwie passen, oder? Die zweite Überraschung waren die weihnachlichen Lebkuchen Rawnies und die feinen Hanf-Pralinen zum Dinner-Abschluß, die mir Anna von gleem mitgegeben hat als sie hörte, dass ich ein Dinner veranstalte.
Zwischen den Überraschungen gab es an meinem Tisch 5 sehr nette Leute, die ich kennenlernen und mit diesem 3-Gang-Menü bekochen durfte. Dazu tolle Gespräche aus einem kunterbunten Kreis an Menschen, die lustigerweise alle sehr weit herumgekommen sind in der Welt und viel zu erzählen hatten.

Rundherum war es ein toller Abend und ich möchte meinen Gästen von Herzen Danken, dass mein erster Chef.One Dinnerabend so einfach für mich zu handeln war. Ich war sehr sehr aufgeregt und bin im Nachhinein aber sehr glücklich, dass ich die Gelegenheit hatte viele nette Menschen an einem Tisch zu haben. Endlich einmal wieder. Und ich glaube, das mache ich direkt nochmal. Ihr wollt auch an meinem Esstisch in unserer gemütlichen Wohnküche sitzen und euch bekochen lassen? Dann meldet euch am besten zum Newsletter von Chef.One an und sichert euch schnell einen Platz.

Bis bald!

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Ende letzten Jahres habe ich mir ein paar Dinge aufgeschrieben, die ich im nächsten Jahr umsetzen will. Dinge, auf die ich Lust habe ohne zu wissen wie das so gehen soll. Und mit wem. Oder wann. Ein Punkt auf dieser Liste war, mehr zu bloggen. Das hat funktioniert. Der zweite Punkt war: mein e-Book „Family Kitchen – Der einfache Start in die Familienküche“ – fertigzustellen. Das wird ganz haarscharf funktionieren. Geplant war es eigentlich für Frühjahr 2016. Aber als es quasi fertig war, habe ich die Notbremse gezogen. Weil ich mit dem nicht zufrieden war. Weil ich das besser kann. Beziehungsweise, das mit den Fotos, das kann ich gar nicht. Also habe ich mich selbst gefragt, was ich eigentlich will. Meistens will ich etwas schönes, da kann mein Mann ein Lied von singen. Nagut, zwei. Und weil mir die Fotos noch nicht schön genug waren, habe ich mir jemanden gesucht, der das viel besser kann als ich. Und Gott sei Dank – das habe ich inzwischen gelernt: man muss nicht alles selber machen, wenn es Menschen gibt, die das viel besser können. Und gefunden habe ich Janine und ihrer wunderschönen Minimum Fotografie. Die kann so unglaubliche Bilder schiessen und dazu noch so gut mit Kindern. Ein Traum einer Frau. Ihr dürft gespannt sein – das Book kommt im Frühjahr, kann man ja nicht oft genug sagen und ich kann es kaum erwarten euch die vielen schönen Rezepte und Bilder zu zeigen.

Die dritte Sache, die ich umsetzen wollte, waren Guerilla Dinner in unserer Küche. Weil wir viel zu selten Anlässe haben richtig toll zu kochen. In mehren Gängen. Mit Vorbereitung und allem was dazu gehört. Mit zwei kleinen Kindern, die nicht in der Kita sind, ist das meistens sehr schwierig. Und arbeiten am Tag ohne Babysitter unmöglich. So konnte ich mir nicht die Zeit nehmen um über die Guerilla Dinner nachzudenken, hatte die Idee aber immer im Kopf und auf der Todo-Liste und ärgerte mich, dass ich nicht weiterkam.
Bis es an einem Tag einen lustigen Zufall gab und Chef.One und ich miteinander ins Gespräch kamen. Und zack, war aus dem Nichts heraus eine Dinner-Reihe entstanden mit vielen schönen Menüs, die in den nächsten Monaten in unserer Küche stattfinden werden. Noch kann ich euch nicht zuviel verraten, aber eine Sache kann ich schon erzählen: Am Samstag, den 3. Dezember könnt ihr mich besuchen kommen und ein sehr leckeres weihnachtliches Hamburg-Menü essen. Buchen könnt ihr einen von 6 Plätzen hier über die Webseite oder über die App. Dort seht ihr auch die Menüfolge.

Ich bin jetzt schon ganz aufgeregt und freue mich auf eure Anmeldungen. Bitte lasst mich nicht alleine hier sitzen an meinem ersten Guerilla Abend. Vielleicht sehen wir uns bald hier? Ich freue mich auf euch!

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Ich glaube, so schnell habe ich noch nie irgendwas gebucht… nicht einmal Schuhe habe ich so schnell gekauft wie diese Tickets zum Muschelessen bei den Kitchen Guerillas. Tatsächlich habe ich, glaube ich, nicht einmal auf die Antwort meiner Mama abgewartet ob die Mädels an dem Abend dort schlafen können. Einfach gebucht. Wahrscheinlich weil ich dachte: das kann nur gut werden. Worum es geht? Um den Newsletter der kam, irgendwann an einem Freitag nachmittag mit der Info, dass am übernächsten Freitag zum Muschelessen im L’Atelier des Café Paris eingeladen wird. Mit Wein, der an der Decke hängt. Hallo? Muscheln? Wein? Klar! Café Paris? Immer. immer und immer wieder – ist ja auch mein Lieblingsplatz in Hamburg.
Und was soll ich sagen: ich habe mich darauf gefreut wie Bolle, so sehr, dass ich fast neue Schuhe kaufen war, mich aber dennoch besinnt habe und mir einfach die Nägel französisch-rot lackiert habe.

