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Archiv für den Monat Juni 2015

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Als Schweizerin in Hamburg kriegt man ab und zu Besuch – oder eher andauernd! Die Schweizer lieben Hamburg – ausnahmslos jede und jeder meiner Besucherinnen und Besucher waren begeistert von der nördlichen Hafenstadt. Überrascht hat mich das natürlich nicht, denn nirgends kann man so viel Glück tanken wie hier. Ja, man kann es sogar essen! Wie das?

Heute möchte ich euch eine besonders schöne Perle Hamburgs vorstellen: Das Café Glück&Selig in Eimsbüttel (Heußweg 97). Ein Freundinnenlokal, sogar mit „Schischi“. Gut, hab ich meine beste Freundin vorher aus der Schweiz einfliegen lassen: Let’s get girly!

Wochenende, Sonne, eine Reservierung (dringend empfohlen!) und natürlich die importierte Begleitung ließen schon viel erhoffen für das Wochenende. Auf dem Weg grummelten unsere Mägen schon mächtig und die Vorfreude wuchs mit jedem Schritt. Endlich angekommen im hübschen, Licht durchfluteten Café, nahmen wir Platz und scannten die Menükarte. Einmal Vital und einmal Herzhaft, bitte! Dazu frischer Ingwer-Tee und ein Cappuccino. Herrlich.

Beide Frühstücksteller sehen aus wie kleine Kunstwerke, das Brot dazu ist luftig-frisch (Nussbrot – I love!), der hausgemachte Frischkäse einfach genial. Wir schweifen ab in den kulinarischen Himmel, erst als es verdächtig nach Rauch riecht, das Pärchen neben uns entschuldigend rüber schielt und versichert, dass es das Kerzen-Malheur bereits wieder in den Griff gekriegt hat, werden wir kurz auf irdischen Boden zurückgeholt. Fürs Selig-Werden wär’s ja doch auch etwas zu früh gewesen.

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Credit: www.onceuponacuttingboard.com

Hier mal schnell eine super-easy-peasy Tip für die ganzen Muttis oder Mittags-Allein-Esser: Pimpt euren Salat doch einfach mal mit ein bisschen Humus! Geht superschnell und ist so wahnsinnig lecker!!! Selbstgerechter Humus ist bei mir gerade Dauergast im Kühlschrank und ich esse ihn zu allem Möglichen: Als Dressing im Salat, als Brotaufstrich, als Beigabe zu Fleisch, Fisch etc. – sogar meine Mädels mögen Humus. Für mich der absolute Megahit um sie an die Familienküche heranzuführen. Hat ja auch eher eine breiige Konsistenz, so’n Humus. Klappt super, z.Bsp. mit einer Süßkartoffel verrührt (ca. 45 Minuten bei 200 Grad im Ofen backen) oder abends auf weichem Brot. Knaller!

Für’s Wochenende gibt es hier einen Link für 15 leckere Humus-Rezepte, besonders das Balsamic Caramelized Orions Hummus klingt lecker…
Mein persönliches Grundrezept hab ich euch mal kurz runtergeschrieben:

Für 1 großes Gefäß:
250g Kichererbsen
100g Tahin
Saft von einer 1/2 Limette
Salz
100ml Eiskaltes Wasser
Kreuzkümmel nach Geschmack

Kichererbsen gut abspülen und über Nacht in ordentlich Wasser einweichen lassen. Für besondern Ungeduldige geht auch eine große Dose mit schon weichen Kichererbsen. Ich finde die selbstgekochten schmecken besser und das Einweichen macht wirklich keine Arbeit!
Am nächsten Tag die vollgesogenen Kichererbsen gut abspülen und reichlich Wasser kochen bis man sie leicht mit dem Löffel oder dem Finger zerdrücken kann. Dann in ein hohes Gefäß geben oder in einen Blender (wenn ihr habt), Tahin, Limettensaft und Salz dazugeben und solange durchpürieren bis die Konsistenz nicht mehr stückig ist. Anschließend 100ml eiskaltes Wasser dazugeben, verrühren und ihr werdet feststellen, dass die Konsistenz richtig cremig wird. Wer mag, kann jetzt noch Kreuzkümmel dazugeben und ggf. noch ein bisschen Salz.

Ab in den Kühlschrank hält sich das Humus für ca. 5-7 Tage (bei mir wird er nur nie so alt).

