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Archiv für den Monat Dezember 2014

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Kennt ihr das? Und schwuppdiwupp ist Weihnachten. Wenn alles gut lief, sind die großen Weihnachtsgeschenke besorgt. Aber der Kleinkram! Die kleine Aufmerksamkeit für Tanten, Onkel, Nachbarn oder den Postboten – oder das „Obendrauf-Geschenk“ für Mama, Papa, Schwester… die nerven. Meist fällt einem nix ein und man holt dann doch nur doofen Kleinkram, den man selbst gar nicht geschenkt bekommen will. Oder jedes Jahr dasselbe. In diesem Jahr nicht. Ha! In diesem Jahr gibt es – auf den letzten Drücker und in superschnell etwas Leckeres. Selbstgerechtes. Mit ganz viel Liebe und so. Und ganz vielen Nüssen. Und einem ordentlichen Schuss Curry. Die New Yorker Weihnachtsnüsse. Warum genau die New Yorker Weihnachtsnüsse heißen, keine Ahnung. Ich verbinde mit New Yorker Nüssen immer den Geruch von verbranntem Irgendwas, die alle Naslang am Straßenrand stehen. Diese Stände sind höchsten dafür gut, dass man bei Eiseskälte ein bisschen Wärme abbekommt. Aber da kann man auch Metro fahren. Aber das ist eine andere Geschichte. Zurück zu den New Yorker Weihnachtsnüssen. Und stellen wir uns einfach vor, wir sitzen in einer hübschen Hotellobby irgendwo an der Upper East Side – zu Weihnachen, mit Kamin und mit dicken Adventskranz. Und roten, schweren Gardinen. Rod Stewart singt im Hintergrund das Great American Songbook rauf und runter während draußen die ersten dicken Flocken fallen. Dazu gibt es Tee und frisch geröstete New Yorker Weihnachtsnüsse. HALLO!!!! Aufwachen! Und ran an den Herd – denn umso schneller könnt ihr es euch bei Tee und Nüssen gemütlich machen. Und habt obendrein auch noch ein Bomben-Weihnachtsgeschenk!
Also dann – ab nach New York! Merry Christmas!

Für 2 große Gläser braucht ihr:
150g Butter
500g Nüsse nach Wahl (ich habe Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Sonnen- und Kürbiskerne verwendet. Zum Verschenken eignen sich aber auch Cashewkerne, Pinienkerne, Pistazien und Macadamia)
2 TL Currypulver
je eine Prise Zimt, Paprikapulver, Cayennepfeffer
ordentlich Salz (ich nehme immer eine gute Hand voll… aber je nach Geschmack sollte das abgeändert werden)

Den Backofen auf 150 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Butter in einer Pfanne schmelzen. Zuerst das Currypulver anbraten, dann die Nüsse dazugeben. Gut verrühren bis alle Nüsse mit der Butter bedeckt sind, 1-2 Minuten braten. Die restlichen Gewürze dazugeben, gut vermischen und die Nussmischung auf dem Backblech verteilen. Ordentlich salzen und für ca. 20 Minuten auf der untersten Schiene rösten. Zwischendurch immer mal schauen, die Nüsse sollten nicht schwarz werden! Aus dem Ofen nehmen, ggf. nochmals salzen, abkühlen lassen und in Gläser füllen. Hübsch verpackt ist diese Nussmischung ein Highlight nach all dem Süßkram in der Adventszeit.

