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Archiv für den Monat Mai 2015

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Das allergrößte am Tag – neben meinen Kindern, wohlgemerkt – ist für mich die Nachmittags-Kaffeezeit. Aus zwei Gründen: Zum einen ist das meine ruhige Zeit am Nachmittag. 20 Minuten Ruhe. Beide Kinder schlafen. Zum Anderen: Kuchen. Oder zumindestens Kekse. Da ich aber kein Keks-Käufer bin und bei uns in jeder Schnoop-Schublade gähnende Leere herrscht bzw. von Kinderkeksen besiedelt wird, muss ich meinen selber ran. Kinderkekse sind eher uncool, aber erzählt das ja den Kindern nicht! Stattdessen futtere ich lieber diese wunderbaren Dattel-Dinger-Kekse, die meine Mama gemacht letztens gemacht hat. Und die waren so lecker, die hat sie gleich nochmal gemacht. „Sind total einfach“, hat sie gesagt. Na denn… Mami – die sind übrigens alle…

Hier das Rezept für ca. 80 Stück:
100g Pekanusskerne
100g getrocknete Feigen
100g getrocknete Datteln
250g Butter
375g Mehl
150g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
Puderzucker zum Bestreuen

Den Backofen auf 175 Grad Umluft vorheizen.
Pekannüsse grob hacken, Feigen und Datteln in feiner Würfel schneiden. Butter erhitzen. Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die heiße Butter zur Mehlmischung gießen und zu Streuseln verkneten. Nüsse und Früchte kurz unterkneten.
Ein Backblech fetten und mit Mehl bestäuben. Die Streuselmasse gleichmäßig darauf verteilen und andrücken.
Den heissen Kuchen mit einem großen scharfen Messer in ca. 4cm große Quadrate schneiden und auf dem Blech abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben, vom Blech lösen und in Dosen aufbewahren. Oder alles aufessen.

*Mohltied*

Rhabarber Cheesecake
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habarberzeit. Herrlich. Es gab Zeiten in denen ich Rhabarber einfach so pur gegessen habe. Ok, mit Karamellsauce – selbstgemacht, versteht sich. Aber dafür hab ich grad keine Zeit. Bzw. kommt die grad nicht weg… und weil ich ja auch nicht jedes Jahr das selbe machen will (obwohl die ist schon echt lecker, so über Kuchen oder Eis… achso – Link ist hier nochmal), mache ich dieses Jahr was Anderes. Rhabarber Cheesecake. Als ob Cheesecake alleine nicht schon lecker genug wäre – mit Rhabarber der Volltreffer. Auf einmal wird der Cheesecake nicht so süß, sondern bekommt eine leichte Säure vom Rhabarber. Und dieses komische Gefühl wenn man Rhabarber gegessen hat, ist auch nicht mehr da. Und ausserdem so fluffig, dass ganz viel Cheesecake am Messer kleben bleibt. Alles in allem ein Volltreffer eben. Getestet an einem, der wirklich Rhabarberkuchen backen kann, einer Fast-Hochschwangeren und einer Still-Mama. Wenn die das mal nicht besser wüssten.
Gebacken wird übrigens nicht – wie langweilig – in der Springform, sondern gleich auf dem Backblech. Was soll der Geiz auch. Hat man ja viel mehr von, kann man gleich ein halbes Blech einfrieren. Also nicht nur ein Volltreffer, sondern auch praktisch. Danke an dieser Stelle an die Foodies von der Brigitte, die das Rezept nämlich mal irgendwann vorgestellt haben. Ich bin begeistert.

Hier das Rezept für ein Blech:

Für den Teig

375g Mehl
1 gehäufter TL Backpulver
180g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Salz
1 Ei
1 Eigelb
180g kalte Butter

Für den Belag

1kg Magerquark
900g Rhabarber
1 Orange
6 Eier
300g Zucker
250g weiche Butter
1 Päckchen Vanillepuddingpulver (zum Kochen)
100g Orangenmarmelade

