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Archiv für den Monat Januar 2015

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Ich glaube ich hatte an verschiedenen Stellen schonmal erwähnt, dass ich Kuchen zum Frühstück liebe. Ungefähr hier, hier, hier und hierUnd jetzt ein weiterer Beweis dafür, dass Kuchen zum Frühstück unterschätzt wird. Ich meine, hey – mal ganz ehrlich. Ob nun Workaholic, Mama oder was weiß ich. Ihr könnt mir nicht erzählen, dass es nicht solche Tage gab oder gibt, an denen man morgens einfach nicht aus dem Bett kommt. An denen das kuschelige, warme Bett viel gemütlicher ist als alles andere. Man aber doch hoch muss. Egal wie müde man ist. Egal wie schlecht oder kurz die letzte Nacht war. Egal wie ekelhaft es über der Bettdecke ist. Was dem, was draussen vor der Tür ist, wollen wir gar nicht erst sprechen. Und genau an solchen Morgen, an denen macht so ein kleines Stück Kuchen den morgen wesentlich erträglicher. Vielleicht noch lange nicht gut, aber aushaltbar. Dann kann man sich versöhnen mit dem Tag und hat Energie für alles, was da so kommt.
Dieser Küchen hier, der kann das. Der vertreibt so alles und das Tollste an der Sache: man macht ihn abends, da er eh noch ne Nacht im Kühlschrank durchziehen muss. Und am nächsten morgen wacht man auf und hat immer noch den warmen Geruch von frisch gebackenem Kuchen in der Nase. Also nur schnell ab zum Kühlschrank, ein Stück vom Kuchen anschneiden, Kaffee, Kakao oder ein Tee dazu – passt.
Und jetzt noch ein Tipp für alle Muttis: Der geht wirklich easy peasy und hält sich mehrere Tage. Wenn’s mal wieder schnell gehen muss morgens… weil nicht essen ist auch keine Alternative, richtig?

Hier das Rezept:
150ml Milch
500g Mehl
1 Würfel Hefe
2 Bananen
5 Eier
250g Butter
230g Zucker
1 Prise Salz
500ml frisch gepresster O-Saft

Milch erwärmen, Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde machen. Hefe in die Mulde bröseln, etwas Milch dazugießen und mit der Hefe verrühren, dann mir etwas Mehl vom Rand bestäuben. 30 Minuten ruhen lassen.
Bananen schälen, jeweils eine in Stücke schneiden, eine zermusen. Das Bananenmus und die -würfel mit dem Vorteil, der restlichen Milch, Eiern, Butter, 3 EL Zucker und dem Salz zu einem Teig verkneten und weitere 30 Minuten ruhen lassen.
Den Ofen auf 220 Grad vorheizen, den Teig in eine gefettete Backform geben und ca. 20 Minuten backen, im Anschluss den Backofen auf 175 Grad reduzieren und weitere 20 Minuten backen (wenn er zu dunkel wird mit Backpapier abdecken).
Inzwischen den O-Saft mit 250ml Wasser und übrigem Zucker 15 Minuten köcheln. Den Kuchen aus der Form stürzen, kurz abkühlen lassen und wieder in die Form geben. Mit einem langen Stäbchen mehrfach einstechen und mit dem Orangensirup beträufeln bis der Sirup vollständig aufgebraucht ist. Die Savarin zugedeckt über Nacht kalt stellen.

*Mohltied*

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Wenn früher Dinge nicht so gelaufen sind, Tage ganz bescheiden waren oder wenn es draussen tagelang nur graue Suppe zu sehen gab, dann habe ich meistens einen Ausflug nach Paris gemacht. Für so 2, 3 Stunden. Habe mir ein schönes Rezept gesucht, dass viel Liebe braucht und habe mich nach Paris geträumt. Mit den Händen im Teig, der Schokolade auf dem Herd und dem Licht im Backofen wurde aus einem schlechten Tag ein Guter und aus der grauen Suppe ein Grund Zuhause zu bleiben und dem Nieselregen beim herunterfallen zuzusehen.
Das war früher. Definiere früher: Vor den Kindern. Auch heute gibt es logischerweise Tage, die zum im-Bett-bleiben sind, geht aber nicht. Und es gibt nach wie vor auch diese wochenlangen Niesel-Fiesel-Regentage, an denen man nicht rauswill. Nein, auch nicht mit Kindern, sind ja keine Hunde. Hätte ich einen Grund gesucht täglich spazieren zu gehen, hätte ich mir zwei Hunde angeschafft, nicht zwei Kinder. Was sich zu früher auch verändert hat, ist der Drang nach Schokolade. Der war an doofen Tagen groß, aber heute ist der jeden Tag RIESIG! Das Problem an der Sache: Meistens reicht die Zeit nur für Tafelschokolade. Vorbei mit gemütlichem Licht im Backofen, Schokoladenduft vom Herd und der Paris-Träumerei. Fast. Denn wenn etwas relativ schnell und unaufwendig zu backen geht, dann geht das auch mit Kindern. Zwar nicht immer dann wenn man will, dann muss man sowas schonmal auf den Abend schieben – aber das Gefühl am Ende, das bleibt. Etwas wirklich Köstliches Zustande gebracht zu haben. Etwas, von dem man von vornherein weiß, der Aufwand lohnt sich. Das funktioniert. Egal wie spät es ist. Und wenn Du dann am Tisch, auf der Couch oder auf dem Boden sitzt (während die Kinder ihren 20Minuten-Schlaf halten) und in Dein vollbrachtes Werk hineinbeißt, dann scheint die Sonne, dann ist alles gut. Dann bist Du in Paris.

