Archiv

Archiv für den Monat Juli 2015

IMG_0441
Wie gerne würde ich meinen Mädels heute ihren Lieblingskuchen backen. Zu ihrem ersten Geburtstag. Allerdings habe ich keine Ahnung welchen Kuchen die beiden am liebsten essen. Die beiden wahrscheinlich auch nicht. Und das ist – in Anbetracht der Tatsache, dass die beiden heute ihren ersten Geburtstag feiern, auch nicht schlimm. Denn zum einen haben sie, zum Glück, noch nicht die ganze Bandbreite der Kuchen kennengelernt (obwohl mein Papa stark daran arbeitet ihnen sämtliches Süßzeugs so schnell wie möglich Nahe zu bringen), zum anderen essen sie eher wahllos. Zumindest was Kuchen, Kekse und Eis angeht.
Also werde ich die nächsten Jahre damit verbringen herauszufinden welcher Kuchen ihr Lieblingskuchen sein wird. Und ich freue mich schon jetzt auf den Tag an dem sie sagen: „Mama, mein allerliebster Lieblingskuchen ist xy, den wünsche ich mir zum Geburtstag.“ Hoffen wir, dass es keine Buttercremetorte ist.
Bis das also herausgefunden ist, stelle ich euch einfach meinen Geburtstagskuchen vor. Keine Ahnung seid wann es den gibt an meinem Geburtstag. Gefühlt schon ewig. Und gefühlt ist das der leckerste Kuchen der Welt. Egal wohin ich den mitgeschleppt haben, der war immer der Kracher. Achso, ihr wollt bestimmt auch wissen was das für’n Kuchen ist. Easy Peasy. Eine Schokocrossi-Torte. Ehrlich, es gibt nichts Besseres. Mama, danke für diesen Kuchen. Dafür, dass ich einen Kuchen MEINEN Kuchen nennen kann. Und wir sofort wissen was damit gemeint ist. Danke, dass Du ihn jedes Jahr für mich gebacken hast. Und Dich immer noch jedes Jahr dafür in die Küche stellst. Manchmal auch zweimal. Danke, dass Du mich jedes Jahr damit verdammt glücklich machst. Wenn ich meine Mädels mit so einem Kuchen, der nach so viel mehr schmeckt als nach Pfirsichen, Schokocrossis und Sahne, nämlich nach Zuhause und glücklicher Kindheit, irgendwann genauso glücklich machen kann, dann weiß ich: alles richtig gemacht.

Happy Birthday, Mädels.


Hier das Rezept:

1 Tortenboden (Rührteig)
500ml Sahne
1 Packung Sahnesteif
1 Dose Pfirsiche
1 Packung Schokocrossis

Den Tortenboden abkühlen lassen. Sahnesteif zur Sahne geben, steif schlagen. Pfirsiche abtropfen lassen, in kleine Stücke schneiden. Schokocrossis ebenfalls in kleine Stücke hacken und bis auf eine Handvoll zur Sahne geben, ordentlich durchrühren. Auf dem Tortenboden verteilen, mit den restlichen Schokocrossis bestreuen, Kerzen rein – fertig.

P.S. Hebt euch UNBEDINGT ein Stück für den nächsten Tag auf. Richtig durchgezogen frisch aus dem Kühlschrank schmeckt er fast noch besser!
IMG_0428
IMG_0429 IMG_0433 IMG_0431
IMG_0439 IMG_0440

IMG_5505
Da schau an, Mr. Jamie Oliver hat das Rezept kreiert. Wusste ich nicht, aber bei meiner Recherche festgestellt. Ich habe das Rezept für diesen Salat das erste Mal bei Klitzeklein gesehen und mich sofort verliebt. Obst und Käse im Salat – her damit! Besonders wenn es Pfirsiche sind. Und Ziegenkäse geht ja sowieso immer.
Also, dann mal schnell ran an’s Mittagessen. Lasst es euch schmecken und geniesst den Sommer (auf dem Teller)!

