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Archiv für den Monat September 2014

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Ich finde der August war ein perfekter Monat um Nusskuchen zu backen. Und zu essen, natürlich. (aber inzwischen haben wir ja September und Nüsse gibt es ja Gott sei Dank das ganze Jahr über…). Ich weiß nicht warum – vielleicht liegt es daran, dass er mich immer an unseren Toskana-Urlaub vor einigen Jahren erinnert. Der war nämlich auch im August. Oder vielleicht weil die Beerensaison so langsam zu Ende geht und Pflaumen den Beeren nunmal nicht das Wasser reichen können (obwohl so ein ehrlicher Pflaumenkuchen auch was Feines ist – Rezept hier).
Bei uns gab es am also an einem Sonntag im August diesen Nusskuchen mit ganz vielen Mandeln und Haselnüssen. Lecker war der, weil so schön saftig und nussig. Braucht man eigentlich keine Sahne für, geht auch prima so. Und noch viel besser: geht auch am Montag zum Frühstück, mit einem frischen Kaffee dazu ist dieser Kuchen quasi ein Frühstückskuchen. Machen die Italiener ja auch so, müsst ihr also kein schlechtes Gewissen bei haben. Und schon macht der Montag Spaß! Ach ja, diese Italiener wissen schon wie man sich das Leben hübsch macht. Also – am besten: Kuchen + dolce far niente = dolce Vita.

Na dann: *Mohltied*

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Das Wetter kann sich ja zum Glück grad nicht so richtig zwischen Sommer und Herbst entscheiden – und ich kann es aktuell essenstechnisch auch noch nicht. Auf der einen Seite ist es noch Burger-, Limo- oder Wassermelonen-Feta-Salat-Wetter (für mich DIE Rezepte des Sommers 2014), auf der anderen Seite lachen mich auch schon Kürbisse und Pilze an… Sommer im Herbst? Herbst im Sommer? Wer weiß das schon so genau – am besten einfach genießen und sich das Beste von beidem Herauspicken. So mach ich das grad mit allem und auch mit diesem Salat. Der schmeckt durch die Äpfel und den Radicchio so wunderbar frisch und knackig nach Sommer und auch schon ein bisschen herb und deftig durch Pilze und Dressing. Dazu geht der so herrlich einfach und lässt sich gut vorbereiten (für ein letztes Picknick zum Beispiel), wenn es abends dann doch schon zu kühl ist um lange draussen zu sitzen.
Also – genießt die letzten schönen Tage dieses Traums von einem Spätsommer!

Hier das Rezept für ca. 4 Portionen:

800g Kartoffeln, festkochend
6 Scheiben Serrano
600g Pilze (ich habe Pfifferlinge und Champignons genommen, es gehen aber auch alle anderen Pilzsorten)
3 Lauchzwiebeln
1 kleiner Radicchio
1 Apfel (ich habe Holsteiner Cox verwendet, jeder andere Apfel ist aber auch fein)
4 EL + einen ordentlichen Schuss Obstessig
1 EL Senf
1 TL Honig
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Kartoffeln waschen und mit Schale gar kochen. Dann den Ofen auf 150 Grad (Umluft) erhitzen, den Serranoschinken auf ein Backblech legen und 10 Minuten rösten bis er schön knackig ist, abkühlen lassen.
Lauchzwiebeln und Radicchio ebenfalls putzen und in feine Ringe bzw. Streifen schneiden. Den Apfel ebenfalls waschen, vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneien.
Sobald die Kartoffeln gar sind, abschrecken und etwas abkühlen lassen, dann pellen und in etwas dickere Scheiben schneiden, mit den Lauchzwiebeln, dem Radiccio und dem Apfel vermischen.
Für das Dressing Essig, Senf, Honig, Salz und Pfeffer verrühren, dann das Öl darunterschlagen und das Dressing über den Kartoffel-Salat-Mix mischen.
Die Pilze bei Bedarf putzen und evtl. halbieren und in Öl für 5 Minuten scharf anbraten (Achtung: mehrfach wenden!), mit Salz und Pfeffer würzen und mit einem kräftigen Schuss Essig ablöschen, dann sofort unter die Kartoffeln heben. Den Schinken in grobe Stücke brechen und auf dem Salat verteilen.

