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Archiv für den Monat Oktober 2016

HHDeern_Porridge
So, jetzt verrate ich euch mal ein Geheimnis. Ich liebe Porridge. Aber nichts, wirklich gar nichts geht mir über ein PB&J-Sandwich. Ich liebe diese Kombination aus cremig-klebriger Erdnussbutter und erfrischend-süßer Erdbeermarmelade. Am allerliebsten auf Bagel. Oder frischen Toast. Wenn es das gibt, dann fallen für mich Weihnachten und Geburtstag auf einen Tag zusammen. So einfach, aber so eine Knaller-Kombi.
Weil ja aber nicht jeden Tag Weihnachten und Geburtstag sein kann, schon gar nicht ohne unsere Töchter von ihrem morgendlichen Porridge abzubringen, musste ich mir also eine Alternative überlegen. Als ich also gefragt wurde, ob und mit welchem Rezept ich für einen Porridge-Wettbewerb an den Start gehen will, da war relativ schnell klar: mit einem Porridge, der Seele schmeichelt, das die ganze Familie mag und ohne viel Aufwand zuzubereiten ist. Für einen morgen, an dem es nicht schnell genug gehen kann. Das Kochen, das Essen ohne viel schmutziges Geschirr oder Gedöns stehen zu haben. Das geht, wenn man auf Zutaten zurückgreift, die aus dem Vorrat kommen. In diesem Fall habe ich ein normales Porrdige gekocht, in einer Gußeisen-Pfanne, in der nichts anbrennen oder -kleben kann, eine Banane dazugegeben, deren Schale sofort in den Müll wandert sowie 2 Gläser aufgeschraubt: ein Erdnussbutterglas und ein Erdbeermarmeladenglas. Fertig ist das gesunde und nahrhafte schnelle Frühstück, dass die ganze Familie in Null-komma-nichts essen wird, bei dem es keine Dramen gibt und hinterher sondern nur glückliche Gesichter.

Knaller, oder?

Hier das Rezept für mein PB&J Porrdige, für 2-3 Portionen:
2 Tasen Haferflocken
1 TL Leinsamen
4 Tassen Wasser
1 Prise Salz
1 Banane
2 EL Erdnussbutter, cremig
1 EL Erdbeermarmelade (alle Streber können auch 1/2 Packung TK-Erdbeeren verwenden und mit 1 EL Sirup aufkochen)

Die Haferflocken mit den Leinsamen in der Gußeisen-Pfanne anrösten bis die Haferflocken anfangen zu duften. Mit Wasser ablöschen und 10 Minuten köcheln lassen. Vom Herd ziehen und 10 Minuten quellen lassen. Die Banane mit einer Gabel zermusen und zusammen mit dem Salz unter das Porridge rühren. Erdnussbutter unterrühren, auf Schüsseln verteilen, Marmelade oder Erdbeersoße darüber geben und servieren.

*Mohltied*

HHDeern_Porridge

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Vlet-Liebhaber werden beim Namen Thomas Sampl ganz hellhörig: Der Chefkoch hat lange Zeit im Vlet die Küche gehütet bevor er jetzt mit zwei Partnern, Anja und Alex von City Slickers, die schöne Idee „Smutjes Landgang“ entwickelte: Wochenmarkttouren in Begleitung eines Profis (mit Thomas himself) inklusive bummeln, einkaufen, kleiner Stadtführung, kochen und essen.
Klar, auf den Wochenmarkt könnt ihr auch alleine gehen, aber bei den Touren mit Profi-Unterstützung bekommt ihr die ein oder andere neue Info, nicht nur zu den Lebensmitteln sondern auch zu Umgebung. Eingekauft wird auf dem Großneumarkt oder Isemarkt, weitere Märkte sind Planung und auch weitere Termin werden bald bekannt gegeben. Wer noch Plätze für die letzten drei Termine in 2016 buchen möchte, sollte also schnell zuschlagen.