In diesem Sinne: versucht diese Wahnsinns-Eclairs und träumt euch nach Paris. Ich warte da auf euch. Bis gleich!

 

Hier das Rezept für ca. 20 Stück:

125ml Milch
125g Butter
1/2 TL Salz
3,5 TL Puderzucker
150g Mehl
4 Eier
100g Zartbitter-Schokolade
400g Schlagsahne
1 TL Honig
1 Vanilleschote
Kakaopulver

Für den Teig 125ml Wasser, Milch, Butter Salz und einen haben TL Puderzucker in einem Topf aufkochen. Das Mehl auf einmal dazugeben und auf dem Herd mit einem Kochlöffel kräftig verrühren, sodass ein glatter Teigkloß entsteht. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Den Backofen auf 200 Grad vorheizen, Backpapie auf ein Backblech legen. Die Eier nach und nach mit den Knethaken unter den Teig rühren. Den Teig in eine Spritztülle (oder einen Gefrierbeutel mit Schlitz) geben und Teigstreifen auf das Backblech spritzen. Ca. 15 Minuten backen, herausnehmen und sofort einen seitlichen Schlitz machen (damit der Dampf entweicht – Vorsicht, heiß!) und vollständig auskühlen lassen.
Für den Guss die Schokolade fein hacken, 50g Sahne und Honig in einem Topf kurz aufkochen, vom Herd nehmen und erst die Schokolade unterrühren, dann nochmals 50g Sahne dazugeben und glatt rühren.
Für die Füllung das märk aus der Vanilleschote herauskratzen und mit dem Rest der Sahne und des Puderzucker steif schlagen und ebenfalls in einen Spritzbeutel oder einen Gefrierbeutel geben (Achtung: kleineres Loch als beim Teig!). Die Teigstreifen mit der Sahne befüllen, den Guss auf die Teigdeckel streichen (ruhig mehrmals) und kalt stellen. Jetzt einen Café au laut machen, einen bis drei Ecialrs mit Kakao bestäuben und ein ruhiges Plätzchen suchen. Augen zu, reinbeissen und die Welt da draussen für einen Moment vergessen, Et voilà!

*Mohltied* bzw. in diesem Fall: Bon Appétit!

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Ein absolutes Muss wenn ich in Frankfurt bin, ist die Kleinmarkthalle. Unserer Tradition folgend, dass wir wirklich JEDEN Samstag auf den Markt gehen (völlig egal wo wir sind), gehen wir hier gerne Samstagmorgens hin um a) zu frühstücken, b) uns treiben zu lassen und c) zu geniessen, dass wir eigentlich nix kaufen müssen, denn für Essen ist gesorgt (Schwiegermama sei Dank).

Die Kleinmarkthalle ist immer so etwas wie Urlaub für mich. Eigentlich ist es nur ein Markt in einer Halle, in der man aber alles findet, was man so braucht. Von Gemüse, Pasta, Fisch, Fleisch, Blumen oder die Erpressbar – hier kann man es gut einen Vormittag aushalten. Besonders schön: Weinfeste vor der Halle. Dann ist es zwar rappeldickevoll, aber die Stimmung ist super (klar, Wein am Morgen und so weiter…) und der Wein extrem lecker.
Von unserem letzten Besuch habe ich euch ein paar Impressionen mitgebracht – guckst Du hier:

