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Archiv für den Monat Juli 2014

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In diesem Jahr hab ich etwas ganz ganz ganz Verrücktes getan: Ich habe mir selbst Geburtstagstörtchen gebacken.
Normalerweise macht das immer meine Mama. Aber in diesem Jahr war sowieso alles anders. Mein Mann nicht da (ich glaub das war für ihn schlimmer als für mich), den halben Tag alleine Zuhause verbracht (stimmt nicht ganz, ich hab ihn mir mit einer Massage für Schwangere @Home von der wunderbaren Petra versüßt) und zauberhafte, französische Tarteletts gebacken. Entspannung pur, also.
Ich glaube es war der ruhigste Geburtstag, den ich je hatte. Und wisst ihr was? Das war irgendwie ganz schön, denn ich rechne ganz fest damit, dass spätestens im nächstem Jahr mein Geburtstag von zwei kleinen und zuckersüßen Monstern bestimmt wird. Dann ist nix mehr mit Ruhe – vielleicht wünsch‘ ich die mir und vielleicht ist es das schönste Geschenk, dass man mir dann machen kann…
Das Tolle am selber Geburtstagskuchen backen ist, dass man selbst bestimmen kann, was es für einen Kuchen gibt (obwohl mein Geburtstagskuchen, den ich quasi schon immer bekommen hatte einfach sensationell ist. Und: Mami, den fordere ich im nächsten Jahr auch wieder ein!) Und da ich wirklich eine Schwäche für französisches Gebäck habe, habe ich kurzerhand beschlossen, dass es Erdbeer-Tarteletts mit Vanillepudding gibt. Aus Reste-Teig, der noch von den Himbeer-Tarteletts vom Wochenende übrig geblieben ist. Also waren es quasi „Reste-Notfall-Geburtstag-Erdbeer-Tarteletts“. Sag ich ja: Alles anders in diesem Jahr. Aber dafür sooooo lecker. Und hübsch. Und mit schickem Fähnchen auch noch Geburtstagstauglich. Manchmal geht’s so einfach, oder?

In diesem Sinne: Happy Birthday euch Geburtstagskindern! Macht es euch schön!

 

Hier das Rezept für insgesamt 8 Törtchen:

160g Mehl
2 EL Zucker
160g Butter in Stücken
1 Ei
1 EL kaltes Wasser

Für die Himbeer-Variante:
250g Mascarpone
80g brauner Zucker
Mark von einer Vanilleschote
500g Himbeeren

Für die Erdbeer-Variante:
Mark von 1 Vanilleschote
250ml Milch
30g Puderzucker
2 Eigelb
20g Speisestärke
500g Erdbeeren

Für den Teig das Mehl, Zucker und Butter zu einer krümeligen Mischung vermengen (geht mit dem Mixer, geht aber auch mit den Händen). Ei und kaltes Wasser zugeben und alles gründlich vermischen. Den Teig in Folie einwickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen, die Tarteförmchen gut einfetten. Den Teig dünn ausrollen und in die kleinen Förmchen geben (wer zu faul ist, zupft einfach Teig ab und legt damit die Förmchen aus). Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen und backen, bis er goldbraun ist. Dann abkühlen lassen.

Für die Himbeer-Variante nun die Mascarpone mit Zucker und dem Vanillemark vermischen und in die Formen füllen. Die Himbeeren putzen und in den Formen anrichten.

Für die Erdbeer-Variante das Vanillemark mit der Milch aufkochen. In der Zwischenzeit die Eigelbe mit dem Puderzucker mindestens drei Minuten mit dem Rührgerät zu einer dicken Masse aufschlagen. Wenn die Eier fast weiß sind, die Speisestärke unterrühren. Die Masse unter ständigem Rühren zur Milch geben und nochmals aufkochen. Den fertigen Pudding vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Dann in die Formen geben und mit den Erdbeeren anrichten.

Ich empfehle, die Törtchen für eine Stunde in den Kühlschrank zu stellen, dass kann sich die Creme bzw. der Pudding setzen und die Teig wird in sich fester (wer lieber krümeligen Keksteig mag, kann sich den Weg über den Kühlschrank sparen). Mit Puderzucker bestäuben – fertig!