Ihr drei, ihr kommt alle nicht aus Hamburg aber scheint die Stadt ja sehr zu lieben…
Stimmt, wir sind alles Quiddje, haben uns aber mit Herz und Seele entschieden in Hamburg zu leben und zu arbeiten. Unsere Begeisterung für diese Stadt geben wir in authentischen und wissenswerten Touren weiter.

Und wo genau habt ihr euren Anker gesetzt?
Thomas wohnt in einem alten Kartoffelspeicher in der Süderstraße. Alex und Anja wohnen in der Neustadt und in Eimsbüttel. In den beiden Stadtteilen sind wir gerne unterwegs und mögen die entspannte, unkomplizierte Art hier zu leben. Hier kann man massiver Gentrifizierung noch aus dem Weg gehen und trotzdem ist man schnell mit dem Rad überall dort, wo man zwar nicht wohnen, aber Spaß haben möchte.

Verratet ihr mir eure Lieblingsecken? Und kulinarische?
Wir sind gerne draussen. An der Elbe, zwischen Pauli und Karolinen Viertel, Im Stadtpark, Planten un Blomen, aber auch mal raus zum Volkspark. Interessant für uns sind aber auch die unperfekten Ecken Hamburgs wie zum Beispiel die noch unbebauten Gebiete der Hafencity. Da schauen wir immer mal nach dem neuesten Stand. Scheinbar dauert es nun wirklich (wirklich!) nicht mehr so lange bis auch dort alles perfekt zusammen passt. Aber gerade die Zeit davor macht einen Ort unverwechselbar. Auch die Großbaustelle „Mitte Altona“ gehört dazu.

Und kulinarische?
Alex‘ Geheimtipp ist das Maharaja auf St. Pauli. Zu den Favoriten von Anja (und da gibt es viiiiiiele) gehört der Freischwimmer in der Fruchtallee. Thomas geht lieber ins Tschbull, zu Patrick ins Fillet of Soul und zur Pizza Bande auf den Kiez.

Eure Lieblingszeit für Marktbesuche?
Morgens um 10.00 Uhr – da startet die Markttour auch. Aber früher ist auch schön.

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Ich liebe ja den Goldbekmarkt – habt ihr einen Lieblingsmarkt und wenn ja, was ist an dem so besonders schön?
Der Goldbekmarkt soll als nächstes in unser Programm aufgenommen werden. Der Großneumarkt ist toll: tolle Qualität und nicht so überlaufen. Außerdem trifft man bestimmt zufällig mal einen Freund, um ein Käffchen zu trinken.
Anja ist gerne auf dem Isemarkt, meistens vor der Arbeit oder für die Arbeit. Da gibt es einfach alles!

Irgendeinen Tipp für Marktbesucher? Der Schönste, Einkaufsliste oder einfach losgehen und schauen was gerade Saison hat?
Da scheiden sich die Geister: Thomas, als Kochprofi, geht am liebsten ohne los. Mit Rezepten auf den Markt  zu gehen bringt selten etwas. Dann sieht der Blumenkohl nicht gut aus. Dann macht das Gericht keinen Spaß.
Aber Alex und Anja können beide nicht ohne Einkaufsliste. Da käme man ja nie wieder nach Hause. Aber, wie man sieht: für die richtig tollen Tipps sollte man mit Thomas losgehen. Eine bessere Beratung kann man nicht bekommen!

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Was steht als nächstes an? In diesem Jahr sind ja noch Termine buchbar – wie geht es im nächsten Jahr weiter?
Wir arbeiten gerade an den neuen Rezepten für nächstes Jahr. Die Termine hingegen sind schon online. Wenn alles so weiter läuft, haben wir Winterhude bis Ende des Jahres online. Ausserdem werden wir den „Kleenen Smutje“ einführen, der aus Marktberatung und Stadtführung besteht. Danach hat jeder die Möglichkeit seine eigenen Wocheneinkäufe zu machen und die Tipps gleich mal auszuprobieren. Wer gerne auch kochen möchte, kann den „normalen“ Smutje buchen. Mit Marktbesuch, Stadtführung und Kochkurs.