*Mohltied*

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Wann immer ich an an ein typisches Frühstück bei uns Zuhause denke (wobei sich das uns und Zuhause auf das meiner Eltern bezieht und ich dabei gefühlt 25 Jahre zurückdenke…), muss ich an braune Kuchen denken. Um genauer zu sein an Kemm’sche braune Kuchen. Denn die habe ich mit Vorliebe als kleines Kind auf Brötchen gegessen. Und warum auch immer, wenn es nicht eine Tüte (die sind ja so schön dezent himmelblau…) davon bei uns Zuhause auf dem Esstisch stand (gleich neben dem Toaster), dann fehlte tatsächlich etwas. Und egal wo ich auch gewohnt habe: ohne braune Kuchen ging nichts. Sozusagen: nicht ohne meine Tüte. Und lustiger Weise stand auch in meiner ersten Wohnung immer ein Tüte braune Kuchen auf dem Esstisch. Genau. Gleich neben dem Toaster. Zugegeben, in meinen nächsten Wohnungen habe ich mir diesen Tick abgewöhnt. Mama, steht bei euch die Tüte da eigentlich immernoch oder sind die inzwischen in den Schrank gewandert? Muss ich direkt mal gucken…
Seitdem ich selber Mama bin, leg‘ ich irgendwie noch mehr Wert auf Traditionen und auf die schönen Dinge, die mich an meine Kindheit erinnern – und somit sind auch bei uns braune Kuchen nicht wegzudenken. Und was so’n anständiger Hamburger Haushalt ist, muss eine Tüte Kemm’sche Kuchen haben. Immerhin sind die ein absolutes Hamburger Original. Und weil man die eben immer essen kann. Morgens auf Brötchen, Zwischendurch pur oder auch mit ein bisschen Butter bestrichen. Eigentlich wollte ich die in diesem Jahr mal selber machen. Bis ich gesehen habe, dass man dafür so Dinge wie Hirschhornsalz und Pottasche braucht (ja, Pott-Asche, was auch immer das sein soll…). Wer mal ein bisschen gelesen hat, weiß, dass ich für so einen Quatsch nicht zu haben bin. Braucht man ja auch nie wieder. Und zum Glück sind die braunen Kuchen von Herrn Kämm so lecker, dass der ein Geschäft daraus gemacht hat und die Dinger verkauft. Wie gesagt: Tütenweise. Unsere ist übrigens alle. Ich muss dann mal weg…

*Mohltied*

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Na endlich. Da isses. In Berlin schon ewig und auch in Frankfurt eine Weile. So lang hab ich es mir auch für Hamburg gewünscht.Und tadaaaa!!!! Jetzt isses quasi vor meiner Tür. Also nicht direkt gewünscht. Aber sowas in der Art: einen guten, leckeren, schnellen unkomplizierten Asiaten, bei dem man einfach nur eine Suppe oder einen Salat essen kann. Morgens (ok, morgens ist eine Definitionsfrage… für mich beginnt der Morgen seit 4 Monaten gegen 12 Uhr), mittags oder abends. Seit dem 30.11. ist das quan do in der Gertigstrasse in Hamburg-Winterhude Zuhause und bietet vietnamesisches Street Food an. Heisst: „Pho“ (eine traditionelle Suppe) oder „Bún“ (im Prinzip ein lauwarmer Nudelsalat). Ok, und ein paar Mittagsgerichte. Fertig. Und das reicht auch, denn es gibt so viele verschiedene Variationen. Dazu eine leckere, hausgemachte Limo (Lychee oder Minze-Ingwer! Der Knalle!). Am liebsten hätte ich die Karte rauf und runter getestet, denn es klingt alles lecker, gesund, leicht und vor allem: Nichts wird mit Knoblauch und irgendwelchen Gewürzmischungen übertüncht. Es gibt ausschließlich frische Kräuter und Gemüse. Unverfälscht und gut – so kann man sich auch bei Hamburger Schmuddelwetter ein bisschen in’s warme Vietnam träumen.
Ob für die schnelle Mittagspause oder gemütlich mit Freunden am Abend – gemütlich ist es durch die vielen Lampions an der Decke allemal. Und noch viel schöner: auch als Neu-Muddi pass ich mit meinem Zwillingswagen durch die Tür und finde sogar schnell einen Platz.

Ja, bestimmt denken jetzt einige, ist nix Neues, gibt es ja schon in der Innenstadt, aber das quan do ist neu in Winterhude. Und ich freue mich wie Bolle und hüpfe vor Freude in die Luft. Und ihr – hüpft ihr mit?

