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Archiv für den Monat Mai 2016

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Quelle: http://www.baby.co.uk/life_and_home/fab-birthday-cakes-for-first-birthdays/

 

So langsam rückt der zweite Geburtstag meiner Mädels näher und ich frage mich was ich ihnen (und uns – ups, aber nicht weitersagen!) dieses Jahr für einen Geburtstagskuchen zaubern kann. Die Möglichkeiten reichen von super easy Pfannkuchen-Erdbeertorte bis hin zu einem mit Smarties oder Erdbeeren gefüllten Überraschungskuchen. Da ich aber nicht die Geduldigste bin und ich am liebsten so „quick-and-dirty“-Kuchen habe, an denen man nicht groß rumfummeln muss damit sie schön aussehen, kann es also auch durchaus sein, dass ich spontan bei Willi von Willies Wonderful Cakes einfalle und für jede einen kleinen Geburtstagskuchen kaufe.

Für alles von euch, die in diesem Jahr selbst backen möchten, ob für das eigene Kind, Patenkind, Neffe/Nichte, Mama, Papa,… – ich habe euch hier mal ein paar tolle Kuchen und Torten herausgesucht, die allesamt lecker aussehen, findet ihr nicht? Und wer noch mehr Inspirationen braucht, findet auf meinem Pinterest Account noch mehr Ideen für einen spitzen Kindergeburtstag.

In diesem Sinne: Feiert schön!

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Quelle: http://www.handmadecharlotte.com/polka-dot-inside-birthday-cake/

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Quelle: http://www.confessionsofacookbookqueen.com/cookie-monster-cake/

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Quelle: http://frollein-pfau.blogspot.de/2015/05/mmi107-rezept-pfannekuchentorte.html?m=1

Marble Cookie Dough Muffins
Marble Cookie Dough Muffins. Also, Marmor Muffins mit einem Keks im Kern. Das Rezepzt gibt es via http://www.pink-e-pank.de/2015/06/24/cookie-dough-marmor-muffins-mit-mr-tom-streuseln-vegan/
Anmerkung: Für Kinder würde ich die Mr. Tom-Streuseln weglassen!

S'mores
Waren der Knaller auf dem letzten Geburtstag: S’mores! Dafür einfach einen Marshmallow auf einen Butterkeks legen, darauf ein Stückchen Schokolade, kurz in den Backofen bei 150 Grad backen, einen zweiten Keks obendrauf, fertig. Ich kann gar nicht sagen wer diese Kekse mehr liebt, die kleinen oder die ganz großen Kinder…

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Quelle: http://www.sugarhero.com/ice-cream-sundae-cake/

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Quelle: http://malamue.blogspot.de/2014/04/pow-wow-geburtstag-fur-kleine-manner.html

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Quelle: https://www.oetker.de/rezepte/r/surprise-inside-cake.html

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Quelle: http://www.sugarhero.com/chocolate-dipped-frozen-bananas/

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Was für ein Knallerwochenende! Erst haben wir uns den Bauch mit Waffeln vollgehauen auf dem Foodmarket von der Marktzeit, die im Sommer vor die Rindermarkthalle zieht.
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Also auch am nächsten Wochenende könnt ihr dort viele tolle Stände besuchen, wie zum Beispiel auch Anna von gleem, die immernoch ihre Crowdfunding am laufen hat. Wer bei ihr Pralinen kauft, unterstützt damit also direkt die Kampagne! Am Sonntag haben wir Mädels der Familie dann den mint & berries flower market in den Schanzenhöfen besucht. Viel zu voll, aber trotzdem wunderschön mit vielen tollen Blumenständen, einem Lieblingsstand von Willis Wonderful Cakes, der ganz tollen Kuchen to go im Angebot hatte.
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Und anschließend zog meine Mama noch einen Knaller aus der Tasche: Eine leckere Rhabarbertarte. Mit lustigen Baiserhauben obendrauf und einem leckeren Schokoboden untendrunter. Das Rezept findet ihr hier. Manchmal sind es eben die einfachen Dinge, die einen glücklich machen.

Und wie war euer Wochenende?