*Mohltied*

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Nicht, dass ich mich in absehbarer Zeit im Bikini blicken lassen wollte – eher das Gegenteil ist er Fall. Weil: Keine Ahnung wie das dieses Jahr mit Urlaub ist bei uns – vielleicht wird’s Österreich… und da brauch ich wohl eher festes Schuhwerk als einen Bikini. Geschweige denn, dass derzeit hier auch nur annähernd Bikiniwetter wäre.
Aber man kann ja schonmal vorsorgen. Und eigentlich trink ich die Green Smoothies weniger weher irgendwelcher Diät-Dings-Vorgaben sondern weil ich sie sehr lecker finde und weil das so fix geht morgens. Während ich den Babies hier morgens die Flaschen mache, habe ich schwuppdiwupp einen Green Smoothie zusammengemixt. Der Trick: Ich mach da fast nix mit schibbeln. Wäre auch keine Zeit für. Oder habt ihr schonmal versucht hungernde Babies warten zu lassen mit den Worten „Mama kommt gleich, ihr Süßen – sie muss sich nur noch schnell einen Detox-Cleansing-is-super-für-Haut-und-Haare-und-für-das-innere-Chi-von-ausserhalb-mal-gar-nicht-zu-sprechen-Green Smoothie machen ???? Na also.
Und hier kommt er, der superfixe Green Smoothie, der mir morgens meinen Kaffee ersetzt. Mal wieder.

Kommt gut in den Tag!

Für ein großes Glas braucht ihr:
200ml Wasser oder Kokoswasser
1 Handvoll Spinat
1 Banane
1 EL Mandelmus
! EL Naturjoghurt

Alles in den Mixer geben und gut durchmixen bis eine cremige Konsistenz entsteht. Am Schluss schmeisse ich nicht 2 Eiswürfel mit rein, dann ist der Drink schön kalt.

*Mohltied*

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Es ist wieder Green Smoothie Zeit – und diesmal gibt es einen besonders Leckeren. Bisher ist es mein Lieblings Green Smoothie, denn er schmeckt herrlich süß ohne, dass Zucker oder Sirup drin wäre. Nicht einmal Agavendicksaft. Und er ist superschnell gemacht, man braucht keine kryptischen Zutaten und allzu viel Gemüse ist auch nicht drin. Und das Tollste: Für diesen Smoothie würde ich sogar auf meinen Kaffee morgens verzichten. Der kann also was, der Smoothie!

Habt einen guten Start in den Tag!

Rezept für 2 große Gläser:
280ml Kokoswasser
1/4 Ananas
1 Banane
1 Spritzer Limettensaft
5 Stiele Mangold
1 EL Mandelmus
4 Eiswürfel
optional: 1 TL Hanfsamen

Alle Zutaten im Mixer fein pürieren. Fertig!

 

P.S. Meine beiden Mädels finden den Drink ebenfalls super! Einfach per Löffel füttern oder mit Schmelzflocken vermischen – fertig ist ein gesundes Baby-Frühstück.

*Mohltied*

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Darf ich euch kurz vorstellen? Michèle – reiselustige Schweizerin und Schleckermaul. Eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen ist es, sich 3 Monate irgendwo aufzuhalten wie zum Beispiel in New York, Straßburg oder jetzt in Hamburg. Und weil sie sich vorgenommen hat so viele Cafés und Restaurants wie möglich ihres Hamburgs-Aufenthaltes abzuklappern, wird sie ab sofort hier ihre Highlights präsentieren. Wie toll ist das denn?!? Ich bin ganz verliebt – und ihr bestimmt auch gleich!

 

Ich liebe Dich, Schweiz.

Und zu lieben, da bietest du mir so vieles dazu: Deine schützenden Berge mit ihren eindrücklichen Panoramen, deine bezaubernden kleinen Städte, deine grünen Landschaften, die sich zwischen Stadt und Dorf bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad überqueren lassen, diese für dich typische Kleinheit und dein Charme. Und bevor ich mich jetzt noch ganz in einer malerischen Idylle verliere, besinne ich mich auf deine kulinarischen Schätze: Das frisch quellende Appenzeller Quöllfrisch-Bier, dein rezenter Gruyère-Käse der glücklichen Alpkühe, dein süßer Tessiner Traubenwein und – nicht wegzudenken – deine weltberühmte zarte Lindt-Schokolade. Ach ja, wie du mich glücklich machst! Und dennoch, liebe Schweiz, ich muss dir etwas beichten: du bist nicht die Einzige in meinem Leben… nicht mehr.

Hamburg, du prächtige Metropole, du hast mich verzaubert! Und mir vor allem eine kulinarische Genusswelt eröffnet, wie ich sie bisher noch nicht erleben durfte. Und was ich an dir besonders schätze, du gönnst mir den Genuss, ohne mein Portemonnaie auf lange Dauer zu sehr zu strapazieren – Zürich lässt grüßen.