Und für wen ist das was, so ein Landgang? Muss man kochen können? Und die Hamburger Küche lieben?
Unsere Teilnehmer sind hauptsächlich aus dem Norddeutschen Raum, die auch gerne mal ihren Besuch aus Süddeutschland mitbringen. Gar-Nicht-Kocher hatten wir auch schon dabei und haben das Interesse zum Hobbykochen tatsächlich wecken können. Also keine falsche Vorsicht! Einfach mal ausprobieren.

Und was gehört in jede Küche? Jetzt bin ich gespannt…
Unbedingt gute Grundzutaten: Meersalz, ganzer schwarzer Pfeffer, ein gutes Rapsöl, ein leckerer Apfelessig. Alex und Anja brauchen scharfe Messer und einen guter Kochwein. Der kann auch ohne kochen nützlich sein 😉

Haha – danke ihr drei für die tollen Tipps. Ich freue mich euch bald auf dem Goldbekmarkt zu sehen!

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hhdeern_schokoladenporridge
Damit kriegt ihr sie alle. Wetten?
Wir haben gerade eine ganz tolle Zeit. Nein, nein, nein, nein, nein. Ich möchte nicht dies. Wenn das die Trotzphase ist – wie soll denn dann erst die Pubertät werden?
Besonders schön sind Wutausbrüche am Esstisch, wie diese hier: Neeeeeeeeeeeeeein – ich möööööööööchte niiiiiiicht… Ich maaaaaaaaaag kein Porridge. „Ok, möchtest Du Soße, C…?“ (kleiner Hinweis an dieser Stelle: C. ist wahllos für Charlotte oder Claire, beide geben sich grade nichts und eine der beiden ist ein absluter Soßen-Junkie). „Ich maaaaaaaaag keine Soooooße.“ Aha. Erstaunen auf unserer Seite. Prinzipiell auch kein Problem, dass das Kind das Frühstück verweigert, wenn nur nicht bei fast jeder Mahlzeit die Stimmungslage der Kinder ein potenzielles Minenfeld sein würde, das jeder Zeit in die Luft gehen könnte.
Also, kommen wir wieder zu dem Thema: verarscht niemals Deine Kinder. Ich tu’s. „Möchtest Du Schokoladensoße, C.?“ Kurzes Überlegen. „Schoko?“. „Hm“. Kopfnicken meinerseits. Kind schmeisst Kopf zurück, holt die quakigste Stimmlage raus: „Ich mööööööööchte Schokoooooo.“ Zack, Frühstück gegessen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Was daran jetzt der Trick war? In der Soße ist nicht ein bisschen Schokolade, sondern lediglich etwas Kakaopulver, stark entölt und wird eigentlich zum Backen verwendet.

Ha – leg Dich nie mit Deiner Mama an. Und schon gar nicht wenn’s um Essen geht.

Hier das Rezept für das Porridge für 2-3 Portionen:
2 Tassen Haferflocken
4 Tassen Wasser
1 EL Leinsamen, geschrotet
1 Prise Meersalz
1 Banane
nach Geschmack: griechischen Joghurt

Für die Schokosoße:
1 Banane
1 EL Mandelmus
1 TL Kokosöl
1 TL Kakaopulver, stark entölt (zum Backen, nicht den Trink-Kakao!)
1 TL Honig
100ml Kokos- oder Mandelmilch

Die Haferflocken mit den Leinsamen und dem Wasser aufkochen, 10 Minuten köcheln lassen, vom Herd ziehen und 10 Minuten quellen lassen. In der Zwischenzeit die Schokosoße zubereiten. Dafür alle Zutaten in einen Mixer geben und gut durchmixen, wer keinen Mixer hat, nimmt einfach einen Pürierstab. In eine Schüssel gießen und bis zum Servieren stehen lassen.
Die Banane mit einer Gabel zermusen und mit dem Salz zum Porridge geben, gut verrühren. Das Porridge auf Schüsseln aufteilen, wer mag, gibt noch griechischen Joghurt unter das Porridge. Die Soße zum Porridge reichen (bloß nicht vorher drauf machen, das könnte für den nächsten Wutanfall sorgen!). Fertig. Viel Erfolg und habt ein ruhiges Essen!

