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Archiv für den Monat Februar 2015

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Wenn mich wirklich etwas nervt, dann ist es Valentinstag. Ich möchte an diesem Tag keine Blumen, keine Geschenke, sondern am liebsten Zeit mit meinem Liebsten. Das Höchste was wir an diesem Tag machen, ist Essen gehen. An dieser Stelle noch schnell ein Tipp für alle, die ebenfalls keine Lust auf Valentinstag haben (weil vielleicht nicht verliebt oder verpartnert): Das Chapeau hier in Winterhude (Moorfurthweg, beim Goldbekhaus), serviert ein Menü, bei dem mir echt das Wasser im Mund zusammenläuft.
Wer da nicht hinwill/kann/muss/soll/darf, für den habe ich eine sauleckere, äh nein, schokoleckere Alternative. Für alle die, die auf der Suche sind nach Mr. Right, ihn aber nicht finden – für alle die, die nicht auf der Suche sind, weil sie gerade keine Lust/Zeit/Energie haben oder einfach keinen Bedarf weil Mr. Right schon längst da ist. Diesen Kuchen kann man gut alleine essen oder zusammen backen. Und verschenken. An Lonely Hearts oder Frischverliebte. Das Ergebnis bleibt dasselbe: hinterher ist man einfach nur noch satt und glücklich. Was überwiegt, müsst ihr selbst entscheiden, aber er ist in jedem Fall mindestens eine Sünde wert. Und wann gibt es einen besseren Zeitpunkt als Valentinstag?

Mindestens so sündig wie der Kuchen ist auch der Bitter & Sweet Valentine Mix von Caro von musicspots. Viel Singer/Songwriter-Musik weil die eben so sanft gute Laune verbreitet und im Hintergrund schöne Geschichten erzählt. Hört doch mal rein – ich liebe die Playlist jetzt schon!

Happy Valentine und viel Spaß beim Nachbacken!

 

Hier das Rezept für den schokoladigsten Schokokuchen ever:
400g Butter
600g Schokolade (70%)
75g Mehl
1 TL Backpulver
3 EL Kakao
250g gemahlene Mandeln
8 Eier
300g brauner Zucker
200g Mandelblättchen
3 EL Honig
200g Crème Double

2 kleine Springformen einfetten und mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180 Graf vorheizen. 400g Schokolade und Butter in einem Topf im Wasserbad schmelzen. Mehl, Backpulver und Kakao sieben. Die geschmolzene vom Herd nehmen, Eier trennen und Eiweiße steif schlagen. Zucker zugeben und leicht mischen, Beiseite stellen. Die Eigelbe zur geschmolzenen Schokoladenmischung geben und vorsichtig unterrühren, die Mischung dann unter den Eischnee heben bis kein Weiß mehr zu sehen ist. Mandeln und Mehl vorsichtig unterheben, in die Formen gießen und im Backofen ca. 25-30 Minuten backen. Der Kuchen sollte außen fest und innen noch ziemlich weich sein.
Mandeln auf ein Backblech geben, Honig darüber träufeln, vermischen. Sobald der Kuchen fertig gebacken ist, die Mandeln ca. 10 Minuten backen bis sie goldbraun sind.
Den Kuchen abkühlen lassen, aus der Form nehmen und sobald die Mandeln fertig sind, abkühlen lassen und in Stücke brechen.
Für die Crème die Crème Double in einer Pfanne bei milder Hitze erwärmen. Kurz vor dem Kochen den Rest Schokolade hinzugeben, Pfanne vom Herd nehmen und verrühren bis die Schokolade geschmolzen ist.
1/3 der Crème auf einen Kuchen geben, den zweiten Kuchen darauf stapeln, diesen mit dem Rest der Crème oben am Rand bestreichen und mit den Mandeln bestreuen

Wer mag, reicht diesen Kuchen mit Sahne oder Eis. Tipp: Am nächsten Tag schmeckt er auch eiskalt aus dem Kühlschrank!

*Mohltied*

MoinMoinTasse

Vor einiger Zeit bin ich bei instagram über ein tolles Profil gestolpert: Michaela, Hamburger Perle und Inhaberin von freudinge.de bietet, die in ihrem hübschen Onlineshop noch viel hübschere Besonderheiten anbietet. Dinge, die es nicht an jeder Ecke gibt, sondern von kleinen Labels und Designern stammen, die sich ein Herz und einen Kopf um ihre Produkte machen. Noch viel toller ist, dass alles in Deutschland gefertigt wird und keine weiten Wege hat. Das ganze betreibt sie seit fast 2 Jahren und es läuft so gut, dass sie sogar schon eigene Produkte anbietet. Wie cool ist das denn, bitte? Ich hab sie direkt mal für ein Interview verhaftet und – nochmal toll – für euch gibt es mit dem Code „HamburgerDeern15“ 10% auf alle Artikel bis zum 14.2.2015 (einfach im Warenkorb den Code bei Gutschein eingeben). Happy Shopping!