Für zwei Portionen Salat:
1 Bund Rucola
1 Zitrone
4 EL Olivenöl
1 TL Honig
1/2 TL Chilliflocken
Salz, frischer Pfeffer
5 Weinbergpfirsiche
125g Ziegenkäse
6 Scheiben Parmaschinken

Rucola waschen und trocken tupfen. Die Zitrone auspressen. 2 EL Zitronensaft mit Olivenöl und Honig verquirlen. Das Dressing mit Salz, Pfeffer und Chilliflocken abschmecken. Den Rucola mit dem Dressing vermischen, Pfirsiche in Spalten schneiden, Ziegenkäse zerkrümeln, alles zu dem Salat geben. Parma darauflegen – fertig!

*Mohltied*

IMG_5500
IMG_5502

IMG_0745
Ok, ich weiß – die Rhabarberzeit ist längst vorbei. Das ist der Haken an diesem Beitrag. Aber: Ich und Improvisation – wir sind SO (Mittelfinger über den Zeigefinger). Deshalb – und das ist das gute an diesem Beitrag – kann man gut und gerne auf Rhabarber verzichten und stattdessen sämtliches anderes Beerenzeugs nehmen. Erdbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren, Brombeeren… von mir aus auch Stachelbeeren. Ach – oder esst den Milchreis doch einfach pur. Mit Zimt und Zucker. Oder haut euch da Nussmus drauf. Völlig egal – Milchreis geht im Sommer immer. Also – IMMER! Auch zum Mittag. Und zum Abendbrot. Ich könnte töten für Milchreis. Darf man das schreiben? Naja, also ich würde einiges für Milchreis geben. Besonders für den von meiner Mama. Der ist nämlich extrem fluffig. Und locker. Gar nicht so schwer und schmeckt irgendwie leicht (das ist der zweite Haken an diesem Beitrag. LEICHT, ist vielleicht das Gewicht der Sahne, die in den Milchreis kommt nachdem sie aufgeschlagen wurde. Ansonsten ist hier gar nichts leicht. Und nach einem Teller Milchreis solltet ihr euch ne Schwimmeinheit gönnen). Aber Hand auf’s Herz – so ein Eis am Nachmittag ist auch nicht besser. Also: Lasst das Eis schön anderen armen Menschen, die keinen Milchreis bekommen und lasst es euch schmecken! Mohltied!

Für eine groooooße Schüssel Milchreis braucht ihr:
Eine Packung Milchreis, ich habe diesen hier von Reishunger verwendet
1 Vanilleschote oder 2 Kapseln Kardamom
250ml Sahne

Für den Rhabarber-Kompott:
750g Rhabarber
1 Orange
120g Zucker
1 Vanilleschote
1 Handvoll getrocknete Aprikosen

Den Milchreis nach Packungsanweisung zubereiten. Wenn der fertig ist, in einer großen Schüssel abkühlen lassen, Vanilleschote auskratzen und das Mark unter den Milchreis rühren. Mein Favorit ist jedoch Kardamom. Da kann Vanille einpacken. Einfach 2 Kardamomkapseln knacken, zermahlen (am besten im Mörser) und unter den Milchreis rühren. Wenn der Milchreis vollständig abgekühlt ist, die Sahne schlagen und vorsichtig unter den Milchreis heben.
Für das Kompott den Rhabarber schälen und in Stücke schneiden. Die Orange heiß abwaschen und ein Stück Schale abschälen. Diese dann mit Zucker, der Vanilleschote und dem Rhabarber in einen Topf geben und 15 Minuten ziehen lassen.
Die Aprikosen fein würfeln, zum Rhabarber geben und bei mittlerer Hitze einkochen bis das Kompott eine dickflüssige Konsistenz erreicht hat. Die Orangenschale entfernen. Wer mag, lässt das Kompott abkühlen. Ich bin ein Freund von kalt & heiss, heisst – Milchreis aus dem Kühlschrank mit warmem Kompott oben drüber.
IMG_0736

