Archiv

Archiv für den Monat Juli 2016

Tortilla1-HHDeern
Hallo, ich bin Christin, 35 Jahre alt und ich liebe Hafer.

Hier gibt es jeden morgen Porridge mit Haferflocken, unsere Waffeln und Pancakes enthalten ebenso meistens Haferflocken und selbst für meinen Iced Strawberry Latte, den ich für das Kölln Haferland entwickelt haben, habe ich Hafermilch verwendet. Für mich ist Hafer ein guter Ersatz für Weizenmehl geworden. Zum einen glaube ich, dass ich meinen Kindern damit eine deutlich gesündere Ernährung mitgebe, sie wertvollere Nahrung zu sich nehmen, die sie vor allem lange satt macht. Ich fühle mich nach einem Porridge gestärkt für den Tag, habe etwas warmes im Bauch und außerdem lässt sich jeden Tag ein anderes Porridge kombinieren. Weil Hafer sich irgendwie anpasst, aber man trotzdem diesen unverkennbaren Geschmack von Hafer schmeckt.
Und so habe ich natürlich laut „JA“ gerufen, als ich von dem Verein „Hafer Die Alleskörner“ angeschrieben wurde ob ich nicht Lust hätte, ein gesundes Fastfood Rezept zu entwickeln. Herausgekommen ist ein Tortilla. Warum? Ich mag Grundlagen, die vielseitig einsetzbar sind und mir den Kochalltag mit zwei Kindern einfacher machen. Gerade im Sommer bin ich gerne für die schnelle Nummer – wer hat auch schon Lust lange und mehrfach in der Küche zu stehen? Eben.
Herrlich einfach, super entspannt und wahnsinnig lecker – das Essen wird zur Party weil sich jeder seinen Tortilla selbst zusammenstellen kann.
Und hier sind sie, meine beiden Tortilla-Varianten, einmal mit Hähnchen in einer Feigen-Balsamico-Soße und einmal mit Lachs und Erdnußsoße. Euren kreativen Ideen sind jedoch keine Grenzen gesetzt, probiert aus worauf ihr Lust habt! Wie wäre es zum Beispiel mit Hühnchen und Mango-Chutney? Oder ihr ersetzt den Lachs durch Rindfleisch? Vegetarier belegen sich die Tortilla einfach nur mit Gemüse und Falafel. Oder wie wäre es mit Feta, Wassermelone und Basilikum?
Und alle Süßmäuler freuen sich am besten auf den Nachtisch oder auf den nächsten Morgen, wenn es die übrig gebliebenen Tortillas mit Joghurt karamellisierten Pfirsichen und Ahornsirup gibt.

Probiert es aus und lasst das mit den Weizentortillas aus der Packung, es gibt eine viel leckerere und gesündere Alternative. Viel Spaß beim Ausprobieren und Experimentieren auf der nächsten Tortilla Party!

Für 10 Tortillas benötigt ihr:
100 Haferflockenmehl (z.Bsp. via Backschwestern)
200g Dinkelmehl
200ml heißes Wasser
1/2 TL Salz
1/2 TL Backpulver
2 TL Olivenöl

Die Mehlsorten, Salz und Backpulver mischen. Wasser und Öl dazugeben, kurz mit einer Gabel verrühren und mit den Händen kräftig zu einer Kugel verkneten. Der Teig sollte nicht an den Händen kleben. In 10 Portionen teilen und mit einem Küchentuch abgedeckt feucht halten. Jeweils einen Tortilla auf etwas Mehl ausrollen, mit etwas Öl bestreichen und so weiter verfahren bis alle Tortillafladen aufeinander liegen. Eine beschichtete Pfanne erhitzen und die Tortillas darin braten bis sie Blasen werfen und leicht Farbe annehmen. Auf einen Teller legen und mit einem feuchtem Küchenpapier abdecken (so werden sie nicht trocken und brüchig).

Das Grundrezept, welches ich durch das Haferflockenmehl anpassen musste, habe ich aus dem Kochbuch „Carrots for Claire„, einem tollen Kochbuch für Familien, die Wert auf eine gesunde Ernährung legen oder aber unter Unverträglichkeiten leiden und bestimmte Lebensmittel ersetzen müssen.