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Ich liebe Ziegenkäse. Stimmt nicht. Ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe Ziegenkäse. In allen Variationen, aber am liebsten warm. Vor einiger Zeit habe ich ein Rezept für herzhafte Bratäpfel gesehen – mit einer Ziegenkäsefüllung. Da dachte ich mir: musste ausprobieren. Und wie der Zufall es so wollte, ergab sich auch gleich die Möglichkeit, denn meine Muddi-Gruppe schneite vorbei. Und für die wollte ich etwas Weihnachtliches und Leckeres machen. Irgendwas, was ein bisschen aufwendig ist aber so lecker, dass sich ein bisschen Aufwand lohnt. Sowas bei dem man denkt: Boah, ist das lecker. Das hab ich so vorher ja noch nie gegessen. Das Rezept muss ich haben. (Anmerkung am Rande: Als Foodblogger hat man ja schließlich eine Ruf zu verlieren). Gesagt, getan. Eingekauft und am Tag der Tage startklar zwei Stunden vorher in der Küche gewesen. Konnte also losgehen. Denkste. Haste nicht mit Zwillingen gerechnet. Die lagen nämlich eigentlich total entspannt und relaxt unter ihrem Spielebogen. Bis ich in der Küche stand. Da ging das Gequake von der Einen los. Ein ein bisschen Gutschi-Gutschi, Schnuller rein, Liedchen gesungen, alles wieder Paletti. Noch 1,5 Stunden. Mist, egal, wird die Temperatur höher gedreht. Also weiter. Denkste. Haste nicht mit der Anderen gerechnet. Ein bisschen Gutschi-Gutschi, Schnuller rein, Liedchen gesungen. „Alles wieder Paletti“, ich so. „Nix da“, sie so. Und schon ging das Mega-Geschrei los. Blick auf die Uhr: Noch eine Stunde. „Nee, Schneckchen, dafür hab ich jetzt keine Zeit“, denk ich mir so. Und sie sich: „Is mir total egal, ich will spielen. Mit Dir. Oder auf’n Arm. Aber nicht hier rumliegen“. Also, das Kind in den Maxi Cosi, mit einem Fuß gewippt, solange die Hände freibleiben, ist ja alles gut. Blick auf die Uhr: 45 Minuten bis hier die Mädels eintrudeln. Noch nichts geschafft, aber immerhin, ich bin geduscht und angezogen. Da das Kind im Maxi Cosi droht sich mit einem Satz aus daraus zu verabschieden und das andere Kind spontan in die Schreierei eingestiegen ist, Kind aus der Gefahrenzone Maxi Cosi geholt, wieder ab unter den Spielebogen. Keine gute Idee. Noch mehr Schreierei. Also: ab in’s Bad um den besten Freund zu holen. An dieser Stelle ein Hoch auf den Menschen, der den Fön erfunden hat. Ohne wäre ich aufgeschmissen. Blick auf die Uhr: 30 Minuten. Das mit dem Bratapfel wird wohl nichts mehr. Aber immerhin sind die Kinder ruhig und entspannt. Kurzer Blick in den Kühlschrank und die Entscheidung: wir improvisieren.
Und was soll ich sagen: Unter Druck gehts doch immer noch am besten. Das sind die Rezepte, die ich liebe. Stimmt nicht. Die ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe. Herausgekommen sind nämlich megaleckere Apfel-Ziegenkäse-Törtchen. Sowas, bei dem man denkt: Boah, ist das lecker. Das hab ich so vorher ja noch nie gegessen. Und wisst ihr was? Das Rezept wollte auch jemand haben!

In diesem Sinne: Hier das Rezept für alle Muttis, die keine Zeit haben oder keine Lust auf großes Trara haben.

P.S. Bei uns gab es die am Tag darauf direkt nochmal, so lecker waren die – in leichter Variation mit Blätterteig. Achso – zum Frühstück.

Hier das Rezept für 6 Törtchen:
1 Packung Yufka- oder Blätterteig (z.Bsp. von Tante Fanny)
1 Apfel (säuerlich, Holsteiner Cox eignet sich gut und hatten wir noch von unserer Apfelernte da)
240g Ziegenfrischkäse
1 Stück Ziegenkäserolle
1 Handvoll getrocknete Tomaten
1 Handvoll Pinienkerne
ein paar Stiele Thymian
Salz, Pfeffer

Als erstes den Backofen auf 200 Grad vorheizen, das Muffinblech einfetten. Den Yufka- oder Blätterteig in Quadrate schneiden und die Förmchen damit auslegen (bei Yufka-Teig ruhig ein paar mehr Quadrate in die Förmchen legen).
Den Ziegenkäse würfeln, getrocknete Tomaten in feine Streifen schneiden, den Apfel in kleine Stücke Hacken, Thymian waschen, vom Stiel zupfen und fein hacken. Pinienkerne anrösten und alles mischen. Die Mischung würzen und auf die Förmchen aufteilen, Teig „zuklappen“ und für 20-30 Minuten im Ofen backen. Fertig.