IMG_0740
IMG_0731

Foodtruck_Burger
Food Trucks… Ich muss sagen, ich bin ja eigentlich keine Street-Food-Liebhaberin oder war es zumindest nie. Denn für mich muss ein Essen eine authentische Erfahrung sein, am liebsten sitze ich gemütlich, ohne dass ich mir zuerst eine Packung Servietten holen muss, weil überall Sauce und Essensreste an meinen Fingern kleben – wenn’s ums Essen geht, bin ich nun mal ein typischer Schweizer „Bünzli“ (übersetzt ein ziemlich klein karierter, konservativer Mensch). Darüberhinaus kann ich mich nur schon bei einer einzigen Speisekarte sehr schwer für ein Gericht entscheiden, da hilft es nicht, noch zahlreiche verschiedene Optionen zu haben mit all den verschiedenen Food Trucks. Da verliert mein Magen seinen Verstand, denn alles durcheinander kann er auch nicht essen, vor allem wenn danach noch Platz für Dessert bleiben soll, denn die tollen Eis- und Crêpe-Stände müssen können ja auch nicht ausgelassen werden. Für mich also Überforderung hoch Zehn!

Genau das scheint mein Freund jedoch zu lieben. Für ihn gibt es nichts Schöneres als sich von Stand zu Stand zu angeln oder in diesem Fall eben von Truck zu Truck. Nun darf er sich freuen, Vincent Vegan und Luicella’s Ice Cream haben es geschafft, mich eines Besseren zu belehren.
So war ich denn mehr als begeistert von den zahlreichen Köstlichkeiten, die in St.Pauli angeboten werden. Lokale, sowohl vegane als auch vollfleischige Köstlichkeiten, von Burgern über Hot Dogs bis belgische Waffeln mit Eis oder wahlweise Schoko- und Rhabarbertopping.
Ausprobiert wurde zuerst der „Veclassic Beefstyle Burger“. Als Fleischesserin kann ich nur sagen, dass ich nicht das geringste Verlangen nach einem Beef-Patty gehabt habe, dieses Seitan-Patty war nämlich so saftig wie es kaum ein Burgerladen bezüglich des Burger-Pattys hinkriegt. Denn praktischerweise entfällt hier die Gefahr, dass das Fleisch zu sehr oder zu wenig gegrillt wurde. Rundum glücklich machten vor allem auch die Guacamole und die Jalapeños. Ein scharfer Nachgeschmack wird von reichlich Salat gut aufgefangen.
Danach gab es dann natürlich noch ein Eis von Luicella’s Eis Cream. Die Wahl fällt zwischen insgesamt drei Sorten, Cheesecake Himbeer, veganes Schokoladeeis und Rhabarber-Joghurt auf die letzt-genannte Geschmackssorte. Die belgische Waffel kommt frisch vom Eisen in Form eines grossen warmen Herzens. Was für eine tolle Erfahrung, und meinen Freund wird’s freuen – Food Truck sei dank.

Foodtruck_Waffel
Foodtruck_Eis

IMG_0125
Liebe Leute, die bezaubernde Michèle habt ihr hier ja schon kennengelernt als sie von ihren kulinarischen Highlights in Hamburg erzählt hat. Michèle hatte neulich Geburtstag und war an diesem Abend zufällig (?) bei uns. Und wie sich das so gehört, gab es natürlich (?) einen Geburtstagskuchen. Aber den – natürlich – nicht ohne Challenge. Vorgeschichte: Michèle und ich haben uns in New York kennengelernt. Genau genommen war sie meine Room Mate. Heisst, wir haben uns ein Zimmer von der Größe eine Minikleinen Hotelzimmers geteilt. Der absolute Luxus: Bad en suite (also ein Badezimmer so groß wie ein Wohnklo – aber immerhin ein Badezimmer nur für uns alleine!) und das in Manhattan! Randnotiz: Michèle mag keinen Cheesecake. Käsekuchen hingegen schon. Und, sie mag veganes Essen – aber das wisst ihr ja schon.
Also – folgende Herausforderung; ein kleines Geburtstagstörtchen als Hommage an unsere Zeit in New York. Lecker finden sollte sie es aber schon und saisonal wäre auch cool. Und jetzt auch noch so halb gesund und die Sache läuft.
Also habe ich mich für einen gesunden Erdbeer-Cheesecake entschieden. Statt dem Mürbeteigboden gab es einen Sonnenblumen-Dattel-Boden, statt des Cream Cheese einen griechischen Joghurt und als saisonales Highlight Erdbeeren. Fertig ist das Geburtstagstörtchen, das so wunderbar aussah und auch so lecker ist, das man sich eigentlich keinen anderen Cheesecake mehr wünscht. Ich glaube, ihr hat’s auch geschmeckt. Zumindest will sie nun das Rezept haben. So, dear Roomie – this one’s for you – xoxo!