*Mohltied*

HHDeern_Muschelessen

Ich glaube, so schnell habe ich noch nie irgendwas gebucht… nicht einmal Schuhe habe ich so schnell gekauft wie diese Tickets zum Muschelessen bei den Kitchen Guerillas. Tatsächlich habe ich, glaube ich, nicht einmal auf die Antwort meiner Mama abgewartet ob die Mädels an dem Abend dort schlafen können. Einfach gebucht. Wahrscheinlich weil ich dachte: das kann nur gut werden. Worum es geht? Um den Newsletter der kam, irgendwann an einem Freitag nachmittag mit der Info, dass am übernächsten Freitag zum Muschelessen im L’Atelier des Café Paris eingeladen wird. Mit Wein, der an der Decke hängt. Hallo? Muscheln? Wein? Klar! Café Paris? Immer. immer und immer wieder – ist ja auch mein Lieblingsplatz in Hamburg.
Und was soll ich sagen: ich habe mich darauf gefreut wie Bolle, so sehr, dass ich fast neue Schuhe kaufen war, mich aber dennoch besinnt habe und mir einfach die Nägel französisch-rot lackiert habe.

ES WAR EIN FEST! Angekommen im Café Paris geht man im Eingang daneben durch die Tür in eines Bürogebäudes hinein, geht zwei Stückwerke hoch, kommt an Kacheln vorbei, die irgendwie so Hamburg sind, aber weil es eben Kacheln sind, könnten sie auch irgendwo in Paris hängen und man fühlt sich schon ganz ohlàlà. Angekommen im zweiten Stock steht man dann inmitten einer riesigen Wohnküche mit Kachelwänden, eine schwarz, eine weiß. Wäre ich nicht durch und durch Hamburgerin – ich würde mich glatt als Pariserin fühlen. Eine Riesenmuschel asiatisch angehaucht als Empfang, dazu das erste Glas Weißwein aus dem Glaskrug, der tatsächlich an der Decke hängt. Dazu das herrliche Baguette aus dem Café Paris mit dieser Butter… oh diese Butter. Als alle Gäste Platz genommen haben an den beiden 20-Mann-Tafeln (oh chérie…) gibt es dann Essen: zuerst eine Clam Chowder (ich will nie nie nie, also nie wieder etwas anderes essen! Dafür nehme ich sogar in Kauf dick und rund zu werden) – also eine sehr cremige, sehr leckere Muschelsuppe, dann eine herrlich orientalische Muschel-Version und – na klar – Moules Frites. Ich schwöre euch, ich war die Göttin in Frankreich.
Dazu eine herrlich-lockere Stimmung, die fast familiär ist, was bestimmt auch an den Stammgästen liegt, die brav mitziehen von Küche zu Küche. Und ab sofort ziehe ich mit. Ich buche am besten schon einmal Karten für den nächsten Abend zum Thema Portugal… achso, der Babysitter – ich muss schnell Mama anrufen…

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Wenn ihr euch jetzt beim Lesen der Überschrift denkt, dass ich jetzt nicht mehr alle habe weil ich Gemüse in mein Frühstück schmeisse, dann ist das völlig in Ordnung. Hab ich auch gedacht, als ich ein ähnliches Rezept bei Green Kitchen Stories gefunden habe. Aber irgendwie sah es so lecker aus, dass ich es nachkochen musste. Und da die Mädels sowieso immer schon gerne Möhrenbrei gegessen haben, war der Weg von Möhrenbrei zum Mittag zu Möhrenporridge zum Frühstück nicht so weit. Beim ersten Probieren musste ich dann jedoch feststellen, dass es mir dann doch etwas zu gemüsig war… und der Geruch von Möhrensaft morgens war auch irgendwie gewöhnungsbedürftig – weil recht dann irgendwie schon etwas nach Babyk… lassen wir das.
Also habe ich das Rezept für uns etwas abgeändert, mit ein paar Gewürzen und Zutaten nachgeholfen, sodass ich auch ohne Nase zuhalten kochen konnte. Herausgekommen ist ein sehr leckeres und gesundes Porridge, dass inzwischen die ganze Familie sehr liebt, besonders an einem kalten Herbst- und Wintermorgen wenn es nicht nur kalt sondern auch stockduster ist da draussen. Dann bringt die Möhre schon ein bisschen Licht ins Dunkel und außerdem weiß ich, dass die Kinder schon eine gute Portion Gemüse intus haben. Und für den Teint! Ach, für den Teint ist das ja jetzt auch nicht so schlecht, nich‘ wahr?

