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Archiv für den Monat Mai 2014

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Heute war wieder so ein Tag. Wetterankündigung Bombe. Leute, schmeißt den Grill an. Und dann? Sturmartiger Wind, bei dem man vielleicht Glück hat wenn man über einen Gasgrill verfügt, aber nicht über ein windgeschütztes Plätzchen. Also: Grillfleisch ab in’s Gefrierfach – und nu? Eine Alternative muss her. Bei uns (Brot muss ja weg, schmeckt ja morgen nicht mehr) sind es dann die Crostinis, die einen ungeplanten Abend retten.
Heute im Angebot: 1. Erbse-Bohne, 2. Feige-Ruccola sowie 3. Kürbis. Alles schmeckt ganz wunderbar nach Sommer und geht natürlich fix zuzubereiten. Variante 1 (von Liz & Jewels) und 3 habe ich aus verschiedenen Ausgaben aus der Sweet Paul, das andere Rezept ist ein buntes Sammelsurium aus den Zutaten, die eigentlich für den Salat gedacht waren… here we go:

Nummer 1: Erbsen-Bohnen-Crostini
1/3 eines laaaaaaaangen Baguettes
150g dicke Bohnen
300g Erbsen
20g Butter
50g geriebener Parmesan
ein paar Minzblätter
etwas Ruccola
ein paar Radieschen
Salz, Pfeffer

Die dicken Bohnen in etwas Salzwasser 4 Minuten kochen, abkühlen lassen und von der äußeren Haut befreien. Erbsen ebenfalls in kochendem Wasser 3-4 Minuten köcheln lassen, in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser abschrecken. Die Erbsen und die Bohnen mit der Butter und der Hälfte des Parmesans in einem hohen Gefäß mit dem Pürierstab pürieren und mit Salz & Pfeffer abschmecken.
Ruccola und Radieschen waschen, Radieschen in Scheiben schneiden. Das Baguette ebenfalls in Scheiben schneiden und in der Pfanne leicht anrösten (am besten mit ein wenig Öl). Das Püree auf den Brotscheiben verteilen, mit Ruccola, Minze und Radieschen anrichten, Mit Parmesan bestreuen – et voila!

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Nummer 2: Feige-Ruccola-Crostini
1/3 eines laaaaaaaangen Baguettes
1 Bund Ruccola
50g geriebenen Parmesan
50ml Olivenöl
Salz, Pfeffer
Schale von einer halben Zitrone (gerieben)
4 Feigen
1 Handvoll Pinienkerne
etwas Balsamico-Essig (lecker ist alter Balsamico, der schon etwas dicker in der Konsistenz ist)
wer mag: Parmaschinken

Den Ruccola bis auf einige Blätter zum Dekorieren mit dem Parmesan und dem Öl in einem hohen Gefäß mit dem Pürierstab pürieren. Pesto mit Salz, Pfeffer und geriebener Zitronenschale abschmecken. Die Feigen in Spalten schneiden, die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten.
Das Brot in Scheiben schneiden, jeweils eine Seite mit Öl bestreichen und in einer Pfanne ebenfalls anrösten. Das Pesto auf die Brotscheiben streichen, dann nacheinander die Feigenspalten, die Pinienkerne und die Ruccolabläter darauf verteilen. Zum Schluss den Balsamico-Essig tröpfchenweise über den Crostinis verteilen. Wer mag, gibt jetzt noch Parmaschinken darüber. Fertig!

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Nummer 3: Kürbis-Crostini
1/3 eines laaaaaaaangen Baguettes
1/2 Hokkaido (verwenden wir gerne als Grill-Gemüse. Es geht auch jedes andere Gemüse wie z.Bsp. Paprika, Zucchini, Aubergine, etc., dass ihr eingekauft habt!)
4 EL Olivenöl
120g Parmesan
4 EL Pinienkerne
2 EL helle Balsamicocreme
2 Frühlingszwiebeln

Den Backofen auf 190 Grad vorheizen. Den Kürbis waschen und halbieren, Kerne entfernen und in Würfel schneiden, auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und im Ofen rösten, bis er weich wird (ca. 30 Minuten), danach erst salzen und pfeffern. Die Brotscheiben mit Öl bestreichen und in einer Pfanne anrösten. Den Parmesan in Scheiben hobeln, Frühlingszwiebel hacken. Kürbis und Parmesan auf den Brotscheiben verteilen, mit etwas Balsamicocreme und den Frühlingszwiebeln garnieren. Tataaaaaa!

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So, und nun ab in die Küche mit euch – genießt die Sonnenstrahlen (wenn auch von innen), der Sommer kommt bestimmt. Und mit ihm viele, tolle Grillabende!

*Mohltied*

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In Hamburg regnet es seit Tagen…. die Hamburger unter euch wissen: das ist nicht immer so und auch hier im Norden eine Ausnahme. Ja, liebe Hamburg-Touristen: In Hamburg regnet es nicht jeden Tag! Wäre ja auch noch schöner… auch wenn Nieselregen ja angeblich gut für den Teint ist, nich?