*Mohltied*

Perle Nummer 4: Stockholm Espresso Club

Diese Hamburger Perle macht mich süchtig. Süchtig nach richtig gutem Kaffee. Inzwischen gibt es fast keinen Tag an dem ich nicht meine heißgeliebte Nespresso-Maschine links liegen lasse und mir heimlich einen Kaffee im Stockholm Espresso Club hole. Dazu ein Cookie oder – je nach Tageszeit gerne auch einen der vielen leckeren und mit Liebe zubereiteten Bagel – und der Tag ist gerettet. Dazu sitzt man in hübschem Abiente bei gutem Wetter draußen oder bei Schietwetter drinnen und schlürft Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato, einfachen (!) Filterkaffee oder Tee und schmökert in Lieblingsmagazinen (Monocle, Interview, Gala, etc.).
Ich muss gestehen, es war nicht Liebe auf den ersten Blick mit uns beiden, aber auf den zweiten. Und die ist ja meist sowieso viel intensiver – weil man genau hingeschaut hat. Inzwischen liebe ich diese kleine Perle, die mit ihren 4 Tischen tatsächlich klein, aber dafür umso gemütlicher ist.

Zu finden ist der Stockholm Espresso Club in der Peter-Marquard-Straße 8 in Winterhude – vielleicht treffen wir uns bald mal hier?

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Wenn es etwas gibt, für das ich im Moment von meiner Babylove-Wolke steigen und mich in die Küche stellen würde, dann ist das dieser Auflauf hier. Warum? Weil der einfach so sensationell gut schmeckt, super einfach zuzubereiten ist, man davon gleich mehrere Tage essen kann und weil er – neben all der fiesen Nervennahrung, die ich zur Zeit in mich hineinstopfe – für das gute Gewissen sorgt, wenigstens etwas Gesundes am Tag zu essen. Ich glaube ich habe noch nie im Leben so viel Süßigkeiten gegessen und wenn es etwas Selbstgekochtes auf unseren Speiseplan schafft, dann nur etwas mit dem Prädikat „schnell“ und/oder „einfach“. Aber für diesen Auflauf hier – da steh‘ ich gerne auch mal müde aus dem Bett und bereite alles vor. An dieser Stelle ein DANKESCHÖN an David Frenkiel und Luise Vindahl von dem wunderschönen Blog Green Kitchen Stories und die mein aktuelles Lieblingskochbuch geschrieben haben – klick hier – die für ein bisschen Ordnung auf unserem Essensplan sorgen.

 

Hier das Rezept für eine mittelgroße Auflaufform:

400g frische Beeren (ich habe Brombeeren und Blaubeeren genommen)
175g kernige Haferflocken
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
2 Eier
500ml Milch
60ml Agavendicksaft (oder Honig)
1 EL Butter
80g Kürbiskerne
80g Haselnusskerne

Den Backofen auf 190 Grad vorheizen und in der Zwischenzeit eine mittelgroße Auflaufform mit Butter einfetten. Die Bern darin gleichmäßig verteilen, beiseite stellen.
Die Haferflocken, das Backpulver und das Salz in einer Schüssel verrühren. In einer zweiten Schüssel die Eier aufschlagen, die Milch hinzugeben und gut verrühren.

Für die knusprige oberste Schicht den Agavendicksaft, die Butter, die Kürbiskerne und Haselnüsse in eine Schüssel geben und gut vermischen bis alles gut überzogen ist. Dann mit einem Löffel die Haferflockenmischung in die Backform geben, so dass die Beeren bedeckt sind. Dann die Eiermischung gleichmäßig darübergießen und zum Schluss die Samen-Nuss-Mischung über die Oberfläche streuen, für 35-40 Minuten auf der mittleren Schiene im Backofen backen. Der Auflauf ist fertig, wenn sich die Haferflocken gesetzt haben und die Samen-Nuss-Mischung leicht gebräunt und knusprig ist. Aus dem Ofen holen, abkühlen lassen und auf den Tisch stellen!