Hähnchen-Feigen-Füllung (4 Personen)
4 Hähnchenbrustfilets
2 EL Honig
4 EL Balasmicoessig
4 EL Ölivenöl
1 Schalotte
4 Feigen
Salat, Gemüsesticks und weitere Füllungen nach Wahl (z.Bsp. Paprika, Gurke, Avocado, Römersalat, Schafskäse)

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Zwiebel fein hacken, in eine kleine Auflaufform geben. Den Honig, das Öl und den Essig dazugeben, verrühren. Das Fleisch waschen, in schmale Stücke schneiden und in die Form legen, mit etwas Soße beträufeln. Die Feigen vierteln und auf das Fleisch geben.
Die Form für 15 Minuten in den Ofen geben, dann in der Form wenden und weitere 20 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen.

Das gewünschte Gemüse in schmale Streifen schneiden, den Salat waschen und die Blätter abzupfen. Alles auf Schalen verteilen und die Tortillas damit belegen, einrollen, mit etwas Balasmico-Feigen-Sud beträufeln, fertig.

Tortilla2-HHDeern*Tortilla3-HHDeern
Tortilla4-HHDeern

Lachs-Erdnuss-Füllung (4 Personen)
Ein großes Lachsfilet mit Haut
1 Mango
1 Avocado
1 Limette
10 Stängel Koriander + einige Blätter
2 EL Erdnussbutter (wenn Kinder mit essen, besser ohne Stücke)
etwas Wasser
1 EL Sojasoße

Den Lachs auf dem Grill (am besten auf einem geölten Stein) gar braten (Alternativ geht auch eine Zubereitung in der Pfanne oder im Ofen). Mango und Avocado in kleine Würfel schneiden. Für die Soße die Limettenschale raspeln, die Limette auspressen, den Koriander fein hacken und zusammen mit der Erdnussbutter, der Sojasoße und etwas Wasser verrühren bis eine cremige Soße entsteht. Also besser nicht zuviel Wasser am Anfang dazugeben sondern nach und nach angießen.

Tortilla mit Salat, Lachs, Mango, Avocado und ein paar Blättern Koriander und der Soße füllen, zusammenrollen, geniessen.

Süße Variante:
1 EL griechischen Joghurt
1 Pfirsich
etwas Ahornsirup
optional: geröstete Mandelblätter

Pfirsich in kleine Stücke schneiden, Mandelblätter in einer Pfanne ohne Fett rösten und mit dem Joghurt mischen. Mandel-Joghurt auf den Tortilla geben, Pfirsich darauf geben, zusammenrollen, mit Sirup beträufeln – fertig!

Tortilla5-HHDeern Tortilla6-HHDeern Tortilla7-HHDeern

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Hafer Die Alleskörner entstanden.

IMG_4624Ein Sommergericht, das schnell geht, erfrischend anders und überraschend schmeckt, zu jeder Tageszeit gegessen werden kann und nachdem sich die ganze Familie die Finger leckt? Das geht. Und zwar so einfach. Bei heissen Temperaturen mag ich zwar trotzdem warmes Frühstück, spätestens zum Mittag brauche ich aber etwas Erfrischendes, etwas, das satt macht aber nicht zu schwer ist. Kennt ihr auch? Dann ist dieser Kokosmilchreis euer neuer Freund! Ob warm, kalt mit etwas Sahne untergehoben oder einfach pur mit frischen Früchten – ihr werdet es lieben!
Wir lieben es auch sehr und deswegen gibt es den Kokosmilchreis jetzt öfter hier.

*Mohltied*

Für 4 Portionen braucht ihr:
2 Tassen Risottoreis
1 EL Kokosöl
1/2l Kokosmilch (nicht aus der Dose, lieber die von Alpro verwenden)
1 Vanilleschote
1 Prise Meersalz
4 TL griechischer Joghurt
4 Pfirsiche
1 EL Ahornsirup
Optional: 1 EL Hanfsamen

Das Kokosöl bei mittlerer Temperatur in einem mittelgroßen Topf erwärmen, den Reis dazugeben und glasig dünsten. Mit einem Schuß Kokosmilch ablöschen und mit etwas mehr Kokosmilch aufgießen bis der Reis knapp bedeckt ist. Hitze herunterfahren, Vanilleschote und eine Prise Meersalz dazugeben und warten bis die Milch verkocht ist, wieder Milch aufgießen bis der Reis bedeckt ist und so weiter verfahren bis der Reis seine Größe verdoppelt hat bzw. bis der Reis bisßfest aber nicht zu roh ist. Die Vanilleschote entfernen, abspülen, aufheben und für etwas anderes verwenden.
Den Reis auf 4 Schüsseln verteilen, jeweils einem TL Joghurt unterrühren, etwas abkühlen lassen.
In der zwischenzeit die Pfirsiche in kleine Stücke schneiden. In einer beschichteten Pfanne den Sirup bei mittlerer Hitze erwärmen und die Pfirsiche dazugeben. Sobald diese karamellisiert sind und etwas weicher sind, auf die Schüsseln aufteilen und mit Hanfsamen bestreuen.