SmoothieBowl
Ehrlich, ich hatte keine Ahnung. Ich dachte wirklich: „Ok, diese grüne Suppe kann nicht lecker sein. Aber hey, lass uns was mal wieder was Neues ausprobieren. Im Zweifel machste‘ danach einfach Pfannkuchen. Geht ja schnell.“ Die Rede ist von der Smoothie Bowl aus der aktuellen Sweet Paul. Jetzt mal ganz im Ernst: Gesunde Küche hin oder her. Aber zum Frühstück Gemüse? Eine grüne Pampe – und um die Braut aufzuhübschen, schmeißt man noch ein paar Erdbeeren, Chiasamen und Müsli rauf. Sorry, da bin ich raus. Gemüse zum Frühstück gibt’s hier nur in Form von Avocado Toast (obwohl das ja eigentlich eine Frucht ist), verkleidet im Omelett oder als süße Kürbiscreme im Porridge (ja, das schmeckt!). Spinat zum Löffeln, nein danke. Jahaaaaa… wenn denn da nicht der Gedanke wäre „ach komm, lass uns was Neues machen“. Also – gesagt getan. Gibt es jetzt hier mindestens einmal die Woche. Und ist so lecker, dass ich beim ersten Mal kaum etwas abbekommen habe weil zwei kleine Monster sich auf mein Frühstück gestürzt haben. Für mich gab es dann Kinderporridge.

Wollt ihr auch? Kleiner Tipp: Macht die doppelte Menge, dann reicht es für alle hungrigen Mäuler.

Hier das Rezept für 2 Portionen:
100g Babyspinat
50g Erdbeeren
1 gefrorene Banane (alternativ geht auch eine Banane und ein paar Einwürfel)
1/4 Avocado
240ml Kokosmilch
1 TL Mandelbutter
Topping nach Wahl, z.Bsp. Müslu, Chiasamen, Erdbeeren, Kakaonibs, Bananenscheiben, Hanfsamen,…

Gemüse und Obst waschen, putzen bzw. schälen und alle Zutaten bis auf die Zutaten für das Topping in einen Mixer geben und für ca. 1 Minute durchmixen bis ein cremiger Smoothie entsteht. In kleine Schalen füllen, mit den Toppings garnieren, sofort servieren.

*Mohltied*

Lachsburger
Wie geht das Rezept für einen tollen Sommerabend? Genau, man holt sich den Süden nach Hause. Am besten in Form von frischem Fisch, dazu etwas Salat, ein Gläschen Wein und die Sache läuft. Nachdem ich euch hier bereits das ultimative Zitronenhähnchen vorgestellt habe, gibt es nun eine fischige Variante, das genauso gut für die ganze Familie funktioniert. In diesem Fall sogar für die ganz Kleinen, denn die können super an dem Burger Bun nuckeln. Und wenn die Kinder glücklich sind, ist der Abend ja noch geritzter als sowieso schon, oder?
Wir hatten am Wochenende Freunde zu Besuch, heisst im Klartext: 4 Erwachsene, 3 Kinder im Alter von Eindreiviertel bis 3,5. Und was soll ich sagen? Kinder glücklich, Abend geritzt. Das Wetter hätte besser sein können, damit das richtige Sommerfeeling aufkommt. Aber so haben wir uns einfach den Sommer dazu gedacht und Spaß gehabt und gemeinsam ein Burger-Festessen zelebriert.
Wollt ihr auch? Könnt ihr haben, das Rezept kommt hier:

Kleine Anmerkung vorab: Die Burger Buns sind die gleichen wie hier. Und wer keine Lust hat, die selber vorzubereiten, der kauft einfach kleine Brioche Brötchen und backt die kurz auf.
Und wer sich einen Sommerabend aussucht, der kann die Lachsfrikadellen und die Brioche natürlich auch auf dem Grill braten.

Für 12 Burger:
1kg Lachs
100g Räucherlachs
1/2 Bund fein gehackter Dill
Abrieb einer Zitrone
einige Gurkenstreifen
Röstzwiebeln
1/2 Becher Schmand
2 TL Dijonsenf
Pfeffer
Butter

Den Lachs in kleine Würfel schneiden, den geräucherten Lachs in Streifen schneiden. Beides mit dem Dill, der Zitronenschale, 1 TL Senf und Pfeffer in einem Mixer oder einem Pürierstab grob zerkleinern, mit feuchten Händen kleine Frikadellen formen und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
Butter in einer Pfanne schmelzen und die Fischfrikadellen darin rundherum braten. Die Gurke mit einem Sparschäler in feine Scheiben schneiden. Aus dem Schmand, 1 TL Senf, Salz und Pfeffer eine Soße anrühren.
Die Brioche aufschneiden, mit der Soße bestreichen, mit der Frikadelle belegen, wieder mit der Soße bestreichen, mit Röstzwiebeln und den Gurken belegen und mit der zweiten Briochehälfte abschließen. Sofort servieren.