*Mohltied*

 

Und wie ist es bei euch so? Kennt ihr auch die fiesen Zeiten in denen ihr nicht genug bekommen könnt von Schokolade, Chips und anderen Energiebolzen?

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Und schwupp, da ist sie wieder – der Sommer ist so gut wie vorbei, die letzten Spätsommertage, die sich verdammt nach Herbst anfühlen kann man auch noch zählen – die Apfelzeit. So schön der Sommer auch ist, ich liebe diese warmen Septembertage und könnte den ganzen Tag draußen verbringen. Nicht zu heiß, nicht zu kalt – mit Kuschel-Strick kann man noch gut im Freien sitzen, Kaffee trinken und Kuchen essen und das herrliche Licht betrachten. Oder man rafft sich auf in’s Alte Land zum Äpfel pflücken. Ich habe euch im letzten Jahr hier schon von unserer Apfelernte mit meinem Patenkind im Alten Land berichtet. Ich liebe dieses Erntefest und freue mich das ganze Jahr auf diesen Tag.
An diesem Wochenende war es wieder soweit: Wir konnten unseren Apfelbaum der Sorte Holsteiner Cox ernten. Satte 20 Kilo haben wir in diesem Jahr eingesammelt, die Familie und Freunde mit Äpfeln versorgt und von der restlichen (Jahres)ration wird es wieder haufenweise Kuchen, Mus, Gelee geben – und erstmals in diesem Jahr auch Apfelzucker. Apfel was? Ja, genau – Apfelzucker. Geht super easy, schmeckt oberlecker, hält sich ewig und ist obendrein auch noch, hübsch verpackt, ein prima Mitbringsel. Oder auch prima zum selber essen auf Apfelpfannkuchen! Wenn ihr mich fragt was das schönste am Herbst ist? Das man keine Bikinifigur mehr braucht!

*Mohltied*

 

Hier das Rezept für ein Glas:
Schale von 6 Äpfeln
150g Zucker
1 TL Zimt
1/2 TL Piment
1/4 TL Muskat
1 Prise Salz

Die Apfelschalen bei geringer Temperatur (ca. 100 Grad) im Ofen trocknen, bis sie knusprig sind, auskühlen lassen und im Mörser fein mahlen. Mit den restlichen Zutaten vermengen, in ein Glas geben uns an einem kühlen, trockenem Ort lagern. Hält sich ewig und drei Tage und kann für alles Mögliche eingesetzt werden!

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Seit einigen Wochen habe ich ein neues Lieblingskochbuch: Die grüne Küche von David Frenkiel und Luise Vindahl. Die beiden betreiben ihren Blog Green Kitchen Stories und verwenden für ihre, selbst entwickelten, Rezepte natürliche und saisonale Zutaten. In ihrem ersten Buch haben die beiden 100 Rezepte zusammengestellt, ausschließlich vegetarisch mit Tipps wie diese Gerichte auch vegan und allergiefrei funktionieren.
Aber ich will jetzt gar nicht auf den vegetarisch/veganen Zug aufspringen – mich hat dieses Buch nur so unglaublich geflachst und da musste es einfach mit. Wunderhübsche Bilder, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen (David ist Schwede und Fotograf – ich finde, damit hat er das Gefühl für Schönes quasi gepachtet).
Aber mal abgesehen davon, klangen die Rezepte einfach unglaublich lecker und gar nicht so aufwendig (ich möchte an dieser Stelle nochmals auf meine Ungeduld hinweisen und darauf, dass ich Dinge liebe, die schnell in der Herstellung sind, super aussehen und auch noch megalecker sind). Ein Rezept nach dem Anderen lässt mich den Wunsch äußern, mich für die nächsten Wochen in meiner Küche zu verschanzen und jedes einzelne Gericht auszuprobieren.
Noch viel toller aber finde ich mit welcher Offenheit die beiden sich in ihr Familienleben schauen lassen. Beim Lesen kommt man sich vor, als wäre man zu Besuch bei guten Freunden. Man weiß wo die Gläser und die Teller stehen und dass man am besten schonmal den Tisch deckt, damit gleich gemeinsam gegessen werden kann.
Zu jedem Rezept erzählen entweder David oder Luise eine kleine Anekdote, geben einen Tip oder erzählen die Herkunft des Rezepts. Und hin und wieder gibt es noch einen Tip in Sachen Lebensmittel-für Kinder-Erziehung.