*Mohltied*

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Je schwangerer ich werde, desto mehr muss ich an meine eigene Kindheit zurückdenken. An Rituale, die wir Zuhause hatten. An Gewohnheiten. Und an Gewohntes, dass ich mir abgewöhnt habe.
Bei uns Zuhause gab es zum Abendbrot: Abendbrot. Frisches Brot, Aufschnitte, Käse, Gurken, Tomaten, – das war’s. Und vor allem: Gespräche am Küchentisch, an dem wir in trauter Dreisamkeit zusammensaßen und eigentlich immer verdammt viel Spaß hatten (zumindest ist das die Erinnerung, die ich habe. Und das ganz im Gegenteil zu morgens. Frühstücken fand ich früher irgendwie immer doof).
Bei meinen Eltern ist das heute noch so. Also, das mit dem Abendbrot. Und es geht Ihnen gut damit (soweit ich weiß, zumindest sehen sie nicht schlechter aus als zu dem Zeitpunkt an dem ich ausgezogen bin…).
In jüngeren Haushalten wird das klassische Abendbrot – warum auch immer – total verteufelt. Bloß keine Kohlenhydrate. Und nach 18 Uhr am besten gar nichts mehr essen (witzig, wie soll man das denn machen wenn man erst nach 18 Uhr von der Arbeit nach Hause kommt?).
Auch bei uns ist das Abendbrot irgendwie verschütt gegangen. Und damit auch ein bisschen Esskultur. Meistens essen wir im Sommer Salat – im Winter dann etwas frisch gekochtes. Ähem…manchmal auch vorm Fernseher… Aber Brot? Das gibt es bei uns selten, zumindest nicht am Abend. Eigentlich schade, denn ich liebe Brot – in allen Ausführungen. Dazu ein leckerer Aufstrich, Käse, Senf oder Marmelade, frisches Gemüse und meine Lieben am Tisch und der Abend ist für mich gut. Abschalten, über den Tag sprechen, über morgen oder einfach über irgendwas – das ist für mich Abendbrot wie ich es von Zuhause kenne. Warum also gibt es im Hause Siegemund kein anständiges Abendbrot? Daran muss sich dringend etwas ändern.

In dem neuen Kochbuch „Die grüne Küche“ von David Frenkiel und Luise Vindahl, die einen wunderbaren vegetarischen Foodblog betreiben, gibt es herrlich entspannte und schöne Einblicke in das, vor allem kulinarische, Familienleben. Obwohl eigentlich vegetarisch, geht es für mich hierbei weniger um gesundes Essen (das tun wir in der Regel sowieso) – das ist ein netter Nebeneffekt um neue Rezepte auszuprobieren. Vielmehr hat mich dieses Buch so gepackt, weil es dabei um gemeinsames Essen mit der Familie geht. Ob in großer Runde mit der ganzen Familie oder eben nur zu dritt mit ihrer kleinen Tochter. Alle gemeinsam an einem Tisch – an dem geredet, diskutiert und gelacht werden darf. Ohne Fernsehen, ohne Handy. Nur die liebsten Menschen um einen herum. Das will ich ab sofort öfter.

Wie sieht denn euer Abendbrot aus? Bin ich die einzige, die das klassische Abendbrot aus dem Haus verbannt hat?

Bei unserem letzten Abendbrot habe ich zwei Aufstriche ausprobiert – und für sehr lecker befunden. Hier die beiden Rezepte – eigenen sich übrigens auch super zum Verschenken (gerade weil sich beide Aufstriche nur 1-2 Wochen im Kühlschrank halten…aber die sind so lecker, die halten es bestimmt nicht länger als ein paar Tage aus!) – und weil so lecker hier auch nochmals der Link zur Rhabarbermarmelade – die passt so herrlich zum Ziegenkäse.