Das Rezept für 6 kleine Törtchen:
300g Sonnenblumenkerne
12 frische, weiche Datteln
2 EL Kokosfett
Salz
300g Erdbeeren
1/2 Zitrone
500 griechischer Joghurt

Für den Boden die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne bei niedriger Hitze rösten, bis sie anfangen zu duften, abkühlen lassen und im Mixer klein hacken. Die Datteln, das Kokosfett und ein Prise Salz hinzufügen und mit den Händen gut verkneten. In kleine Förmchen füllen und glatt streichen, kalt stellen.
Die Erdbeeren mit dem Zitronensaft pürieren, Joghurt dazugeben, evtl. etwas Agavendicksaft dazu, auf den Boden geben und für 1 Stunde in das Gefrierfach stellen.

Mit Erdbeeren garnieren, fertig!

*Mohltied*

IMG_0130

IMG_0885
Achtung, hier kommt wieder ein Green Smoothie. Einfach weil ich von dem Zeug nicht genug kriegen kann. Ich probiere mich gerade durch sämtliche Rezepte, ein bisschen Freestyle ist auch dabei. Und, hach, was soll ich sagen: mein absoluter Liebling ist ein Grüner Drink mit Mango, Weil so lecker, weil so sommerlich, weil so süß. Hier mag das die ganze Familie, inklusive Babies – und ist bei einem Morgen mit 28 Grad eine echte Alternative zum Kaffee. Hach…

Hier das Rezept für 2 Portionen:
1 Mango
2 Bananen
2 Handvoll Spinat
1 Handvoll Cashewskerne (oder Mandelmus)
200ml Wasser
1 Limette
4 Eiswürfel

Mango und Banane schälen, Mango vom Kern entfernen, Spinat waschen, Limette auspressen. Alles in den Mixer geben, fein pürieren. In 2 Gläser gießen – fertig.

*Mohltied*

HerrMax

Kurzes peinliches Geständnis vorab: Ich weiß, Herr Max ist nun so gar kein Geheimtip mehr. Aber ein Klassiker und All-Time-Favorit. Warum ich trotzdem noch nie da war, kann ich euch auch nicht sagen. Wahrscheinlich weil ich aus meinem Viertel nichts herauskomme… ist irgendwie immer so in der eigenen Stadt, oder? Aber das werde ich ganz schnell ändern.

 

In Hamburg lässt es sich ja hervorragend spazieren! Kaum wo gibt es so viel Grün und Nass (damit ist ausnahmsweise nicht der Regen gemeint) wie hier, und das inmitten einer Metropole Europas. Und ich bin ja begeisterte Spaziergängerin. Meiner Meinung nach, ist das der beste Weg, eine Stadt kennenzulernen. Überall gibt es etwas zu sehen, von interessanten Menschen über Ateliers bis zu niedlichen Boutiquen.
Doch „Stadterkunden“ kann auch ganz schön hungrig machen, nicht umsonst hat mir eine Freundin einmal verraten, ihr Lieblingssport sei „Schnelles Spazieren“. Ich halte zwar an der Meinung fest, dass ich nur dann Sport mache, wenn ich auch ordentlich dabei schwitze, aber gegen ein gutes Stück Kuchen spricht ohnehin nie was! Gut, lädt das Herr Max im Schanzenviertel (Schulterblatt 12) mit seinen großen Schaufenstern mit Blick auf die köstliche Kuchenvitrine auf eine kleine Auszeit ein. Und lecker – Erdbeerkuchen wird frisch in die Vitrine gestellt, welch ein Glück! Im Sommer liebe ich die tiefroten, süßen Erdbeeren. Und dass die im Herr Max aus Deutschland stammen, das war mir schon von Beginn weg klar. Auf Wunsch kann nämlich auch eine vollständige Ingredienzenliste eingesehen werden. Vegane Kuchen ergänzen das Angebot. Top!