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Um es gleich vorweg zu nehmen: was das Thema Macarons und Torten angeht, bin ich eine verwöhnte, verzogene Göre. Seitdem ich Macarons in Belgien, frisch gemacht und eisgekühlt aus der Theke von Pierre Marcolini gegessen habe, gibt es so ziemlich keinen Macaron, der mir schmeckt, der mir fluffig genug ist, den perfekten Biß hat und einen nicht mit dem Zuckergeschmack übertönt. Ich muss dazu sagen: Ein großer Macaron-Fan bin ich eh nicht. Also wenn ich dafür schon mal Geld ausgebe (meistens für meinen Mann), dann muss der auch was können.Um auch gleich was zu beichten: Von Willi, der eine kleine Konditorei in Eppendorf betreibt, angesprochen wurde ich per Mail. Ich bin also nicht selber auf ihn aufmerksam geworden. Wie gesagt… Torten und Macarons sind nicht mein Liebstes und Eppendorf/Ecke Osterstraße auch nicht unbedingt meine Laufstrecke. Umso mehr habe ich mich aber über die Mail von Willi gefreut in dem er fragte ob ich nicht Lust hätte ihn vorzustellen. Also bin ich schnell hingefahren, hab Macarons für den Spielplatz geholt und zack, ich war die Königin des Spielplatzes. Und natürlich die beste Mutter der Welt (fanden die Kinder, die anderen Mütter haben mich wahrscheinlich gehasst…). Außerdem war ich am nächsten Tag auch noch die beste Ehefrau der Welt. Da waren die Macarons nämlich immer noch wie frisch gemacht und so lecker wie in Belgien. Fazit: Manchmal muss man eben mit der Nase drauf gestoßen werden und alles selber machen ist ja nun auch irgendwie so 90er…WillisCakes1

So, und nun  haltet euch fest: Willi ist tatsächlich Ur-Hamburger. Und ich freue mich wie Bolle euch die erste männliche und waschechte Hamburger Perle zu präsentieren. Ach so, wer ist Willi? Das erzählt er euch am besten selbst.

Hallo Willi, wie hübsch und gemütlich Du es hier hast… warum braucht man um Himmels Willen mit 27 Jahren einen eigenen Laden? Oder ist das eine Familientradition?