Also, springt über euren Schatten und kocht es nach. Es ist wunderbar süß, cremig und wirklich ehrlich lecker.

Hier das Rezept für 2-3 Portionen:
2 Tassen Haferflocken, kernig
1 EL Leinsamen, geschrotet
2 EL Rosinen
1 Prise Vanillesalz (Meersalz funktioniert auch)
etwas Zimt und Kardamom (bei ganz kleinen Kindern lieber nur Kardamom verwenden)
500ml ungesüßter Möhrensaft (z.Bsp. in der Babyabteilung oder im Bioaden)
1 Banane
1 Apfel
Nach Belieben: Apfelgelee, Haselnussmuss oder Mandel-Schokosoße

Die Haferflocken mit den Leinsamen, Rosinen, Salz, Gewürzen und Möhrensaft aufkochen. Hitze herunterdrehen und leise köcheln lassen bis die Haferflocken den Saft komplett aufgesogen haben, das dauert etwas 10-15 Minuten.
In der Zwischenzeit die Banane mit einer Gabel zermusen und den Apfel fein reiben. Das Porridge vom Herd ziehen und 10 Minuten quellen lassen, dann die Banane und den Apfel dazugeben, gut verrühren.
Auf Schüsseln verteilen, wer mag gibt für die Kinder zum „Sofortessen“ einen EL kalten, griechischen Joghurt dazu (das kühlt das Porridge etwas runter und hungrige Kinder können schneller essen). Mit Apfelgelee, Nussmus eurer Wahl oder einer schnellen Schokosoße (1 EL Mandelmus, 1 TL Kakaopulver, 1 EL Kokosöl verrühren) toppen und sofort servieren.

So, und jetzt Hände hoch wem das nicht schmeckt!

*Mohltied*

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Habe ich euch eigentlich schon mal von meiner wunderbaren Dinnerrunde erzählt? Ich liebe sie. Alle 6. Die 5 einzelnen wunderbaren Menschen mit denen ich ungefähr alle 2 Monate die tollsten Restaurants Hamburgs erkunde und die Dinnerrunde an sich. Natürlich wird bei unseren Runden immer laut gelacht und es geht um das Wiedersehen, um das Austauschen und Teilnehmen am Leben der Anderen: Kinder sind gekommen, Jobs gegangen, Umzüge absolviert und Hochzeiten gefeiert. Aber es geht auch verdammt nochmal um gutes Essen.
Angefangen hat es 2012 in der Küchenwerkstatt am Mühlenkamp, wo heute das Henny’s beheimatet ist. Und wir fragen uns jedes Mal wo wir überhaupt schon überall waren.
Tja, und wer darf die Liste nachträglich führen? Klar, die mit dem Foodblog. Also – am Ende dieses Posts ein kleiner Versuch einer kompletten Aufzählung.