 

Paprika-Rosmarin-Aufstrich:
3 große rote Paprikaschoten
75g Sonnenblumenkerne
1 Prise Cayennepfeffer
Meersalz
Saft von 1/2 Zitrone
2 Zweige Rosmarin, Blätter abgezupft

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Paprikaschoten halbieren, entkernen, auf ein Backblech legen und ca. 40 Minuten rösten, bis sich schwarze Blasen bilden. Aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen.
Inzwischen die Sonnenblumenkerne mit Cayennepfeffer und Salz in einer Pfanne rösten. Wenn die Paprikaschoten abgekühlt sind, die Haut abziehen, hacken und in einer Küchenmaschine oder einem Standmixer mit den Sonnenblumenkernen, dem Zitronensaft und dem Rosmarin fein pürieren. Abschmecken und eventuell nachwürzen. In ein luftdicht verschließbares Glas füllen. Der Aufstrich hält im Kühlschrank bis zu zwei Wochen.

 

Salbei-Walnuss-Pâté:
200g in Öl eingelegte Tomaten
200g Walnusskerne, in kaltem Wasser über Nacht eingeweicht
10 Salbeiblätter
Meersalz
Pfeffer

Tomaten abtropfen lassen, den Salbei hacken. Alle Zutaten mit 2 EL Wasser mit einem Pürierst fein pürieren bis eine dicke Paste entsteht. Falls diese zu dick wird, etwas Wasser dazugeben. In ein luftdicht verschließbares Glas füllen, hält sich bis zu einer Woche. (Wie oben erwähnt, ist diese Menge sehr reichhaltig. Also entweder die Hälfte machen oder einfach 1-2 kleine Gläser verschenken – das freut sich garantiert jeder drüber!)

*Mohltied*

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Premiere!
Ich freu mich wie Bolle heute auf Sabines Blog „Hamburg kocht“ meinen ersten Gastpost hinterlassen zu dürfen. Als ich Sabine in der Vorbereitung für diesen Beitrag fragte ob sie irgendwas Besonderes vorstellen möchte, sagte sie nur: „gerne saisonal und tütenfrei“ – das habe ich noch um regional ergänzt und schon wusste ich was ich vorstelle. Denn als waschechte Hamburger Deern habe ich mich natürlich für ein echtes Hamburger Original entschieden: Hamburger Rote Grütze. Besonders lustig finde ich, dass die zu der anhaltenden Hitzewelle passt wie die Faust auf’s Auge! Liebe Sabine, vielen Dank, dass ich bei Dir dieses leckere Rezept vorstellen darf – und euch nun ganz viel Spaß beim Nachkochen und schlemmen!

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Wenn ich etwas mit Hamburg und meiner Kindheit verbinde, dann ist es die „Rote Grütze“. Ich kann mich daran erinnern, dass es sie immer bei meinen Großeltern gab. Und ich war verrückt nach dem Zeug. Dunkelrot, beerig, süß, mit Sahne oder Milch. Ob die hausgemacht möchte ich bezweifeln, dazu gleich mehr… gerne würde ich euch was von meiner grauhaarigen Oma erzählen, die den lieben langen Tag in der Küche stand und die alten, geheimen Familienrezepte gebacken und gekocht hat – aber sorry, damit kann ich nicht dienen. Meine Oma hat das Kochen gehasst. Am Herd stand mein Opa (und der konnte sogar Pfannkuchen durch Hochwerfen in der Pfanne wenden – sehr beeindruckend!) und hat eben diese Pfannkuchen, Pudding und noch ganz viel anderen Kram, den kleine Mädchen gerne essen, zubereitet – aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er selber Rote Grütze hergestellt hat…

Auch Zuhause bei meinen Eltern gab es häufig Rote Grütze und ich verbinde damit Sommer, Mittagessen nach einem Vormittag in der Schule und meine Mama und ich, die mittags im Garten sitzen und Rote Grütze mit eiskalter Vanillemilch essen. Ja, das war schön. Und nein, auch meine Mama hat die Grütze nicht selber gemacht – aber das macht nix, lecker war es trotzdem und hat mir nicht im geringsten geschadet.

Aber irgendwie ist die Rote Grütze von heute nicht mehr die Rote Grütze von früher (Nein, früher war nicht alles besser. Aber die Rote Grütze). Und somit gibt es sie auch nicht mehr so häufig bei mir. Bis jetzt – HAH! Denn die Rote-Grütze-Tradition darf nicht aussterben! Und somit musste definitiv ein gutes Rezept her! Das Gute an der Sache: DAS Originalrezept für Rote Grütze gibt es nicht, denn die macht jeder wie er will. Aber Beeren sind in jedem Fall ein Muss!
Also: Beeren einkaufen und los geht’s! Ich wünsche euch einen tollen Sommer und ganz viel Spaß mit meiner Variante der Hamburger Roten Grütze für Zuhause, für’s Picknick oder aber zum Verschenken (hübsch verpackt ein tolles Mitbringsel!!!)