Ihr könnt auch jedes andere Obst verwenden, Blaubeeren, Ananas, Orangen, Pflaumen,… und wer mag, hebt einfach 200ml geschlagene Sahne unter den Milchreis und stellt den Milchreis für 1 Stunde in den Kühlschrank.

Kokosmilchreis1

CafeNuestro
Ich bin immer wieder so dankbar über kleine Fluchten, die einem den Tag retten können. Orte, wo einfach alles passt. Wo man schon beim Hereinkommen in einer anderen Welt ist, sieht, wie alles Doofe draussen vor der Tür bleiben muss, weil doofe Gedanken und Stress draussen bleiben müssen. Vor der Tür. Den ganzen Abend. Und der kann lang werden an solchen Abenden.
Wir hatten einen solchen Abend letztens nach einer Woche in der hier gar nichts mehr ging im Cafe Nuestro in der Rutschbahn 17 im Grindel. Frisch aus dem Sylt-Urlaub zurück stand hier alles Kopf. Und wir hatten keinen blassen Schimmer wo wir zuerst anfangen mit Ärmel hoch krempeln und klar Schiff machen. Der Abend im Cafe Nuestro hat uns eine kleine Atempause gegeben. Und uns fast vergessen lassen, wer draussen vor der Tür auf uns wartet. Zum Glück war die Tür aber mit einem dicken Samtvorhang versehen und man muss sich draussen vor der Tür gar nichts ansehen wenn man nicht will. Drinnen ist es mindestens genauso schön. An der riesigen Tafel hängen die übersichtliche Gerichte, die aber von allem etwas bieten. Und auch mal mit Ceviche überraschen. Und mit Fisch von der Steakkarte, dazu Beilagen nach Wahl und einem Traum von Millefeuille als Nachtisch. Der Service ist mehr als bemerkenswert: nie ein leeres Glas, es sei denn man will das so. Und wenn man nicht weiß was man trinken will, der freundliche Kellner weiß es ganz bestimmt.

Ich bin ganz verliebt in das Cafe Nuestro, in die schlichte und gemütliche Atmosphäre und in das Essen sowieso. Für mich ein absoluter Geheimtipp.

Zur Zeit läuft neben der normalen Abendkarte, die jedoch wechselt, noch der Hamburger Schlemmersommer. Immer wieder sonntags gibt es außerdem Wiener Schnitzel, das so lecker klingt, dass man aufpassen muss nicht in den Bildschirm zu beißen. Also am besten gleich einen Tisch reservieren.

Bis bald, liebes Cafe Nuestro, wie schön, dass wir uns kennengelernt haben!

Messloeffel_CB
Aus der Reihe „Schöne Dinge, die die Welt nicht braucht, das (Küchen)leben aber um Welten schöner machen“ – heute der Messlöffel von Cynthia Barcomi. Sieht aus wie ein Schlüsselanhänger, nur viel besser. Wenn ich backe, renne ich meistens 5-7 Mal zu der Besteckschublade weil mir ein Esslöffel, der Teelöffel, der Espressolöffel, etc. fehlt.
Als ich im letzten Jahr auf einem Workshop mit Cynthia Barcomi war, zauberte sie immer ihren persönlichen Schlüsselanhänger hervor, an dem natürlich keine Schlüssel hingen, dafür aber 4 Messlöffel hingen, die sie nacheinander in Mehl, Kakao, Zucker, und weitere Gläser und Verpackungen eintauchte und so mühelos ohne viel Gerenne am Tresen stand und erzählte wie toll doch diese Muffins werden, die sie gerade machte. Dafür hatte ich aber gar kein Ohr, denn ich schaute immer nur fasziniert auf dieses Ding in ihrer Hand, das sie nie weglegte. AUCH HABEN WOLLEN. Ich glaube, exakt das waren meine Gedanken dazu. Und so erklärte sie mir auf Nachfrage, dass sie ohne ihren Schlüsselanhänger (sowie ohne ihren Vanillewodka und ohne ihr Vanillesalz) nirgendwo hingeht. Weil so essenziell wichtig, dass ohne diese drei Dinge gar nichts läuft. Nachvollziehbar. Was für eine weise Frau – achso, kriegste in meinem Online Shop. Ach so. Na denn. zum Glück ist ja bald Weihnachten. Und was soll ich sagen? Ich glaube, der Weihnachtsmann hat selbst ein so’n Ding in seiner Küche. Jedenfalls muss er wohl ein Herz mit mir und meiner Küchenrennerei gehabt haben und mir unter den Weihnachtsbaum gelegt haben. Und heute, 7 Monate später? Ohne Scheiß: seitdem gibt es nicht einen Tag an dem ich das Ding nicht in der Hand hatte.