Aber jetzt möchte ich euch erst einmal einen Tipp geben für meine neue riesengroße Restaurantliebe in Hamburg: das Witwenball. Anscheinend haben hier früher wirklich Witwen getanzt, aber wer weiß das schon so genau… spielt auch keine Rolle, denn das Witwenball ist ein Ort an dem man mit Freunden einen wunderbaren Abend verbringen kann (aber auch zu zweit geht das glaube ich ganz gut – das turtelnde Pärchen sah jedenfalls nicht so aus als fühlte es sich unwohl). Laut sein kann, lachen kann. Das Restaurant füllt sich ohne, dass man es mitbekommt. Die Stimmung wunderbar gemütlich, gerade jetzt zu dieser Jahreszeit. Schwere, türkis-farbene Möbel gepaart mit dunklem Holz. Ich möchte nicht nur das 5-Gang-Menü noch einmal von vorne bis hinten sondern für Zuhause auch gleich die Lampen an der Wand. Und das Geschirr. Das will ich auch. Das Witwenball ist so eine hervorragende Kombination aus bodenständig und abgehoben, aus modern und irgendwie stehengeblieben. Und der Oberknaller? Jeden Sonntag ab 17 Uhr ist Schnitzeltag.

Ich reserviere mir mal kurz einen Tisch für die nächste Date Night… Oder besser noch: wo müssen wir noch hin? Wo es als nächstes hingeht, verrate ich euch noch nicht, aber erzählen werde ich es euch in jedem Fall. Meine liebste Dinnerrunde, ich lieb unsere Abende sehr und freue mich schon wie Bolle auf unseren nächsten Abend mit tollem Essen, leckerem Wein, tollster Gesellschaft und einer ganzen Menge Spaß. Diese Liste ist für euch – und die vielen tollen Menschen, die gutes Essen lieben:

Küchenwerkstatt, Bullerei, Café Hirsch, OnoKleiner SpeisesaalLa MirabelleAu Quai, Pluto, Das weisse HausMarseilleLe CanardBrüdigams, Elbe 76Raw like Sushi, Henny’sRed ChamberPimentButchersWitwenball

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hhdeern_apfegelee
Wenn es etwas gibt, das ich als meine persönliche Geheimwaffe bezeichne, dann ist es mein Apfelgelee. Damit hab ich bisher jeden rumgekriegt. Sogar jemanden, der eigentlich gar keine Marmelade mag. Mich selbst schon dreimal. Ich liebe es, einen Klacks Apfelgelee morgens auf mein Porridge zu geben. Es schmeckt so herrlich einfach und schlicht nach Apfel. Kein Schnickschnack, nur ein bisschen Zimt damit es rund geht im Mund.
Die letzten Freunde, die das letzte (!) Glas geschenkt bekommen haben, haben es in nullkommanix weggeputzt und nach mehr gefragt. Ich warte auf den Tag an dem hier leere Gläser vor der Tür stehen (Wehe, untersteht euch…) – denn gefragt wann es denn endlich Nachschub gibt, das wurde bisher reichlich. Und nach dem Rezept. Hm. Verrät man seine Geheimwaffe? Eigentlich ja nicht. Aber was soll’s – ich würde nichts Toller finden wenn auch ihr ab sofort eine Geheimwaffe habt. Also los geht’s –

Hier das Rezept für 7-9 Gläser (je nach Größe)
4kg Äpfel (ich verwende Holsteiner Cox von unserer Apfelbaumpatenschaft)
1kg Gelierzucker 2:1 (fragt nicht…)
1 TL Zimt

Die Äpfel vierteln und entkernen, in einen Dampf-Entsafter geben (ich habe meinen von meiner Freundin Connie bekommen als Leihgabe als sie in die Staaten gegangen ist. Klingt das jetzt doof wenn ich sage, dass ich hoffe, das sie für immer da bleibt? Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass in dem Entsafter eine gehörige Portion Liebe ist, einen ähnlichen Entsafter findet ihr hier) und warten bis der Apfelsaft heraus läuft. Wenn ihr 1,5l zusammenhabt, gemeinsam mit dem Gelierzucker aufkochen und 4-5 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei immer schön rühren. Gelierprobe nicht vergessen! Zimt dazu geben, gut verrühren. Die Gläser heiß auswaschen, Apfelgelee in Gläser füllen, verschließen und für 5 Minuten auf den Kopf stellen. Umdrehen, auskühlen lassen, fertig.

Viel Erfolg mit eurer Geheimwaffe und *Mohltied*