Ihr braucht:
300g rote Johannisbeeren
300g schwarze Johannisbeeren
300g Sauerkirschen
300g Himbeeren
1 Vanilleschote
1 kleine Zitrone
1/2 l roter Johannisbeer- oder Kirschsaft
4-6 EL Speisestärke
50g Zucker
250g Schlagsahne oder Milch

Früchte, bis auf die Himbeeren, abspülen, trocken tupfen und putzen. Himbeeren verlesen. Johannisbeeren von der Stielen abstreifen, Kirschen entkernen.
Die Vanilleschote aufschneiden, Mark herauskratzen und beiseite stellen. Zitrone heiß abspülen, Schale mit einem Sparschäler als langen Streifen abschälen. Die Vanilleschote, Zitronenschale und den Fruchtsaft aufkochen.
Die Stärke und 3-5 EL Wasser glatt rühren, in den kochenden Fruchtsaft gießen und kräftig rühren. Nochmals aufkochen, dabei immer schön rühren, damit es nicht klumpt. Dann die Früchte dazugeben, unterrühren. Vom Herd nehmen und mit dem Zucker abschmecken. Die Grütze abkühlen lassen und kalt stellen. Wenn sie dann richtig schön kalt ist, in kleinen Schüsseln (als Nachtisch) oder tiefen Tellern (als Mittagessen) servieren (aber vorher die Vanilleschote und die Zitronenschale entfernen!)

Wer die Grütze mit Sahne mag, verrührt einfach die Sahne mit dem Mark der Vanilleschote und gießt diese dann über die Grütze, sobald diese in de Schüsseln/Tellern ist. Alternativ kann man auch statt der Sahne Milch nehmen – so wurde sie bei uns traditionell gegessen.

*Mohltied*

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Letzte Woche habe ich euch ja von meinem neuen Küchenfreund, dem Mixer, erzählt und was er mir immer für tolle Smoothies zusammenmixt. Er hat jetzt auch einen Namen: Ich habe ihn Luigi getauft.
Im Juni hat mir Luigi einen extrascharfen Drink gemacht, mit Mairübchen und Ananas für super-mega-Kräfte! …die werd‘ ich wohl in der nächsten Zeit häufiger brauchen wenn die ein oder andere durchwachte Nacht hinter mir liegt. Aber zum Glück kann ich dann zu Luigi sagen: Einen extrascharfen Drink bitte – zum wach werden und weitermachen. Und dann her mit der nächsten Nacht – HA!

Für 4 große Gläser braucht ihr:
Das Grün von 1 Bd. Mairübchen (mittlerweile etwas schwer zu bekommen, alternativ geht auch Rettich oder Brennnessel)
1/2 reife Ananas inkl. dem Saft
Saft von 1 Limette
1 Schuss Agevendicksaft
Kokosstreusel

Das Grün von den Mairübchen abschneiden, gründlich waschen. Ananas schälen, in grobe Stücke schneiden (dabei den harten Mittelstrunk entfernen), Saft auffangen. Alles in den Mixer geben, Limette auspressen und den Saft ebenfalls in den Mixer, Agavendicksaft hinzugeben. Alles durchmixen und probieren. Wem das zu scharf ist, der darf ruhig noch etwas mehr Agavendicksaft hinzugeben. Kokosstreusel drauf – fertig!

*Prost*
Wer sich fragt, was die Flasche auf dem Bild zu suchen hat: ich habe ein Test-Exemplar von „Eat-a-rainbow“ (verarbeitete Früchte, gibt es in vielen verschiedenen Farben) bekommen, und lustigerweise habe ich genau die grüne Variante bekommen als Luigi frisch bei uns eingezogen war. Da war natürlich klar, dass ich das für meine Smoothies ausprobieren wollte. Fazit: macht grüne Smoothies noch grüner, aber geschmacklich habe ich keinen Unterschied bemerkt.