Du bis eigentlich eine Hamburger Deern, lebst aber inzwischen in Bargteheide? Wieso und was gefällt Dir da?
Mein Mann und ich sind schon vor ein paar Jahren aus Hamburg weggezogen: in ein winziges Dorf auf dem Lande. Das war für uns zwei perfekt, auch wegen der Berufe und Arbeitswege, aber als unser Sohn vor 3 Jahren geboren wurde, hat es uns doch wieder in eine etwas bevölkertere Gegend gezogen. Die Wege sind einfach kürzer und das ist schon wichtig, wenn beide Elternteile berufstätig sind. Und da mein Mann ursprünglich aus Bargteheide kommt und seine Familie auch hier lebt, war die Entscheidung schnell gefällt.

Wo bist’n Du aufgewachsen? ich komme ja ursprünglich aus Bramfeld und finde aber, dass das heute nicht mehr viel mit dem zu tun hat, was es mal war als ich Kind war. Ich habe irgendwie den Bezug zu der Gegend verloren. Geht Dir das auch so?
Oh, Du bist auch ein Kind aus dem Hamburger Osten! Ich bin in Horn aufgewachsen. Der Stadtteil hat sich auch massiv verändert. Sehr viele Baulücken wurden geschlossen und es ist dort irgendwie rummeliger geworden. Am meisten fällt mir die Veränderung aber im Winter auf: es riecht jetzt dort ganz anders als früher! Das liegt an den ganzen sanierten Wohnblöcken, in denen jetzt natürlich keiner mehr mit Holz und Kohlen heizt … Das einzige, was immer noch fast wie früher ist, ist die Horner Rennbahn. Außerhalb der Galapprenntage ist das immer noch ein toller, ruhiger Park.

Bist Du denn ab und an noch in der Stadt? Gibt es Lieblingsplätze? Welche?
Ich bin noch recht häufig in Hamburg zu finden: Messen, Ausstellungen oder einfach nur so. Richtig weit ist es von Bargteheide aus ja nicht und selbst mit der Bahn brauche ich nur eine halbe Stunde in die Innenstadt. Absoluter Lieblingsplatz ist natürlich der Hafen. Das war schon als Kind bei mir so und das wird vermutlich auch immer so bleiben. Mein Sohn musste schon vor seinem dritten Geburtstag eine Hafenrundfahrt mit uns machen – und hat es geliebt.

Hört sich so an als wäret Du ne echte Lokalpatriotin…
Oh ja! Wenn man in Hamburg groß wird, kriegt man das vermutlich auch nicht wieder raus aus dem Herzen.

Das hier ist ja ein Foodblog – Dein Lieblingsrestaurant? Oder liebste Hamburger Spezialität?
Ein echtes Lieblingsrestaurant habe ich nicht, dafür ist das Angebot wirklich zu groß. Henssler & Henssler wenn es etwas netter sein darf oder aber das Mamma Mia della negra in Ottensen (die machen wirklich die beste Pizza Hamburgs) sind aber schon unsere Favoriten. Als Kind habe ich übrigens extrem gerne Labskaus gegessen. Aber nur das von meiner Oma! Keine Ahnung, ob mir das heute noch schmecken würde, das muss ich direkt mal wieder probieren! Ansonsten: Fisch. In fast allen Facetten. Aber ich komme auch aus einer Anglerfamilie und kenne das von klein auf. Bei uns durften die Fische auch gerne mal eine Runde in der Badewanne drehen.

Du betreibst einen wunderbaren Online Shop, dem man schon ansieht, dass die Artikel mit ganz viel Liebe ausgesucht werden. Und Du hast sogar eine eigene Kollektion – Glückwunsch! Wie toll ist das denn? Wie bist Du auf die Produkte gekommen?
Danke! Das hat sich im Grunde aus dem Shopbetrieb heraus ergeben – ich biete bisher ja nur Artikel »made in Germany« an und das ein oder andere Produkt das ich mir für den Shop gewünscht habe, gab es einfach nicht! Also habe ich selbst angefangen, FreuDinge zu entwickeln.
Herzkochloeffel EssigundOel BootsBecher AhoiBrettchen

Was ist Dir wichtig bei der Auswahl Deiner eigenen Produkte und woher holst Du dir die Inspirationen?
Die Qualität muss stimmen. Und der Preis. Und der Lieferant muss passen. Das ist manchmal nicht ganz einfach, weil ich noch an der Idee festhalte, dass nicht nur die Veredelung in Deutschland gemacht wird. Ich muss sehen, ob das auf Dauer weiter klappt, denn es gibt schon einiges, was ich an Ideen nicht umsetzen konnte, weil es einfach keine Produktionsmöglichkeiten mehr hier gibt. Beispielsweise gibt es keine Emaillierwerke mehr in Deutschland. Leider. Woher die Inspiration zu den FreuDingen kommen, weiß ich selbst nicht so genau. Manches fliegt mich im Alltag an, manche Idee wächst ganz langsam oder ergibt sich aus den bestehenden Produkten. Im Grunde entwickel ich aber einfach Produkte, die ich selbst gerne hätte!