ES WAR EIN FEST! Angekommen im Café Paris geht man im Eingang daneben durch die Tür in eines Bürogebäudes hinein, geht zwei Stückwerke hoch, kommt an Kacheln vorbei, die irgendwie so Hamburg sind, aber weil es eben Kacheln sind, könnten sie auch irgendwo in Paris hängen und man fühlt sich schon ganz ohlàlà. Angekommen im zweiten Stock steht man dann inmitten einer riesigen Wohnküche mit Kachelwänden, eine schwarz, eine weiß. Wäre ich nicht durch und durch Hamburgerin – ich würde mich glatt als Pariserin fühlen. Eine Riesenmuschel asiatisch angehaucht als Empfang, dazu das erste Glas Weißwein aus dem Glaskrug, der tatsächlich an der Decke hängt. Dazu das herrliche Baguette aus dem Café Paris mit dieser Butter… oh diese Butter. Als alle Gäste Platz genommen haben an den beiden 20-Mann-Tafeln (oh chérie…) gibt es dann Essen: zuerst eine Clam Chowder (ich will nie nie nie, also nie wieder etwas anderes essen! Dafür nehme ich sogar in Kauf dick und rund zu werden) – also eine sehr cremige, sehr leckere Muschelsuppe, dann eine herrlich orientalische Muschel-Version und – na klar – Moules Frites. Ich schwöre euch, ich war die Göttin in Frankreich.
Dazu eine herrlich-lockere Stimmung, die fast familiär ist, was bestimmt auch an den Stammgästen liegt, die brav mitziehen von Küche zu Küche. Und ab sofort ziehe ich mit. Ich buche am besten schon einmal Karten für den nächsten Abend zum Thema Portugal… achso, der Babysitter – ich muss schnell Mama anrufen…

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Das wichtigste zuerst: 040 – 401 86 115. Da, also im Bistro Carmagnole, ruft ihr bitte umgehen an und reserviert euch einen Tisch für Draussen. Irgendwann an diesem Wochenende, vielleicht eines der letzten schönen Sommer-Wochenenden in diesem Jahr. Also, keine Zeit verlieren und ’nen Tisch klarmachen. Ausgebucht? Kann passieren, aber vielleicht habt ihr Samstag oder Sonntag Glück und ergattert noch einen Frühstücksplatz. Wenn ich mir die Karte ansehen, könnte ich in den Bildschirm beißen!
Durchweg leckeres Essen, z.Bsp. die Fischsuppe, die Artischocke, die Steak Frites am Nebentisch sahen auch zum Klauen aus und die Drinks… hach, die Drinks… Champagnerglas mit Zuckerrand. Muss ich mehr sagen?

Männer, lest mal weg – Ladies, hergelesen: kommt doch einfach ein bisschen früher, lasst euch den Drink auf der Bank um die Ecke servieren und nutzt die Wartezeit um nebenan bei „Wie es euch gefällt“ zu bummeln. Ist ja das letzte Sommerwochenende, da kann man sich ja gedanklich schon mal auf den Herbst vorbereiten…

Habt ein schönes Wochenende und toi toi toi beim Telefonieren!

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Hallo, ich bin Christin, 35 Jahre alt und ich liebe Hafer.

Hier gibt es jeden morgen Porridge mit Haferflocken, unsere Waffeln und Pancakes enthalten ebenso meistens Haferflocken und selbst für meinen Iced Strawberry Latte, den ich für das Kölln Haferland entwickelt haben, habe ich Hafermilch verwendet. Für mich ist Hafer ein guter Ersatz für Weizenmehl geworden. Zum einen glaube ich, dass ich meinen Kindern damit eine deutlich gesündere Ernährung mitgebe, sie wertvollere Nahrung zu sich nehmen, die sie vor allem lange satt macht. Ich fühle mich nach einem Porridge gestärkt für den Tag, habe etwas warmes im Bauch und außerdem lässt sich jeden Tag ein anderes Porridge kombinieren. Weil Hafer sich irgendwie anpasst, aber man trotzdem diesen unverkennbaren Geschmack von Hafer schmeckt.
Und so habe ich natürlich laut „JA“ gerufen, als ich von dem Verein „Hafer Die Alleskörner“ angeschrieben wurde ob ich nicht Lust hätte, ein gesundes Fastfood Rezept zu entwickeln. Herausgekommen ist ein Tortilla. Warum? Ich mag Grundlagen, die vielseitig einsetzbar sind und mir den Kochalltag mit zwei Kindern einfacher machen. Gerade im Sommer bin ich gerne für die schnelle Nummer – wer hat auch schon Lust lange und mehrfach in der Küche zu stehen? Eben.
Herrlich einfach, super entspannt und wahnsinnig lecker – das Essen wird zur Party weil sich jeder seinen Tortilla selbst zusammenstellen kann.
Und hier sind sie, meine beiden Tortilla-Varianten, einmal mit Hähnchen in einer Feigen-Balsamico-Soße und einmal mit Lachs und Erdnußsoße. Euren kreativen Ideen sind jedoch keine Grenzen gesetzt, probiert aus worauf ihr Lust habt! Wie wäre es zum Beispiel mit Hühnchen und Mango-Chutney? Oder ihr ersetzt den Lachs durch Rindfleisch? Vegetarier belegen sich die Tortilla einfach nur mit Gemüse und Falafel. Oder wie wäre es mit Feta, Wassermelone und Basilikum?
Und alle Süßmäuler freuen sich am besten auf den Nachtisch oder auf den nächsten Morgen, wenn es die übrig gebliebenen Tortillas mit Joghurt karamellisierten Pfirsichen und Ahornsirup gibt.