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Und weiter geht’s mit der nächsten Hamburger Perle: dem Goldbekmarkt. Perle Nummer 1, das Café Canale, habe ich euch ja bereits hier vorgestellt. Und von hier aus ist es auch gar nicht weit zur zweiten Perle – an jedem Samstag gibt es in Winterhude am Goldbekufer die große Version vom Goldbekmarkt. Also schaut am besten schon einmal nach was am Wochenende bei euch auf den Tisch kommt – oder lasst euch einfach treiben und entdeckt vor Ort viele leckere Sachen (Einkaufszettel ist eigentlich total überflüssig…).
Viel Spaß!

Goldbekmarkt
Mein allerliebstes Samstagmorgen-Ritual: mit meinem Mann den Goldbekmarkt besuchen. Kommt doch mit! Wir starten am Goldbekufer/Ecke Geibelstrasse mit einem Kaffee (manchmal gehe ich dem Elbgold fremd und trinke heimlich einen Kaffee bei Meckmanns Muffins), dazu ein Croissant vom besten Franzosen der Welt. Hier sind die Croissants mindestens so gut wie in Frankreich (ernsthaft, nicht einmal in Paris habe ich ein besseres Croissant entdeckt!) und es lohnt sich mehr als nur ein Croissant zu vernaschen – die Auswahl ist umwerfend! Sehr zu empfehlen ist auch der Trüffelbrie – lasst euch ein kleines Stück von der großen Torte abschneiden und nehmt ein Baguette oder ein Brioche mit.
So, jetzt aber weiter. Schaut doch mal bei der Kräuterhexe vorbei. Auch hier ist der Name Programm und es gibt sogar das Kräuter-Paket für die Grüne Soße (siehe den Post Frankfurt/Main). Und schaut mal nach rechts – sehen die Pfirsiche nicht lecker aus? Ihr wißt nicht so recht? Dann lasst uns doch bei den Pastafrauen leckere Pasta aussuchen. Lieber Ravioli? Aber welche nur – die Auswahl ist riesig! Fragen wir doch einfach die Fachfrauen, die geben uns bestimmt gleich noch einen Tipp für die richtige Zubereitung. Heute keine Pasta? Wie wär’s dann mit selbst eingelegtem Grillfleisch von Geflügel-Toni (s. Bild, achtet auf die gelben Schilder) – oder wollen wir lieber weiter oben beim Fischmann (der letzte von drei Fischständen aus unserer Richtung, achtet einfach auf den Fischmann mit Mütze) schauen was es heute gibt? Das Tagesangebot ist bestimmt wieder umwerfend!
Kommt ihr? Wir haben doch nicht den ganzen Tag Zeit und der Markt schließt um eins… und es gibt noch so viel mehr zu entdecken…
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Ich habe ein neues Spielzeug: einen Mixer! Also, einen Standmixer, der steht jetzt in der Küche rum und versorgt mich (fast) täglich mit einem Green Smoothie. Zugegeben, ich habe in den ersten Tagen viel nach Rezept gemixt – an eigene Kreationen habe ich mich nicht wirklich herangetraut, aber mit der Zeit bekommt man ja für fast alles ein Gefühl und irgendwann hab ich einfach drauflos gemixt. Einige Smoothies waren lecker, sahen aber echt nicht schön aus, andere sahen toll aus, schmeckten aber nicht, bei noch anderen war dann das halbe Obst- und Gemüsefach vermixt und man hätte es auch Gemüse-Frucht-Punsch nennen können, aber seit einiger Zeit klappt das echt gut und inzwischen mixe ich, manchmal inspiriert von einem Essen oder was auch immer, die abenteuerlichsten Smoothies – und ich kann sagen: die sind wirklich lecker und perfekt für einen guten Start in den Tag. Gefühlt habe ich danach eine Megapower für all die schönen Sachen, die am Tag so kommen. Auch für unterwegs der Hit, gerade bei diesen Temperaturen!