Einzigartige kleine Bistros und Cafés, gemütliche Restaurants und glänzende Eiskantinen: Alle versprühen sie diese nördliche Nonchalance, eine selbstverständliche Gemütlichkeit, die den Bewohnern dieser Stadt so eigen ist wie das Astra um 11 Uhr morgens…

Sie alle setzen auf regionale und lokale Produkte, Qualität vor Quantität. Und deshalb tausche ich ohne Zweifel das zurückhaltende Grüezi gegen ein herzhaftes Moin und tauche ein in die nordische Gastfreundschaft. Einige meiner Erlebnisse möchte ich an dieser Stelle gerne mit euch Liebhabern von Hamburger Deerns Blog teilen. Meine ganz persönlichen Perlen Hamburgs sollen in dieser kleinen Gastkolumne vorgestellt und hochgelobt werden.

Na dann, auf geht’s! Und Achtung, ich lege mit ganz schön starker Kost los…

STARK: VEGAN!

Mal vorweg: Ich bin eine Freundin von vegetarischem und veganem Essen. Zwar esse ich nicht ausschließlich vegetarisch, geschweige denn vegan, doch die Küche schmeckt und das hat sich einmal mehr im Kaffee Stark in St. Pauli bestätigt.

Durch Zufall stoße ich im Online-Rating-Zirkus auf das Kaffee Stark (Wohlwillstr. 18). Es heißt: Hier fühlen sich auch Männer wohl, für mich das ausschlaggebende Kriterium, weshalb ich mit meinem Freund, der mich aus Zürich besuchen kommt, zum Brunch hingehe. Er mag nämlich nicht so gern „Schischi“ (Schweizerisch für Dekokitsch) wie man ihn oft in süßen kleinen Cafés findet, die ich ab und an gerne mit meinen Mädels aufsuche.

Der Blick auf die Speisekarte macht Laune. Erst zögere ich noch, soll es das Käsefrühstück oder doch lieber die vegane Frühstücksplatte sein? Auf das Drängen des unglücklich knurrenden Magens meines Freundes entscheide ich mich kurzerhand für die vegane Frühstücksplatte – und es sollte sich lohnen!

Geballte Vitamine aus Obst, gesunde Nussfette auf großzügigem Salatbett, eine herrliche Auswahl an Pasten, von Currycrème bis zur Erdnusspaste… Begleitet von vorzüglichem Roggenvollkornbrot, einem warmen Kernbrötchen und reichlich Baguette dazu: Ich schwebe im veganen Himmel. Die frische Maracuja-Schorle und der Kaffee, der dem Namen des charmanten Kaffee Stark alle Ehre macht, runden das kulinarische Geschmackserlebnis perfekt ab.

Starke Performance, Kaffee Stark!

P.S. Etwas muss ich euch ja doch noch beichten: Ich habe eine vegane Sünde begangen. Ein kleines Schälchen Frischkäse als Supplementaire konnte ich mir einfach nicht verkneifen… Ich weiß. Aber als Schweizerin wird mir der Verzicht auf Käse wohl immer ein Ding der Unmöglichkeit bleiben.

 

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Ich mag Bestand. Also, ich mag Beständiges. Ich mag wenn sich Dinge nicht ändern. Sondern einfach so bleiben wie sie sind. Ich mag Pläne. Das ich es aber noch viel mehr mag Pläne umzuschmeissen und alles neu zu machen, ist eine andere Geschichte.
Aber wenn sich etwas in den letzten Jahren, und ja, für mich gibt es einfach seit knapp einem Jahr eine andere Zeitrechnung, nicht verändert hat, dann das: ich habe keine Zeit zum Frühstücken. Früher nicht, weil ich lieber länger geschlafen habe als mich morgens an den Frühstückstisch zu setzen (Coffe to go im Auto klappt doch super), heute, weil… äh – Frühstückstisch? Was ist das? Achse, Kinder auf den Boden, Milchflasche in den Mund, ich daneben mit einem Coffe – ok – to stay. Diese Veränderung verkrafte ich gerade noch. Seitdem ich aber deutlich (DEUTLICH) früher wach bin als noch vor einem Jahr und es hier ziemlich genaue Zeiten gibt was das Essen betrifft, habe ich morgen – ich fasse es kaum – Hunger. Da bin ich aber nicht die Einzige und in unserem Fall auch die Letzte in der Nahrungskette. Also: entweder die Gunst der Stunde nutzen oder hungern bis zum Mittagessen. ich habe mich für Erstere entschieden. Zeit für lange Vorbereitungen bleibt aber morgens dennoch nicht. Meistens bleibt die Zeit für: Kühlschranktür auf, Kühlschranktür zu. Und genau das mache ich jetzt jeden Morgen und habe ein 1A Frühstück, das mich hervorragend durch den Tag bringt. Nervennahrung im Voraus also. Wollt ihr auch? Geht auch super für’s Büro. Ob nun Kinder oder der Chef einen Nerven kosten… soviel macht das im Zweifel auch nicht aus. Also: macht euch einen schönen Start in den Tag, geniesst den Augenblick Ruhe und seid fit für 3!