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Happy New Year ihr Lieben! Und vor allem Lucky New Year.
Denn manchmal braucht man einfach auch mal ein bisschen Glück. Davon hatte ich in 2014 ganz schön reichlich und ich verabschiede das wunderbare 2014 etwas wehmütig, freue mich aber wahnsinnig auf ein spannendes und aufregendes 2015. Und wünsche mir für meine Lieben und für mich weiterhin eine Portion Glück wenn man sie braucht. Denn manchmal nützt die größte Arbeit und Mühe nichts. Ob man nun zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist oder ob sich gerade auf wunderbare Weise Dinge einfach fügen, man einen tollen Menschen kennenlernt, die richtige Entscheidung trifft oder es sich einfach für einen kurzen Moment schön macht um Kraft zu tanken für schwierige Zeiten. Damit das Glück dann einfach durch die Hintertür wieder reinkommen kann wenn es zur Vordertür rausgegangen ist. Manchmal muss man das Glück auch ein wenig herausfordern. Oder ganz fest daran glauben. Oder festhalten. Und sich über das Glück im Kleinen freuen. Über die ersten warmen Sonnenstrahlen zum Beispiel, oder den ersten warmen Frühlingsabend und man schon den Sommer riechen kann. Über den letzten freien Tisch im Café, über schöne Blumen. Über ein schönes Zuhause oder eine liebe Nachricht eines lieben Menschen. Über schlafende Babies und den Luxus eine ganze (!) Zeitschrift von vorne bis hinten durchzulesen. Über Babies. Und über etwas selbst gebackenes. Am besten mit Schokolade. Etwas, dass zur Abwechslung auch mal etwas aufwendiger sein darf und über dessen Ergebnis man sich noch ein bisschen mehr freut, Wie diese Schokoladen Babka.
Zugegeben, das ist eine der wenigen Dinge, die ich dann auch einen Tag vorher vorbereite. Aber: Der Aufwand lohnt sich. Versprochen. Auch wenn mal alles schief geht und das Glück mit seinen sieben Sachen gerade zur Vordertür raus ist. Danach kommt es zur Hintertür garantiert wieder rein und macht es sich mit euch bei einem Stück Babka und einem Latte Macchiato gemütlich. HA!

Einen guten in ein glückliches 2015!

 

Hier das Rezept für zwei Schokoladen Babka:

530g Mehl
360g + 2 EL Zucker
2 TL Trockehefe
abgeriebene Schale von 1 Zitrone
3 Eier
1/3 TL Salz
150g zimmerwarme Butter
Sonnenblumenöl
50g Puderzucker
30g ungesüßtes Kakaopulver
130g Zartbitterschokolade
120g Butter
100g Walnüsse
2 EL Zucker

Für den Teig Mehl, 100g Zucker, Hefe und Zitronenschale 1 Minute auf niedriger Stufe mit den Knethaken der Küchenmaschine vermischen. Die Eier sowie 120ml Wasser dazugeben und das Ganze einige Sekunden bei geringer Geschwindigkeit und danach 3 Minnten auf mittlerer Stufe kneten. Das Salz und nach und nach die Butter hinzufügen. Den Teig ca. 10 Minuten auf mittlerer Stufe weiterkneten bis er glatt und elastisch ist. Dabei gelegentlich den Rand der Rührschussel abschaben und mit Mehl bestäuben, dabei sich der Teig löst. Eine große Schüssel mit Öl einfetten, den Teig hineinlegen und mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.
Am nächsten Tag zwei große Kastenformen (oder eine Gugl-Form) mit etwas Öl eintetten und die Böden mit Backpapier auslegen.Den Teig in zwei Portionen teilen.
Für die Füllung den Puderzucker mit Kakaopulver, Schokolade und Butter zu einer streichfähigen Paste verrühren. Jeweils eine Teigkugel auf einer leicht bemehlter Arbeitsfläche zu einem großen Rechteck so ausrollen, dass die kurze Seite zu einem zeigt und die Teigränder begradigen (am besten gerade schneiden). Die Schokoladenpaste auf den beiden Teigplatten verstreichen, dabei rundherum einen Rand von 2cm lassen. Die Nüsse und danach den Zucker je zur Hälfte auf der Teigplatten verteilen. Die linke Teigseite mit Wasser bepinseln und den Teig von rechts nach links aufrollen. Den befeuchteten Rand gut andrücken, den Teig mit beiden Händen zu einer gleichmäßigen Rolle formen und so hinlegen, dass sich die Naht unten befindet.
An beiden Enden jeweils 2cm Teig mit einem Sägemesser abschneiden. Die Rolle vorsichtig der Länge nach mit dem Messer in zwei gleiche Hälften teilen und die oberen Enden zusammendrücken. Die Hälften zu einem Zopf übereinanderschlagen und die unteren Enden zusammendrücken und vorsichtig in die Form heben. Mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und den Teig 1-11/2 Stunden an einem warmen Platz gehen lassen.
Den Backofen auf 190 Grad vorheizen, die Formen abdecken und auf der mittleren Schiene des Ofens für ca. 30 Minuten backen.
In der Zwischenzeit einen Sirup herstellen. Dafür den Rest Zucker (260g) mit 160ml Wasser zum Kochen bringen (regelmäßig rühren!). Sobald sich der Zucker aufgelöst hat, den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Die Kuchen sofort nach dem Backen damit bestreichen, abkühlen lassen und servieren, sobald diese komplett ausgekühlt sind. Hält sich gut aufbewahrt mehrere Tage!

*Mohltied*