Für den Teig Mehl und Backpulver mischen, in eine große Schüssel sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Zucker Vanillezucker und 1 Prise Salz in die Mulde geben. Ei und Eigelb ebenfalls in die Mulde geben. Butter klein würfeln und auf dem Mehlrand verteilen. Alles zunächst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen schnell zu einem glatten Teig verkneten. Teig abgedeckt für etwa 30 Minuten kalt stellen.
Für den Belag Quark in einem mit einem Mulltuch ausgelegten Sieb etwa 20 Minuten abtropfen lassen. Inzwischen den Rhabarber putzen, abspülen und in 3-4 cm lange Stücke schneiden.
Den Backofen auf 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 vorheizen. Ein Stück Backpapier etwas größer als das Backblech zuschneiden. Teig direkt auf dem Papier in Größe des Blechs ausrollen. Papier und Teig auf das Blech legen und eventuell mit den Händen noch etwas nachformen. Die Teigplatte mit einer Gabel mehrmals einstechen. Im Ofen etwa 8-10 Minuten goldbraun vorbacken, dann herausnehmen.
Orange heiß abspülen, trocken tupfen und die Schale fein abreiben. Die Eier trennen. Eiweiß und 1 Prise Salz steif schlagen, dann langsam etwa 100 g Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis sich der Zucker gelöst hat. Restlichen Zucker, Eigelb, Orangenschale und Butter mit den Quirlen des Handrührers etwa 10 Minuten cremig schlagen. Zunächst den Quark und das Sahnepuddingpulver unterrühren und 5 Minuten weiterrühren, dann den Eischnee vorsichtig unterheben. Die Quarkmasse gleichmäßig auf den vorgebackenen Teig streichen und die Rhabarberstücke darauf verteilen.
Den Backofen auf 180 Grad, Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3 herunterschalten und den Kuchen auf der 2. Schiene von unten etwa 30-35 Minuten backen.
Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Die Marmelade eventuell durch ein Sieb streichen und in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, bis die Marmelade flüssig ist. Den noch warmen Kuchen vorsichtig damit bestreichen und ganz abkühlen lassen. Zum Servieren in Stücke schneiden.

*Mohltied*

Nach dem ich euch hier 10 Rezepte für den April vorgestellt habe und mir fest vorgenommen hatte, diese auch alle ganz artig zu kochen und backen, muss ich gestehen: ich habe gerade mal ein einziges Rezept geschafft! Und das waren die Overnight Oats… aber lecker waren die. Fand mein Frühstücksgast auch. Hat sich also gelohnt.
Für diesen Monat gelobe ich Besserung. Ehrenwort. Ich versuche endlich alle Rezepte nachzukochen oder zu backen. In diesem Monat könnte das einfach werden, denn irgendwie sind die meisten Rezepte, die es mir für den Mai angetan haben, easy peasy zu machen. Für alles andere habe ich auch keine Zeit. Der Sommer kommt – da will ich raus, in Cafés und Restaurants herumsitzen, endlich wieder coole Drinks genießen und lecker essen. Soweit der Plan. Sollten mich meine herzallerliebsten Töchter aber dann doch nicht in Ruhe essen lassen, habe ich ja immer noch diese 10 Rezepte im Ärmel – Zack – die zieh ich dann, mach die mir fix und lecker Zuhause und hab dann mehr Zeit für einen Drink… oder zwei?