Nein, meine Familie hat, so weit ich weiß nichts mit Konditorei zu tun. Ich hab einfach sehr früh angefangen zu backen. Das erste was irgendwie an eine Torte heran kam, war so eine Zitronenroulade zum, ich glaube, 49. meines Vaters.
Danach wurden die Torten schwieriger und größer.
Warum eine eigene Konditorei? Ich bin jemand, der Sachen einfach macht. Ich zerdenke gerne alles, aber ich gehe auch gerne Mal ein Risiko ein. Für mich war die Frage was ich zu verlieren habe, und ich wusste keine Antwort darauf.
Das Geheimnis für mich ist einfach klein Anfangen, kein großes finanzielles Risiko aufnehmen und wenn es schief geht, geht es eben schief. Besser jung scheitern und wieder aufstehen als gar nicht erst Versuchen. Wie viele Menschen haben einen Traum, verfallen in ihren Alltagstrott und glauben dann mit 40-50 das es zu spät ist, nochmal von vorne anzufangen.
Und so habe ich mein Studium nach 5 Semestern sein lassen und bin ich eine Lehre gegangen.
Wie toll, wenn man so früh schon weiß was man will. Andere haben keinen Plan, studieren ewig und sind mit 30 immer noch auf jeder Party… (HAHA – aus mir spricht nur der Neid). Aber wusstest Du auch schon so schnell, dass Du hier Dein eigenes kleines Stück Frankreich errichtest?
Es war keine Bewusste Entscheidung, Frankreich nach Hamburg zu holen. Ich habe familiär bedingt, ein sehr gutes Verhältnis zu Frankreich und natürlich lässt mich die französische Patisserie nicht unbeeindruckt. In Frankreich haben die Menschen einfach ein anderes Verhältnis zu Essen, und eben auch zu Süßem. Essen muss gut sein. Wenn man essen geht, dann darf es auch mal was kosten. Gemüse wird auf dem Markt gekauft. Das was bei uns so langsam wieder aufkommt war in Frankreich nie weg. Essen ist regional, man kennt das Steak mit Namen.
Hast Du eine persönliche Lieblingstorte?
Das ist keine leichte Frage. Ich mag super gerne eine leckere Himbeer-Sahnetorte. Gerne mit ein paar Baiserbröseln.
Auch eine Schoko-Sahnetorte mit einer tollen Schokolade ist immer lecker. Frische Erdbeeren mit einer Deutschen Buttercreme sind ein Traum als Torte. Wichtig sind dabei die Zutaten. Erdbeeren gehen eben nur, wenn sie in Deutschland reif sind. Alles andere kann man meiner Meinung einfach gleich lassen. Den Geschmack machen vor allem die Zutaten. Das was Übung braucht ist die Form, Konsistenz und Stabilität. Natürlich kann man mit viel Zucker und Aromen auch einigermaßen leckere Torten machen, aber niemals richtig gute.
Ich habe ja mal Hochzeiten organisiert und träume bis heute noch davon, als wir mit einer Sondergenehmigung für das Befahren der gesperrten Elbchaussee ein Hochzeitstorte ausliefern mussten. 35 Grad Außentemperatur, im Auto eiskalte 8 Grad. Der Polizist, der an der Absperrung stand, hat uns für komplett bescheuert erklärt. Ich hatte Panickattacken ob die Torte jemals heil ankommt… hast Du sowas auch oder bist Du immer ne coole Socke?
Tortenlieferungen sind tatsächlich kein Vergnügen. Ich mache auch gerne mal einen Umweg, wenn das Navi mich durch eine Kopfsteinpflasterstraße schicken will. Richtig nervös bin ich geworden, als ich eine Croque en Bouche für 130 Personen machen durfte. Croque en Bouche ist eine französischer Hochzeitstortenklassiker. Dabei werden Windbeutel mit Karamell zu einem Turm aufgebaut. Als ich die „Torte“ aus dem Kühlschrank ins Auto laden wollte, war sie eingestürzt. Da war auch nichts mehr zu retten. Kurz habe ich gedacht, ich wäre im falschen Film oder würde träumen. Zum Glück musste die Torte erst abends geliefert werden, ich hatte einfach schon morgens liefern wollen weil ich immer gerne einen Puffer habe.  Diesmal hat es sich gelohnt. Ich musste also 130 neue Windbeutel backen, die Füllung neu kochen, füllen, Karamell kochen und Aufbauen.
Zum Glück habe ich eine tolle Freundin, die das Tagesgeschäft übernommen hat, während ich, mit Back-, Ruhe- und Abkühlzeiten in knapp 8 Stunden einen neuen Croque en Bouche aufgebaut habe. Natürlich musste die Torte dann noch ne knappe Stunde Fahrzeit auf sich nehmen. Da bin ich wirklich fast gestorben… Am Ende ist alles gut gegangen. Die Torte kam heil an und ich habe eine Menge dabei gelernt.
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Boah, ich glaub ich wäre tausend Tode gestorben! Hast Du mal überlegt alles hinzuschmeissen?
Regelmäßig. Aber immer nur ganz kurz. Ich glaube das gehört einfach dazu. Normalerweise geht das nach ein paar Minuten wieder vorbei. Spätestens am nächsten Tag ist die Welt wieder rosig.
Na dann ist ja gut. Sag mir bitte Bescheid wenn es Mittags nicht wieder weg ist, dann muss ich mich vorher mit Macarons eindecken. Verrätst Du uns noch ein Nummer-Sicher-Rezept? Nur für den Fall, das mal wirklich eine Torte zu Bruch geht?
Klar! Sahne mit Sahnesteif und etwas Zucker (je nachdem wie süß man selber schon ist. Ich denke 100g sind eine gute Orientierung) aufschlagen. Ca. 800ml für eine 26er Torte. Den Biskuit 2 mal längs aufschneiden. Gefrorene Himbeeren (auch wieder nach Geschmack, ca 300g) und Baisertropfen zerbröselt unter die Sahne heben.
Heutzutage ist ja so ein „Naked Cake“ auch salonfähig, das macht das ganz viel einfacher. Also einfach die Sahne auf den Untersten Biskuitboden, Bis zum Rand streichen und weiter Stapeln. Als Deko kann man Himbeeren und die Baisertropfen nehmen, dann braucht man nicht mal Sahnetupfen aufzudressieren.