Wollt ihr auch? Ihr müsst gar nicht bis Weihnachten warten, gibt’s nämlich immer noch im Onlineshop.

Viel Spaß damit!

Picknick_HamburgerDeern
Jeden verdammten Sommer nehme ich mir eine Sache vor: einen Picknickkorb kaufen, an einem schönen Morgen in aller Herrgottsfrühe in der Küche stehen und leckere Dinge für den Tag zubereiten, die wir dann mit in den Stadtpark nehmen um dort unsere riesige Decke auszubreiten und hübsch gekleidet ein Picknick zu gestalten. Finde den Fehler. Und wie oft hat’s geklappt? Sagen wir mal so: dieses Picknick steht auf meiner Bucket List. Also, auf der Liste mit Dingen, die ich irgendwann mal getan haben möchte.
Woran es liegt? Fangen wir an: 1. In aller Herrgottsfrühe aufstehen. Mache ich nicht mal seitdem ich Kinder habe (Ein Segen! Diese Kinder schlafen bis 8 Uhr morgens!). 2. Auch wenn sie bis 8 schlafen, danach ist es vorbei mit der Ruhe. Zubereitung also nur unter Stress möglich. 3. Schöne Morgen, die auf ein Wochenende fallen, sind rar. Sehr rar. Ach, die gibt’s eigentlich nie! Und wenn, dann kommt immer irgendwas dazwischen. 4. Ich muss erst mal eine Decke kaufen. Und einen Hut.
Soviel dazu. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Irgendwann, und wenn ich 70 Jahre alt bin und wir uns jemanden rufen müssen, der uns hoch holt, von der Decke, weiß ich, dass ich an einem schönen Morgen in der Küche stehe, in aller Ruhe unser Picknick vorbereite und unsere Decke auf irgendeiner Wiese ausbreiten werde. Die Rezepte jedenfalls habe ich schon parat und habe sie für euch mal zusammengestellt. Viel Spaß beim nächsten Picknick!

Für Picknick-Streber, die schon morgens auf der Wiese sitzen und ihr Frühstück geniessen wenn alle anderen noch am vorbereiten sind: Overnight Oats, lassen sich schlauerweise schon am Abend vorher zubereiten, am nächsten Morgen nur noch frische Früchte drauf und ab geht’s.
Picknick_OvernightOats

Und auch dieser Beeren-Auflauf lässt sich schon am Tag vorher zubereiten. Wer den dann doch lieber warm isst, kann den ja am Morgen einfach fertig backen während man die Tasche packt.
Picknick_Beernauflauf

Sorgt für pure Abkühlung an einem heißen Sommertag: diese Erdbeer-Gurken-Gazapcho. Einfach ein paar Eiswürfel rein, dann bleibt sie auch beim Picknick schön kalt. Und dazu ein Baguette, frisch vom Bäcker geholt… das wird ein Tag!!!
Picknick_Gazpacho

Herrlich einfach und auch am Tag vorher zuzubereiten ist diese Blumenkohlpizza. Vorsicht, könnte etwas matschig werden, deswegen vielleicht doch besser am Morgen backen und am besten in einer Kuchenform transportieren. Aber dann ist sie der Knaller und jedes Picknick bekommt ein gesundes Fast Food Update.
Picknick_Blumenkohlpizza

Zu dem Baguette von oben passt nicht nur die Gazpacho sondern besonders gut wird das Baguette erst durch diese Lachspastete. Da wird der Stadtparksee glatt zur Nordsee!
Picknick_lachspastete