Hier mal einer meiner Lieblingssmoothies zur Zeit, inspiriert von einer Vorspeise, die wir neulich beim Hamburger Schlemmersommer hatten: Avocadotartar mit Eisenkraut, Brunnenkressesaft und karamellisierten Johannisbeeren – Hammer! Das war unser Highlight des gesamten Menüs und ich wollte die Zutaten unbedingt in einen Smoothie umwandeln. Hier also das Rezept:

Für 4 Portionen braucht ihr:
1 Avocado
1/2 Bund Brunnenkresse
1 kleine Handvoll getr. Eisenkraut
1 Handvoll rote Johannisbeeren
1 großen Schuss Ahornsirup
Saft von 1/2 Limette
250ml Wasser
Wer mag: 4 Eiswürfel + Eiswürfel für die Gläser

Alles Zutaten waschen bzw. von Schale und Strunk entfernen, in den Mixer und mit 250ml Wasser aufgiessen, durchmixen. Wenn alles fein durchgemixt ist, die Eiswürfel dazugeben und nochmals durchmixen.

Kleiner Tipp: Wenn der Smoothie zu dickflüssig ist, einfach noch einen Schuss Wasser draufgeben, aber vorsichtig – nicht, dass der Smoothie zu wässrig wird.
Wer seinen Smoothie schön kalt mag, füllt die Gläser mit Eiswürfeln, Smoothie eingießen – fertig.

*Prost*

 

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Halloooo??? Was war das denn am Dienstag? 7:1 gegen Brasilien? Und jetzt Finale? Dann heisst es wohl für Sonntag: Private-Public Viewing auf der Dachterrasse – endlich wieder! Vor 4 Jahren haben wir das mit unseren Nachbarn schon einmal gemacht: eine gefühlt ewige Sommernacht unter freiem Himmel, dazu das Finale der WM 2010 Davor haben wir gegrillt und es gab leckere Drinks – damals noch MIT Alkohol… dieses Jahr müssen wir die Variante leicht modifizieren. Also nur die Sache mit den Drinks, der Rest kann so bleiben.
Damit für Sonntag dann aber auch nichts schief geht, hab ich vorsichtshalber schonmal geübt. Denn ich muss gestehen: Ich bin so gar kein Cocktailmixer. Und ehrlich gesagt, mag ich gar nicht so gerne Cocktails bei denen so viel rumgepantscht wird. Ein Mojito oder ein Gin Tonic ist das höchste der Gefühle. Ist aber grad nicht. Und auf Dauer Wasser, Schorlen oder – und darauf schwöre ich zur Zeit – San Pellegrino Brause – ist auch nicht die Lösung.
Also kam mein Mann letztens mit ‚Russian Wild Berrie“ von Schweppes um die Ecke. Ich habe nur ein Wort: LECKER! Weil aber lauwarm (war noch nicht gekühlt und ich konnte nicht abwarten) viel zu süß, habe ich mich mal als Drinkmixer versucht. Und das Ergebnis ist wirklich der Knaller! Ich habe ihn „Wild Bernie“ getauft (weil mein super intelligentes Wörterbuch aus Wild Berrie immer Wild Bernie macht…) – müsst ihr bitte probieren – ob schwanger oder nicht.
Für alle, die ein bisschen Abwechslung wollen, habe ich ein zweites Rezept mitgebracht. Ähnlich wie Mojito, nur (wie ich finde) ein bisschen raffinierter und noch viel leckerer weil mit selbst gemachten Holunder-Limetten-Minz-Eiswürfel.

Und weil man ja für so ein aufregendes Finale am Sonntag eine gute Grundlage braucht, habe ich euch noch ein Rezept für die weltbesten Burger dazugelegt – mit selbst gemachten Burger Buns (schön weich und fluffig, wie Burgerbrötchen eben sein müssen) und lecker saftigen Patties (Trick 17 s. im Rezept).

Und weil alles grad so schön ist – der Sommer, das Leben und sonst auch alles irgendwie, hat sich meine Freundin Caro, die auf dem wunderbaren Blog musicspots ihre Playlists vorstellt (und bei uns immer für die richtige Mucke sorgt), für euch eine Playlist zum Thema „Chill & Grill“ zusammengestellt. Ich finde sie ganz wunderbar und freu mich schon wie irre auf Sonntag wenn wir alle wieder zusammen sitzen, den Sommer geniessen, leckere Burger grillen, kühle Drinks trinken und Caro ihre Playlist auspackt. Dann ist so ein Sommertag für mich perfekt – vielleicht für euch auch?