Die Torte Schmeckt super lecker und ist für jeden zu schaffen. Den Biskuit bekommt man zur not auch beim Konditor seines Vertrauens. Der schneidet den bestimmt auch schon auf. Ich würde die Torte heute etwas anders machen, aber das ist ist die einfachste Variante.

Vielen Dank, Willi!

Und noch eine Beichte zum Schluss: ich bin ja eigentlich ein großer Selbermachen-Fan. Aber in diesem Jahr überlegt ich ernsthaft, dass die Geburtstagstorte der Mädels in diesem Jahr das Prädikat „Made by Willi“ trägt. Und die für meinen Mann vielleicht auch…

Credits: www.willis-cakes.de

Mitsegeln_Bodensee
Ganze 8 Jahre hat es gedauert bis das wunderschöne Konstanz und ich uns wiedergesehen haben. Nicht das wir Streit hatten, es hat sich irgendwie nur nicht ergeben. Weil: ist von Hamburg aus ganz schön weit weg. Und mit Kindern irgendwie noch weiter als ohnehin schon. Umso mehr habe ich mich gefreut, als wir endlich unser Hochzeitsgeschenk unserer Freunde einlösen konnten und über Frankfurt, mit einem Stop im Libertine by Lindenberg endlich mal wieder ans andere Ende von Deutschland gefahren sind um ein paar wunderschöne Tage zu verbringen. Passend zu unserer Frühlingsstimmung kündigte der Wetterbericht Regen, Schnee und Werte unter 10 Grad an. Aber Konstanz wäre nicht Konstanz wenn es dem Wetterbericht nicht mal kurz zeigen würde was es so hält von Vorhersagen und das überraschte uns mit viel Sonne, viel blauem Himmel und ganz viel frischer Luft
Für alle, die sich jetzt fragen, warum um alles in der Welt man nach Konstanz an den Bodensee fahren sollte wenn doch der Weg nach Nord- oder Ostsee nur eine Stunde von Hamburg entfernt ist: Weil es wunderschön ist. Weil es so herrlich entspannt ist. Weil man gefühlt schon in der Schweiz ist. Und wenn man will, nicht nur gefühlt sondern auch wirklich. Die grüne Grenze ist fußläufig zum Bahnhof und in einer knappen Stunde ist man in Zürich oder St. Gallen.
Und weil Konstanz herrlich klein ist, man alles zu Fuß erledigen kann, ob shoppen, segeln oder frühstücken. Letzteres kann man übrigens ganz wunderbar im pano, einem tollen Café, das neben Frühstück auch noch Eis, sensationelle Kuchen, hausgemahlenen Kaffee und eine feine Mittagskarte bietet. Schmökern, kann man in den unendlichen Kochbüchern oder einfach am Fenster sitzen und Menschen beobachten.
Wer nach einem tollen Appartement sucht, der klickt bitte hier. Unsere Freunde Susanne und Udo haben eine wunderschön eingerichtete und sensationell zentrale Ferienwohnung, in der man sich mit 2 Personen für kurze Zeit wie Zuhause fühlt. Platz für ein bis zwei Kinderbetten ist auch noch. (Beeilt euch mit der Buchung, die Wohnung ist so gut wie ausgebucht für dieses Jahr!)
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Die Wohnung ist noch relativ neu und wahnsinnig gemütlich. Das macht nicht nur die alte Konstanzer Stadtmauer, die bewusst freigelegt wurde sondern auch der offene Wohn-, Koch- und Essbereich mit eigener Terrasse. Ausser diesem Bereich gibt es noch einen, dank Schiebetür, abgetrennten Schlafbereich, sodass man – wenn man mit Kindern anreist, diese da wunderbar parken kann und einen herrlichen Abend auf der Terrasse oder im Wohnbereich verbringen kann. Fußläufig erreicht man von hier aus alles. Zum Beispiel die großartige Sneaker Bar mit dem besten Kaffee der Stadt. Und einer großartigen Auswahl an Sneakern, Mützen und Magazinen.
SneakerBar

Ihr wisst nicht, was ihr mit dem Tag anstellen sollt?