Ok, eigentlich ein Weihnachtsrezept – aber hey, wer sagt denn, dass man die nur im Winter essen darf? Den Apfel in diesen Ziegenkäse-Törtchen kann man auch super durch Pfirsiche ersetzen. So, hat hier jemand was von Weihnachten gesagt???!
Picknick_Ziegenkäse-Apfel-Törtchen

Ein bisschen Grün muss sein. Und weil das einer der Salate ist, die man super vorbereiten kann ohne dass das Grünzeug matschig wird, ist dieser Spargel-Erdbeer-Feta-Salat perfekt, perfekter, am perfektesten. Und wenn die Erdbeerzeit vorbei ist, schmeissen wir stattdessen Wassermelone rein. Hach, das Leben kann so einfach sein. Ach so, das Dressing nehmen wir trotzdem in einem extra Behälter mit, sicher ist sicher.
Picknick_Wassermelonensalat

Was darf bei einem Picknick nicht fehlen? Genau – der Nachtisch. Und was darf bei einem Hamburger Picknick nicht fehlen? Genau, die Rote Grütze. Nicht aus der Tüte, selbstgemacht. Sahne darf gekauft werden. Und fertig ist der Hanseatennachtisch.
Picknick_Rote-Grütze

Sommer hin oder her – auch an heissen Tagen muss nachmittags ein Stück Kuchen her. Am besten einer, der in sich stabil ist und gut einen Tag in der Hitze aushält. Immerhin sitzen wir ja schon ein seit ein paar Stunden hier, nicht wahr?! Empfehlung des Hauses fällt auf diesen saftigen und lockeren Pflaumen-Olivenöl-Kuchen, der nicht böse ist wenn er auf einmal zum Johannisbeer-, Kirsch- oder Aprikosenkuchen wird.
Picknick_Pflaumenkuchen

Jeder Tag neigt sich mal dem Ende zu, auch wenn er noch so schön war. Aber was geht über einen Sundowner, der dem Tag die Krone aufsetzt? Und was zaubern wir dann aus der Tasche: Diese Nüsse zum Knabbern. Fragt sich was zuerst weg ist: Die Sonne oder die Nüsse… am besten nehmt ihr ein bisschen mehr mit.Picknick_Nüsse

BananenChiaCake1
Kennt ihr das auch, Dutzende angefutterte Bananen Zuhause? Wir hatten eine Zeit in der eine Banane nach der anderen angeknabbert in den Mülleimer gelandet ist. Aber Gott sei Dank sind diese Zeiten jetzt vorbei. Nee, nicht weil die Mädels die Bananen komplett verputzen (eine von beiden mag nicht mal pure Bananen, trotzdem könnte man beim Blick in den Einkaufswagen denken wir beherbergen einen kleinen Schimpansen) sondern weil ich mir Alternativen gesucht habe zum Wegschmeissen. Und dafür musste ich nichtmal mein Köpfchen anstrengen, denn die Rezepte kommen allesamt aus dem Kochbuch von Bloggerin Nadia Damaso die den wunderbaren Bog Eat Better not Lesswie zum Beispiel dieser Bananen-Chia-Cake. Ein Knaller ist er, dieser Kuchen. Wirklich saftig, matschig, leicht süß und geht den ganzen Tag. Ob zum Frühstück oder Nachmittags zum Kaffee, für klein und groß. Ich habe den Kuchen jetzt direkt zweimal hintereinander gemacht, weil der so schnell aufgegessen war, so schnell konnte man noch nicht mal „Boah ist der lecker“ sagen. Das Herrliche an der ganzen Sache: der Kuchen ist komplett ohne Zucker und ausserdem laktosefrei. Könnt ihr also auch den ganz kleinen Kindern vorsetzen, sogar denen, die noch keine Milch bzw. noch Pre-Milch bekommen. Und keine Angst vor Chiasamen für Babies! Denn mit den Chiasamen im Kuchen tut ihr euren Kindern etwas richtig Gutes: Gerade in den ersten 24 Monaten ist der Bedarf an Omega 3 groß und Chiasamen enthalten eine Menge davon. Also: nie wieder Bananen wegschmeissen – aufheben und ab damit in den Teig!

P.S. Ich habe dieses Kochbuch so gut wie durchgekocht und habe inzwischen viele Lieblingsrezepte. Bananeneis ist nicht mehr wegzudenken aus unserem Frühstück, ebenso die Dinkelwaffeln am Sonntag, die vielen tollen Salatsoßen, die eurem Salat einen neuen Kick geben, das Dattelhummus, das wir so wegputzen könnten oder einfach nur die Idee heisst Beeren über das morgendliche Porridge zu kippen… ich liebe dieses Kochbuch sehr und kann es nur wärmstens empfehlen.