Für 1 Portion:
5 EL kernige Haferflocken
150ml homemade Mandelmilch (gekaufte geht natürlich auch!)
1 EL Chiasamen
2 EL Homemade Rhabarber-Vanillekompott

Vorab für die Mandelmich:
200g Mandeln, ungeschält, 750ml Wasser, 1 EL Mandelmus
Die Mandeln über Nacht (oder über den Tag) in Wasser einweichen. Am nächsten Morgen abgießen, gut durchspülen. Die Mandeln in den Mixer, 750ml Wasser dazugießen und gut durchmixen. Es etntsteht eine weiße Flüssigkeit. Diese durch ein feines Sieb passieren. Ein EL Mandelmus dazu, fertig.

Für das Vanille-Rhabarberkompott:

750g Rhabarber, 2 Vanileschoten
Den Rhabarber schälen, in Stücke schneiden und mit der Vanille in einen Topf geben. Etwas Wasser dazugeben, aufkochen und solange köcheln bis die Masse dickflüssig wird. Das Mark dazugeben, in ausgespülte Gläser geben, Deckel drauf.

Für die Oats:
Am Vorabend die Haferflocken in einem kleinen, verschließbaren Gefäß mit den Chiasamen mischen. Mit Mandelmilch aufgießen. Rhabarber-Vanillekompott daraufgehen, Deckel drauf und über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten morgen Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren daraufgehen. *Mohltied*.

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P.S. Ich hatte die Oats letztens für einen Brunch vorbereitet – und ist eine super Alternative zu Joghurt, Müsli etc.

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Seitdem ich hier zwei Kinder um mich herumkrabbeln habe, ist es sogt wie vorbei mit aufwändigen Essensvorbereitungen. Nicht, dass ich das jemals vorher gemacht hätte. Aber unter Druck zu kochen ist ne andere Nummer. Wenn wir dann am Tisch sitzen, kein Problem – dann ist alles easy, solange die (eben erst mit Brei abgefütterten) Mäuler etwas abbekommen. Also muss ich nicht nur unter Zeitdruck kochen/vorbereiten, sondern es muss den Damen ja auch noch schmecken. Nix mit Chilis. Oder irgendwelchen Salatdressings (nicht, dass ich die jemals vorher verwendet hätte…) – aber die schnelle Nummer muss jetzt eben auch gesund gehen.
Und letztens, so aus den Resten gebastelt, kam dann das hier bei raus. Geht echt fix, versprochen, ist superlecker, supergesund und das Schönste: man führt seine Kids an normales Essen heran. So ganz easy peasy. Ist ja sonst schon genug Stress. Also, Muttis und Mädels: take it easy und Guten Appetit!

Für 1 Person (+ 2 Babies):
1/2 Bund grüner Spargel
1 Handvoll Erdbeeren
1 Bund glatte Petersilie, Basilikum oder was ihr gerade da habt
2 EL Hüttenkäse
2 EL Spargelwasser
1 EL Öl
1 Spritzer Zitronensaft
Salz, Pfeffer (in Maßen!)

Den grünen Spargel schälen (noch besser: ganz dünnen, jungen Spargel kaufen – den muss man noch nicht mal mehr schälen sondern nur an den unteren Enden abschneiden), die Enden abschneiden und ca. 10 Minuten in Wasser kochen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Erdbeeren waschen und in Scheiben schneiden, die Kräuter ebenfalls waschen und fein hacken. Mit dem Spargel in eine Schüssel geben. Für das Dressing das Spargelwasser mit Öl und Zitronensaft verrühren. über den Salat geben, Hüttenkäse darauf, in Maßen mit Salz und Pfeffer würzen.

*Mohltied*

P.S. Ich gebe meinen Mädels alles peu à peu damit sie alles separat probieren können. So kann man auch gut herausfinden, was das Kind mag und was nicht.