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Und hier die Rezepte für Burger und Drinks – und vorab schonmal: *Mohltied* und Prost!

Für ca. 14 Burger Buns:
1100g Mehl
2 TL Salz
2 TL Zucker
2 Pck. Trockenhefe
1 guten Schuss Agavendicksaft oder Honig
75g Sonnenblumenöl
2 Eier + 2 Eigelb
2 EL Sesamsamen

Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Trockenhefe in 650ml lauwarmen Wasser auflösen und den Agavendicksaft, das Öl und die ganzen Eier dazugeben. Gut verrühren, zur Mehlmischung geben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten (am besten mit ganz mehligen Händen oder in der Küchenmaschine).
Den Teig abdecken und 30 Minuten gehen lassen. Dann erneut durchkneten und in 16 Kugeln portionieren, auf ein Blech mit Backpapier legen und weitere 30 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 220 Grad Umluft vorheizen. Nun die 2 Eigelb mit einem Schuss kaltem Wasser mischen.
Wenn die Buns gut aufgegangen sind, diese mit der Eigelb-Wasser-Mischung bestreichen und mit Sesam bestreuen. Die Buns dann für ca. 5 Minuten im Ofen backen, das Backblech um 180 Grad drehen und weitere 5 Minuten backen.
Sobald die Buns aus dem Ofen kommen, diese mit einem feuchten Küchentuch abdecken und auskühlen lassen (dann werden sie schön weich).

Für ca. 14 Burger:
1,5kg Rinderhack
1 kleines Glas schwarze Oliventapenade
Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer
16 Scheiben Cheddar- oder Roquefort
16 Blätter Römer- oder Eisbergsalat
16 Scheiben Tomaten
1 Glas dänische Gurken
1 rote Zwiebel
Ketchup/BBQ-Sauce/Senf/Mayo
Olivenöl

Als erstes Salat und Gemüse vorbereiten (waschen, schneiden) und in Schälchen füllen, Gurken abtropfen lassen und ebenfalls in ein kleines Schälchen füllen, Cheddar auf einen Teller geben. Alles beiseite stellen. Dann das Rinderhack mit der Oliventapenade mischen und mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Dann in 16 mittelgroße Portionen teilen und jede Portion zu einem flachen Patty klopfen (nicht zu dick, sonst wird’s schwer beim Essen).
Jetzt die Buns, die Patties und dem Cheddar an den Mann geben, der schonmal den Grill vorheizen kann (wir sind Gasgriller, bei Kohle-Grill besser diesen Schritt etwas eher machen) mit folgender Anweisung: Patties von einer Seite angrillen, umdrehen, weitergrillen, 1 Scheibe Käse darauf legen, fertig grillen. Parallel die Burger Buns von innen mit Öl bestreichen und für kurze Zeit mit der Innenseite auf den Grill legen bis hübsche Grillstreifen entstehen.
Alles an den Tisch tragen damit sich jeder selbst belegen kann wie er mag.

Drink 1 – „Mojito-nur-besser“ (für ca. 2 Chargen Eiswürfel):
6 Limetten
350ml Holunderblütensirup
400ml Sodawasser
eine Handvoll Minzblätter
Limettensaft
Wasser
frische Minzstiele

Limetten auspressen, Minze sehr fein hacken, beides in ein hohes Gefäß geben und mit Holunderblütensirup und Wasser aufgießen. In zwei Gefrierbeutel geben und im Eisfach gefrieren lassen (am besten über Nacht).
Für den Drink dann ein Glas randvoll mit den Eiswürfeln füllen, einen Schuss Limettensaft hinzugeben und mit Sodawasser aufgiessen. Minzstiel dazu, fertig.


Drink 2 – „Wild Bernie“ (ca. 6 Gläser)

1 Flasche Russian Wild Berrie von Schweppes
1 Flasche Limesaft
6 Limetenscheiben
6 frische Minzstiele

Eiswürfel randvoll in Gläser füllen, einen kleinen Schuss Limettensaft dazu, mit Wild Berrie aufgießen, Limettenscheibe und Minzstiel rein – fertig. Einfach, aber megalecker!

Und hier nochmal der Link zu Caro’s Playlist