Probiert es aus und lasst das mit den Weizentortillas aus der Packung, es gibt eine viel leckerere und gesündere Alternative. Viel Spaß beim Ausprobieren und Experimentieren auf der nächsten Tortilla Party!

Für 10 Tortillas benötigt ihr:
100 Haferflockenmehl (z.Bsp. via Backschwestern)
200g Dinkelmehl
200ml heißes Wasser
1/2 TL Salz
1/2 TL Backpulver
2 TL Olivenöl

Die Mehlsorten, Salz und Backpulver mischen. Wasser und Öl dazugeben, kurz mit einer Gabel verrühren und mit den Händen kräftig zu einer Kugel verkneten. Der Teig sollte nicht an den Händen kleben. In 10 Portionen teilen und mit einem Küchentuch abgedeckt feucht halten. Jeweils einen Tortilla auf etwas Mehl ausrollen, mit etwas Öl bestreichen und so weiter verfahren bis alle Tortillafladen aufeinander liegen. Eine beschichtete Pfanne erhitzen und die Tortillas darin braten bis sie Blasen werfen und leicht Farbe annehmen. Auf einen Teller legen und mit einem feuchtem Küchenpapier abdecken (so werden sie nicht trocken und brüchig).

Das Grundrezept, welches ich durch das Haferflockenmehl anpassen musste, habe ich aus dem Kochbuch „Carrots for Claire„, einem tollen Kochbuch für Familien, die Wert auf eine gesunde Ernährung legen oder aber unter Unverträglichkeiten leiden und bestimmte Lebensmittel ersetzen müssen.

Hähnchen-Feigen-Füllung (4 Personen)
4 Hähnchenbrustfilets
2 EL Honig
4 EL Balasmicoessig
4 EL Ölivenöl
1 Schalotte
4 Feigen
Salat, Gemüsesticks und weitere Füllungen nach Wahl (z.Bsp. Paprika, Gurke, Avocado, Römersalat, Schafskäse)

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Zwiebel fein hacken, in eine kleine Auflaufform geben. Den Honig, das Öl und den Essig dazugeben, verrühren. Das Fleisch waschen, in schmale Stücke schneiden und in die Form legen, mit etwas Soße beträufeln. Die Feigen vierteln und auf das Fleisch geben.
Die Form für 15 Minuten in den Ofen geben, dann in der Form wenden und weitere 20 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen.

Das gewünschte Gemüse in schmale Streifen schneiden, den Salat waschen und die Blätter abzupfen. Alles auf Schalen verteilen und die Tortillas damit belegen, einrollen, mit etwas Balasmico-Feigen-Sud beträufeln, fertig.

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Lachs-Erdnuss-Füllung (4 Personen)
Ein großes Lachsfilet mit Haut
1 Mango
1 Avocado
1 Limette
10 Stängel Koriander + einige Blätter
2 EL Erdnussbutter (wenn Kinder mit essen, besser ohne Stücke)
etwas Wasser
1 EL Sojasoße

Den Lachs auf dem Grill (am besten auf einem geölten Stein) gar braten (Alternativ geht auch eine Zubereitung in der Pfanne oder im Ofen). Mango und Avocado in kleine Würfel schneiden. Für die Soße die Limettenschale raspeln, die Limette auspressen, den Koriander fein hacken und zusammen mit der Erdnussbutter, der Sojasoße und etwas Wasser verrühren bis eine cremige Soße entsteht. Also besser nicht zuviel Wasser am Anfang dazugeben sondern nach und nach angießen.

Tortilla mit Salat, Lachs, Mango, Avocado und ein paar Blättern Koriander und der Soße füllen, zusammenrollen, geniessen.

Süße Variante:
1 EL griechischen Joghurt
1 Pfirsich
etwas Ahornsirup
optional: geröstete Mandelblätter

Pfirsich in kleine Stücke schneiden, Mandelblätter in einer Pfanne ohne Fett rösten und mit dem Joghurt mischen. Mandel-Joghurt auf den Tortilla geben, Pfirsich darauf geben, zusammenrollen, mit Sirup beträufeln – fertig!

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Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Hafer Die Alleskörner entstanden.