*Mohltied*

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Als ich noch schwanger war, also so ziemlich eine Ewigkeit her, habe ich mich in die Schoko-Glückskekse von Anja Klatt von Schindelwick verliebt. Nein, das war keine Schwangerschaftsnebenerscheinung, sondern ehrliche Liebe. Wer noch Zweifel hat, kann sich vertrauensvoll an mein Patenkind Lucas (2) wenden. Der liebt die auch. Und der ist ein echter Experte. Schokokeks-Experte quasi.
Aber zurück zu Anja von Schindekwick: An diesem Tag im April lagen die Probierkekse hübsch aufgereiht auf der Etagere bei Kanne Junior, wo sie nämlich ihre Köstlichkeiten vorgestellt hatte und am liebsten hätte ich die komplett aufgefuttert. Warum ich dann nur ein Paket für Lucas mitgenommen habe – keine Ahnung… schieben wir es mal auf kurzzeitige Schwangerendemenz. Und noch dümmer: Natürlich habe ich nicht einen Keks abbekommen. Die Alternative wären die Pralinen, die ich meiner Mama mitgenommen habe, gewesen. Doch leider stehe ich nicht so sehr auf Pralinen, was mich in diesem Fall besonders geärgert hat, denn die sahen ebenfalls sehr lecker aus. Also habe ich mich einfach gefreut, dass alle Süßmäuler glückliche Gesichter machten und mir gedacht: „Gehste einfach wieder hin zur Anja und kaufste neu.“ Pustekuchen. Am Dienstag nach Ostern war alles weg. Und der Supergau: wird nicht nachgeliefert. Aber hier kommt die gute Nachricht: es gibt eine Nummer bei der sich Schokobedürftige melden können. Und schwuppdiwupp gab es Nachschub in Sachen Keksen. Herrlich!!!!!

Wer Schindelwick einmal online besucht, wird sehen, dass es auch ganz viele leckere Cake Pops gibt – in den unterschiedlichsten Sorten. Für Lucas gab es übrigens ein Krümelmonster-Cake-Pop zum Geburtstag… guter Gedanke, über die Schoko-Glückskekse geht bei ihm aber trotzdem nix.

Und jetzt kommt der Superknaller: Passend zur bevorstehenden Weihnachtszeit hat Anja das Rezept für ihre Schokokekse rausgerückt. Wie toll ist das denn bitte?

Schoko-Glückskekse
130 g Butter
1/2 Ei
70 g Zucker
200 g Mehl
30 g Kakao darunter)
1 gestr. TL Backpulver
1 Prise Salz
Abrieb einer Bio-ZitroneAlles zu einem Teig verarbeiten und mindestens 1 Std in Frischhaltefolie in den Kühlschrank stellen. Dann zu Kugeln formen und den Keksstempel eindrücken, damit die Kekse flach werden. Dann vorsichtig lösen und bei 180 Grad ca 12 Minuten backen. Falls die Kekse an dem Stempel kleben… etwas Mehl auf den Stempel drücken. In einer Keksdose aufbewahren.

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Hatte ich schonmal erwähnt, dass ich ein wirklicher Fan der einfachen Küche bin? Ähm ja, seit ich Kinder habe noch viel mehr. Und wenn das dann auch noch bombenmäßig schmeckt, her mit dem Rezept. Will ich haben und wird fest in meinem Kochbuch der Lieblingsrezepte niedergeschrieben.
Und so hab ich meiner Schwiegermutter das Rezept für die weltsensationellste Weihnachtsmarmelade abgeluchst. Mit der kam sie vor ein paar Jahren um die Ecke. Ich weiß noch genau wie ich die das erste Mal probiert habe. Ich dachte ich spinne, so lecker war die. Das Glas war innerhalb eines Wochenendes alle, ich hab nach Nachschub geschrien und seitdem haben wir diese Marmelade immer im Haus. Auch im Sommer, ohne Scheiß. Da kenn ich nix, da find ich auch Lebkuchengewürz bei 30 Grad Außentemperatur nicht dramatisch. Und Nutella kann morgens einpacken! Ach was sag ich, das kann komplett zu Hause bleiben! Überhaupt geht dieser Aufstrich zu allem was man so morgens frühstücken oder nachmittags backen kann: Brioche, Brötchen, Croissants, Graubrot, Stollen, Pfannkuchen, Waffeln oder auch einfach pur. Ist superschnell und einfach zu machen und als Mitbringsel für diverse Einladungen (kommt ja zur Zeit das ein oder andere Mal vor) ein echtes Highlight.


Hier das Rezept für 4 Gläser:

750g Pflaumen (wer keine mehr bekommt oder zufällig keine im Gefrierfach hat, nimmt einfach umgesüßtes Pflaumenmus – gibts im Reformhaus)
250g Schokoladendessertsoße
10g Lebkuchengewürz

Pflaumen zu Mus einkochen (am besten mit Stärke andicken), Schokosoße einrühren, Lebkuchengewürz unterrühren. In Gläser füllen, hübsch verpacken, fertig.

*Mohltied*

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