Bei schönem Wetter (und das ist in Konstanz eigentlich immer), lohnt sich ein Ausflug auf die Blumeninsel Mainau. Dort kann man, gerade mit Kindern, wunderbar einen ganz Tag verbringen. Für alle, die sich den Bodensee gerne etwas genauer ansehen möchten: meldet euch doch einfach bei unserem Freund Udo – der nimmt euch bestimmt gerne mit auf seinem Segelboot, das er für halbe, ganze oder mehrere Tage zur Verfügung stellt. Udo selbst ist, glaube ich, schon so ziemlich überall gesegelt und zeigt euch den Bodensee von seiner schönsten Seite. Bei Interesse, klickt euch doch einfach mal auf seine Seite.
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Keine Lust auf Wasser? Dann bummelt doch einfach so ein bisschen durch Konstanz oder macht einen Ausflug in die Schweiz. Und kauft in jedem Fall Schokolade! Die Beste gibt es Läderrach. Achtung, Suchtgefahr.
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Und, Lust auf Urlaub? Wo fahrt ihr denn als nächstes hin?

Zitronenhähnchen
Wenn der Sommer auf einmal da ist, muss es schnell gehen. Keine Zeit mehr, die Terrasse startklar zu machen, den Grill zu putzen, Grillgut zu kaufen und schon gar keine Lust stundenlang in der Küche zu stehen. Bei dem Wetter – pah! Wer will das schon? Wenn die ersten Sonnenstrahlen kommen, dann will ich raus. Dann hält mich nichts in der Küche. Wer weiß, wie lange der Sommer noch anhält?
Bei wem für die nächsten Tage bzw. Abende als Tagespunkt „Sommer geniessen“ ganz hoch im Kurs steht und keine Lust hat den Vorgeschmack auf Sommer im Supermarkt und in der Küche zu verbringen, für den habe ich hier ein superfixes Sommerrezept für die ganze Familie, das wunderbar nach Sommer schmeckt und nach dem sich die ganze Familie die Finger leckt. Darf nämlich mit den Fingern gegessen werden. Und bei dem sich keiner beschwert, dass der Grill kalt bleibt.
Ihr bekommt spontan Besuch? Mein Tip für den Sommer: einfach mal ein paar Hühnchenkeulen und Wings einfrieren und schon seid ihr gerüstet für ein entspanntes Familienessen auf dem Balkon oder im Garten – oder auch für den nächsten Überfall von Freunden (mit Kindern), der dann hoffentlich in einer laaaaaaangen Sommernacht endet. Vielleicht mit ein bisschen Wein dazu…

Also, ich bin dann mal wieder draussen.

Hier das Rezept für 4 Personen (Achtung, bei diesem Rezept werden kleine Esser schnell zu ganz großen! Also lieber etwas mehr einplanen):

4 Hähnchenkeulen
2 + 6 EL Olivenöl
1 Zitrone
2 Zwiebeln
1 TL Honig
800g französische Kartoffeln (können mit Schale gegessen werden, für die Kinder aber am besten schälen)
1 Zweig Thymian
1 TL Senf
Meersalz, Pfeffer

Den Ofen auf 180Grad vorheizen
Die Hähnchenkeulen waschen, trocken tupfen und auf ein sauberes Backblech legen. Mit 2 EL Olivenöl bestreichen und ordentlich salzen und pfeffern. Für die Kinder aber vielleicht nicht ganz so stark würzen (am besten macht ihr eine „Kinderecke“ auf dem Blech).
Die Zitrone waschen, trocken tupfen, halbieren. Eine Hälfte in Scheiben schneiden, von der anderen Hälfte die Schale abreiben und den Saft auspressen. Saft und Schale in eine große Schüssel geben. 6 EL Olivenöl, Honig und den Senf dazugeben. Thymian waschen, Blättchen abzupfen und ebenfalls dazugeben, salzen und pfeffern. Zwiebeln schälen, in schmale Spalten schneiden.
Die Kartoffeln für die Kinder schälen. Den Rest der Kartoffeln waschen. Je nach Größe, die Kartoffeln halbieren oder vierteln. Erst die „Kinderkartoffeln in die Soße geben, herausfischen und in die „Kinderecke“ des Blechs legen. Dann die restlichen Kartoffeln und die Zwiebeln in die Schüssel geben und gut verrühren, dann alles auf das Blech geben. Den Bereich der Erwachsenen nochmals ordentlich würzen, dann für 45 Minuten auf die zweite Schiene von unten in den Ofen schieben, am Ende nochmals 3 Minuten unter Grillfunktion auf der obersten Schiene backen.

Wer mag, gibt für die Erwachsenen auch Gambas, Pimientos, oder etwas Chili dazu.

*Mohltied*