Viel Spaß und genießt den Mai – *Mohltied*
1. Den Anfang macht diese tolle Spargelpizza mit karamellisierten Zwiebeln vom Blog Artisan BreadIn5. Auf diesem Blog dreht sich alles um’s Brot. Und: ich liebe Brot! Und ich liebe diese Pizza. Boah, die sieht so lecker aus, die mach ich nächste Woche. Ist ja immerhin Spargelzeit!
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2. Noch ein Spargelrezept – diesmal vom wunderbaren Blog flourishing foodie alias Heather aus Canada, die jetzt in Seattle wohnt und unglaublich schöne Bilder macht. Kaum zu glauben, dass sie ihren Blog gestartet hat um sich die Zeit zu vertreiben während sie auf ihre Green Card gewartet hat… und noch unglaublicher, dass sie 10 (ZEHN!) Monate auf Honeymoon war… Nun gut, immerhin hat sie dieses tolle Frühlingsgemüse mit Ziegenkäse und Zitrone mit uns geteilt. Und by the way – ein Blick in ihr Rezept-Archiv lohnt sich. Ich sage nur „Breakfast“.
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3. Großartig ist auch dieser leckere Salat mit Granatäpfeln, Feta, Birnen, Cranberries Ruccola und jungem Spinat. Leider gibt es kein Rezept dazu, aber hey – die Kombi alleine ist doch der Knaller, oder?
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4. Eine ewige Liebe – Brioche. Am liebsten mit frischer Butter, leicht gesalzen und selbstgerechter Erdbeermarmelade. Dazu einen Latte Macchiato oder einen Matchs Latte. Himmel!!! Bisher bin ich an jedem Brioche-Rezept gescheitert weil viel zu trocken. Aber vielleicht klappt es ja mit diesem Rezept von Cherry on a Cake.
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5. Apropos Matcha Latte. Seit diesem Frühstücksdrink bin ich Fan von Matcha Tee. Obwohl ich gar keinen grünen Tee mag. Aber: Jetzt. Muss. Ich. Diese. Gugl. Essen. Und die sehen doch echt cool aus, oder? Die sind doch bestimmt das Highlight auf jedem Kuchenbuffet. Und mit nur einem Haps im Mund. Leider auch kein Rezept – nur dieses Foto hier auf Flickr. Aber ich verspreche diese Matcha-Himbeer-Gugl ganz schnell zu backen. Und sollten sie schmecken, gibt es ganz fix das Rezept dazu. Solange muss das Foto reichen… is aber auch schön…
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6. Jetzt mal was für das schnelle Mittagessen. Diese fruchtig-frischen Bruschetta mit Ricotta, Zitrone und Basilikum sind mal ne echte Alternative zu der Tomaten-Variante. Ausgedacht hat sich das die kluge Donna Hat und das Rezept gibt es hier. Boah!
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7. Noch so’n schnelles Mittagessen. Leider gibt es den Blog, auf dem das Rezept veröffentlicht wurde, nicht mehr. Is‘ aber auch wie verhext diesmal. Aber das sieht so lecker aus, das konnte ich nicht unbeachtet lassen… und mit ein bisschen Fantasie kriegt man diese Humus-Avocado-Queasadillas auch ohne Rezept hin. Tortillas in der Pfanne aufwärmen, zur Hälfte mit Humus bestreichen, Avocado-Scheiben drauflegen, geriebenen Cheddar drauf, Salz, Pfeffer, zusammenklappen und ab in den Ofen damit bis der Käse verläuft.
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8. Ich bin schockverliebt. In diese Tarteletts von Cooks, Writes & Eats. Ich bin ja ein großer Tarte-Fan. Mir egal ob süß oder herzhaft. Ich esse beides für mein Leben gerne. Und viel davon. Deswegen müsst ihr auch diese hier ertragen, mit Ziegenkäse, Lavendel und roten Zwiebeln. Sorry – aber die mussten einfach sein. Und wer zu faul ist einen Mürbeteig anzurühren, kann ja den Fertig-Blätterteig nehmen. Das schmeckt hundert pro genau so gut. Und sehen diese kleinen Tarteletts nicht zu reinbeissen lecker aus?
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9. Aber jetzt mal zum gesunden Teil. Zum Obst. Neben der Spargelzeit ist ja nun einmal auch gerade Rhabarberzeit. Und was spricht gegen einen guten Rhabarberkuchen? Eben. Dieser Kuchen hier von Chocolate with Grace sieht so lecker matschig und saftig aus, der muss einfach lecker sein. Wer backt zuerst? Ich oder ihr? Ich geh in jedem Fall morgen mal Rhabarber holen…
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10. Last but not least: ein dicker Ricotta Pancake mit geröstetem Rhabarber. Klingt lecker, ist es bestimmt auch. Will ich zum Frühstück. Bald. Dieses Rezept aus Australien hat es mit Sicherheit in sich – aber haben nicht die Australier das deftigste Frühstück? Egal, was sein muss, muss sein. Und das hier – muss sein.
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Hanfmüsli
Ich habe ewig kein Müsli mehr gemacht. Weil: Verzicht auf Kohlenhydrate versteht sich nicht mit Müsli. Und irgendwie fand ich das ziemlich bedauerlich. Denn neben dem Croissant vom Frenchie auf dem Goldbekmarkt (ok, Brioche, Waffeln oder frisches Baguette gehen auch), ist Müsli mit Joghurt und Früchten mein absoluter Frühstücks-Renner. Also hab ich mich wie Bolle auf neues Müsli gefreut. Dieses Müsli von Liz & Jewel ist zwar wahnsinnig lecker, aber irgendwie auch wahnsinnig süß – und mir ist grad nach supergesund und nicht so süß. Also Vorsicht: Jetzt wird’s gesund. Also ernährungstechnisch so richtig vorbildlich. Jeder Ernährungsberater wäre stolz auf mich. Genügend Proteine, gesunde Fette und verträgliche Kohlenhydrate. Kombiniert mit ein bisschen mehr Protein in Form von Joghurt, dazu ein paar Vitamine: 1 mit Sternchen. Glückwunsch, bestanden – Du darfst über Los gehen.

Das Wichtigste aber: Dieses Müsli ist der Hammer! Und saulecker! Da sind mir Proteine, Fette und das ganze andere Gedöns ziemlich gleichgültig. Was für mich an diesem Müsli neu war, sind die Kombination von Hanfsamen und Buchweizen. Letzeres kannte ich, Hanfsamen noch nicht. Aber jetzt. Und das Ergebnis: leicht nussig, super crunchy und in Verbindung mit ein paar Körnern und Buchweizen der Oberknaller! Und dazu noch super easy peasy zu machen, kein Backofen, kein stundenlanges backen – herrlich! Ich freu mich jeden Abend auf den nächsten Morgen, egal wie früh der beginnt.

Und ihr? Verratet ihr mir euer Lieblingsmüsli?

Hier das Rezept für meins für ein großes Vorratsglas:
1 Becher Buchweizen
1 Becher glutenfreie Haferflocken (sind etwas feiner als die Normalen)
1 Becher Hanfsamen
1/2 Becher Sonnenblumenkerne
1/2 Becher Kürbiskerne

Alle Zutaten in einen Topf, ordentlich vermischen. In eine beschichtet Pfanne geben, bei mittlerer Hitze anbraten bis die Kerne goldbraun werden und ihr es knacken hört. Abkühlen lassen und in ein Vorratsglas füllen.
150g (Soya-) Joghurt in eine Schüssel geben, 2 EL Müsli obendrauf streuen und mit Obst nach Wunsch servieren.

*Mohltied*