Eines der Rezepte, die ich einfach unglaublich fand, war die Blumenkohlpizza – mit Zucchini, Tomaten und Feta belegt, genau das Richtige für einen Sommerabend. Das Rezept habe ich euch mitgebracht – viel Spaß beim Ausprobieren und beim Stöbern – ob auf dem Blog oder im Kochbuch!

Hier das Rezept – den Belag habe ich zum Originalrezept um den Fetakäse erweitert – letztlich könnt ihr aber belegen wie ihr lustig seid:

Für den Pizzaboden:
Röschen von 1 Blumenkohl (ca. 600g)
80g Mandelkerne
1 EL (getrockneter) Oregano
Meersalz, Pfeffer
3 Eier

Für den Belag:
200g Babyspinat
120ml Olivenöl
2 Zucchini
100 g Fetakäse
Salz, Pfeffer

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Blumenkohl grob hacken und in einer Küchenmaschine feinkörnig pürieren. 600g der Blumenkohlmasse abmessen und in eine Schüssel geben. Die gemahlenen Mandeln, den Oregano und Salz und Pfeffer hinzugeben und mit den Händen vermengen. In der Mitte eine Grube formen und die Eier hineingeben. Mit den Händen die trockenen Zutaten in die Mitte ziehen, gut vermischen und eine Kugel formen. Der Teig sollte lockerer und klebriger sin als normaler Pizzateig. (Falls der Teig aber zu klebrig ist, einfach mehr Mandeln dazugeben).
Auf das Backpapier legen und mit den Händen die Kugel flach drücken und zu einem Pizzaboden formen, dabei die Ränder leicht erhöhen. Dann für 25-30 Minuten im Ofen goldbraun backen, inzwischen für den Belag den Spinat waschen und mit Olivenöl, Wasser und Salz und Pfeffer im Mixer pürieren. Auf dem Pizzaboden verteilen, Zucchini in dünne Scheiben schneiden, Fetakäse zerkrümeln. Beides ebenfalls auf dem Boden verteilen und für weitere 5-10 Minuten in den Ofen schieben.

*Mohltied*

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…so langsam kann ich eine ganze Reihe zum Thema: Green Smoothies aufmachen… Vielleicht eine eigene Kategorie? Besser nicht, obwohl… Luigi (mein Mixer) bringt wirklich anständige und leckere Dinge zustande… nicht das mein Mann noch eifersüchtig wird…

Gut, bevor das jetzt also zu weit geht – hier Luigis neuester Mix: Kiwi-Mangold. Hört sich komisch an? Passt aber super! Viel Spaß beim Probieren!

Für 4 Gläser braucht ihr:
1 große Handvoll roter Mangold (wer das nicht bekommt, nimmt einfach jungen Spinat)
2 Kiwis
1 Banane
250ml Wasser

Mangold waschen. Kiwis und Banane schälen, in den Mixer geben und mit 250ml Wasser auffüllen, durchmixen. Fertig.

*Prost*

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Wer sich fragt, was die Flasche auf dem Bild zu suchen hat: ich habe ein Test-Exemplar von „Eat-a-rainbow“ (verarbeitete Früchte, gibt es in vielen verschiedenen Farben) bekommen, und lustigerweise habe ich genau die grüne Variante bekommen als Luigi frisch bei uns eingezogen war. Da war natürlich klar, dass ich das für meine Smoothies ausprobieren wollte. Fazit: macht grüne Smoothies noch grüner, aber geschmacklich habe ich keinen Unterschied bemerkt.