Für eine kleine Kastenform braucht ihr:
4 EL Chiasamen
2 reife Bananen + 1 Banene zum oben drauflegen
150ml Mandelmilch
1 EL Honig (wenn Babies mit essen, könnt ihr gerne auf Ahornsirup, Dattelsirup zurückgreifen oder die Süße ganz weglassen und nach dem Backen euer Stück mit Honig beträufeln)
1 EL Kokosöl
1 EL Mandelbutter
2 EL + 100g gemahlene Mandeln
2 EL Reismehl
1 TL Backpulver
1 T Backpulver
1 EL Kokosmehl (ich habe Raspel verwendet)
1 Prise Salz
1 Handvoll Haferflocken

Bananen in eine Schüssel geben, zerdrücken und Chiasamen, Milch, Honig, Kokosöl und Mandelbutter dazugeben, gut verrühren und eine Stunde stehen lassen. Die Chiasamen saugen die Flüssigkeit auf und sollten mindestens das doppelte Volumen erreichen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen, die Kastenform mit Backpapier auslegen. Die restlichen Zutaten in die Schüssel geben und verrühren. Den Teig in die Cakeform geben, die Banane der Länge nach halbieren und auf den Kuchen legen. Mit den Haferflocken bestreuen und im Ofen für ca. 35-40 Minuten backen. Herausnehmen, abkühlen lassen und servieren.

*Mohltied*

BananenChiaCake2 BananenChiaCake3

HHDeern-Mohnblini
Der aufmerksame Leser wird höchstwahrscheinlich mitbekommen haben, dass wir des ein oder anderen Sonntages gerne Pancakes essen. Ok, jeden Sonntag. Jeden verdammt-herrlichen Sonntag gibt es hier einen anderen Pancake, getarnt als „Die Suche nach DEM Pancakerezept“. Und da gab es bereits viele Sonntage, an einigen waren die Pancakes in Ordnung, an anderen so lala (die werden dann in reichlich Früchten, Joghurt, Sirup und Nutella ertränkt) und dann gibt es da so Sonntage, die sind ein echtes Highlight. So wie am letzten Sonntag. Da gab es nämlich Zitronen-Mohn-Blini. Ich weiß nicht wie lange das Rezept aus der Brigitte schon hier liegt. Im Nachhinein: völlig zu Unrecht! So wunderbar fluffig und warm im Bauch, nicht zu trocken und der Erinnerung an Germknödel… ich glaube, die gibt es hier nächste Woche wieder. Hat ja auch die ganze Familie was von. Happy Kids, happy life oder wie war das?

Ach so, und alle ängstlichen Mamas kann ich beruhigen wegen des Mohns: der hat keine Auswirkungen auf die Kinder. Von glücklichen Kinderaugen mal abgesehen.

Mohltied!

Für 16-18 Blinis:
250g Dinkelmehl
45g Mohn (gemahlen) oder Dampfmohn (aus dem Bioladen)
20g frische Hefe
250ml Mandelmilch
80g Zucker (ich verwende Kokosblütenzucker, Honig ginge aber auch)
1 Zitrone
2 Eier
1 Prise Salz
Öl oder Butter zum Backen (ich habe Kokosöl verwendet)

Für den Teig das Mehl und den Mohn in einer Schüssel mischen und in die Mitte eine große Mulde drücken. Hefe in die Mulde bröckeln. Milch lauwarm erwärmen und 4 EL davon sowie 2 TL Zucker in die Mehlmulde gießen. Den Muldeninhalt mit etwas Mehl vom Rand zu einem Vorteig verrühren. Schüssel mit einem Küchentuch zudecken, Vorteig etwa 10 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Die Zitrone heiß abspülen, trocken tupfen und die Schale fein reiben. Restliche Milch und Zucker, Eier, Salz und Zitronenschale zum Vorteig geben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Nochmals abgedeckt an einem warmem Ort für 30 Minuten gehen lassen.
Etwas Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, jeweils 1-2 EL Teig in die Pfanne geben, sodass ihr 4 Blinis gleichzeitig backen könnt. Sobald der Teig Blasen wirft, umdrehen und kurz weiterbacken, herausnehmen und servieren.