Werkstatt Brennstempel

Und warum machst Du das bzw. was hast Du vorher gemacht?
Ich habe jahrelang als Freiberuflerin in der Werbung gearbeitet. Der Wunsch, nochmal etwas anderes zu machen, war schon länger da und nach der Geburt unseres Sohnes hatte ich plötzlich die Zeit, genauer über diesen Wunsch nachzudenken. Und so sind ganz allmählich die FreuDinge entstanden. Dazu muss ich aber sagen, dass ich ursprünglich mal Groß- und Außenhandelskauffrau bei einem Versandhaus gelernt habe und später für dieses auch noch lange als Freiberuflerin gearbeitet habe. Insofern war die Idee jetzt vermutlich nicht so ganz weit hergeholt …

Und was machst Du sonst so? Erzähl doch mal!
Familie, Hund, Haus und FreuDinge sind zeitlich schon recht anspruchsvoll – viel Zeit bleibt da nicht mehr übrig. Da ich tatsächlich eine reine One-Woman-Show mit dem Onlineshop bin, lastet mich das gerade ziemlich aus. Aber das stört mich nicht, weil ich den Shop einfach zu gerne betreibe und es daneben liebe, mich neuen Ideen zu widmen oder in der Werkstatt Prototypen zu entwickeln. Wenn mein Sohn etwas älter ist, fange ich ganz sicher wieder mit dem Theaterspielen an. Ich habe recht lange in einer plattdeutschen Laiengruppe gespielt und das hat mir unglaublich viel Spaß gemacht …

Danke Dir, Michaela für den Einblick, den Du uns gegeben hast. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und freue mich jetzt schon auf die neuen Eigenkreationen in Deinem Shop!
Hab vielen Dank für die tollen Fragen Christin, das hat mir echt Spaß gemacht!

PS zufällig in/um und herum in Bargteheide ist… bei Blumen Jentsch gibt es einen Shop-in-Shop!

Photos: http://www.freudinge.de

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Woher kommt der einfachste Pfannkuchen? Richtig. Aus dem Ofen. Geht nicht? Geht doch – schiebste die Pfanne in den Ofen, fertig. Nicht genau genug? Also dann etwas ausführlicher. Aber zuerst einmal, ich bin ein Riesen Fan von Pfannkuchen. Am liebsten mit Äpfeln oder Blaubeeren wahlweise mit Zimt&Zucker oder Sirup. Das, was mich nur am meisten nervt, ist, dass man am Herd stehen bleiben muss, wenden muss, aufpassen muss, dass nichts anbrennt, etc., etc.

Damit ist ab sofort Schluss, denn seit ich diesen Pfannkuchen hier im letzten Jahr in der Sweet Paul gesehen habe, will ich keinen anderen Pfannkuchen mehr. Und ihr auch nicht, wetten?
Innerhalb von einer halben Stunde, von denen man 20 Minuten im Bad, im Bett oder sonstwo verbringen kann, ist er fertig und dabei wunderbar fluffig. Das ganze Haus riecht nach einem frisch gebackenem Pfannkuchen. Und er sieht wirklich sensationell aus. Also S E N S A T i O N E L L !
Deswegen gibt es den bei uns auch recht häufig, immer mit dem Obst, das gerade im Haus ist. Man stelle sich den bitte aber mal mit flüssiger Marmelade vor, Apfelmus, Schokolade oder mit Roquefort, Birnen und Honig….ach was, testet einfach selbst! Und? Was packt ihr so drauf?

Hier das Rezept für einen Ofenpfannkuchen:
2 EL Butter
3 Eier
1 EL Zucker
1 Prise Salz
65g Mehl
120ml Milch

Für den Belag Obst nach Wahl oder was immer ihr auch mögt.

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Butter in eine Gusseisenpfanne (oder in eine Springform) geben und im warmen Ofen schmelzen lassen. Inzwischen die Eier mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät verrühren, dann die anderen Zutaten hinzugeben und alles zu einem sämigen Teig vermischen. Den Teig in die Pfanne geben und ca. 20 Minuten backen, bis der Pfannkuchen schön hochgegangen und goldgelb ist.
Wer mag, gibt geschnittene Früchte dazu.

*Mohltied*

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