An solchen Schietwetter-Tagen verkrümel ich mich am liebsten Zuhause – mit einer Tasse Tee aus der samova und leckeren Haferflockenkeksen in extra groß oder irgendwelchen Schokokeksen (besonders leckere Kekse habe ich erst neulich in dem wunderbaren Spielzeug- und Kinderladen Kanne Junior in der Preystraße in Winterhude entdeckt, dazu mehr in der nächsten Woche). Oder ich wage ein paar Schritte nach Draußen und riskiere nasse Füße um zu einem der super gemütlichen Cafés bei uns um die Ecke zu laufen.

Wer also von langen Regentagen überrascht wird und keine Kekse Zuhause hat oder wem irgendwann die Decke auf den Kopf fällt, ist bei Frau Larsson (Peter-Marquard-Straße 13, ebenfalls Winterhude) immer herzlich willkommen. Dieses kleine schwedische Café, betrieben von Annika, strahlt einfach pure schwedische Lebensfreude aus. Egal zu welcher Tageszeit – hier kann man sich einen ganzen Tag aufhalten und bei Regen ist es drinnen erst recht gemütlich. Angefangen mit einem leckeren, schwedischen Frühstück (Pfannkuchen, hausgebackenes Brot, schwedische Marmeladen, usw.), servieren Annika und ihr Team auch schwedische Mittagsgerichte (Mittagstischkarte auf der Facebook-Seite oder hier) sowie belegte Brote mit Rote Bete-Salat und Köttbullar, hausgemachter Leberpastete oder Eismeerkrabben, und so weiter und so fort, nachmittags leckere Kuchen & Torten… Köttbullar und Zimtschnecken (also, mehr geht wirklich nicht, die müsst ihr probieren!) gibt es übrigens den ganzen Tag. Hach, hier könnt ich wirklich den ganzen Tag sitzen (im Sommer auch gerne auf der Terrasse) und mich von einer Schlemmerei zur nächsten futtern und dabei eine Zeitschrift nach der anderen lesen.
Wer zuhause auf schwedische Grundnahrungsmittel nicht verzichten möchte und nicht ständig zu Ikea fahren will, der kann sich im hauseigenen Shop mit Original-Produkten aus Schweden eindecken. Die bringt Annika nämlich von ihren Schweden-Besuchen mit. Besonders toll: Sie nimmt auch Wünsche entgegen!!! Wie cool ist das denn?

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Eine tolle Alternative zum zuhause-rumhocken ist das Kafayas in der Semperstraße (ebenfalls Winterhude). Auch hier frühstücken wir gerne, ich liebe besonders das Rührei „frisch aus dem Ofen“ oder ein einfaches französisches Frühstück: Café auf Lait mit einem Croissant. Oder zwei.
Der absolute Kracher aber sind die diversen Tartes und Kuchen. Wir können uns nie entscheiden und nehmen immer viel zu viel mit nach Hause. Was zur Folge hat, dass wir nach unserem Tarte-Gelage wie die Maikäfer auf dem Rücken liegen und nach Luft japsen. Und uns schwören beim nächsten Mal aber wirklich, aber jetzt ganz wirklich und ohne Scheiß, nur das mitnehmen was wir auch essen (Kuchen für den nächsten Tag aufheben? Könnt ihr vergessen, klappt nicht – schon hundertmal versucht). Zu unserer Verteidigung: Es gibt einfach so viele verschiedene Tartes, die einfach der Oberhammer sind (und das Angebot wechselt ja… also s-t-ä-n-d-i-g… und wer weiß ob es den Laden morgen noch gibt?!?) – von Birne-Schoko, Schoko-Himbeere, Schoko-Marshmellow, Zitrone… ach was erzähl ich da. Geht doch einfach selber hin! Mit etwas Glück bekommt ihr noch ein Stückchen ab – wenn wir nicht schon vorher da waren und den Laden leergekauft haben – haha!!!!!

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In diesem Sinne – freut euch auf den nächsten Regentag in Hamburg – viel Spaß und: *Mohltied*

Fotocredit: http://www.kafayas.de; http://www.fraularsson.de

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Kaum ist er da, der Frühling, kommt die Lust auf junges, knackiges Grünzeug. In der Light-Version, bitteschön. Immerhin steht die Bikinisaison vor der Tür. Für alle Schwangeren da draußen: Herzlichen Glückwunsch, alles richtig gemacht. Ihr dürft von diesem herrlich leichten Frühlings-Lunch gleich zweimal zuschlagen. Is‘ ja nix mit Bikinifigur dieses Jahr.
Gefunden habe ich diese Rezepte (mal wieder) in der Sweet Paul. Beide Gerichte eignen sich hervorragend für das erste Picknick im Stadtpark, bei Planten un‘ Blomen oder im Römischen Garten. Apropos: War da schon mal jemand von euch? Ich war bisher noch nicht da, wollte aber unbedingt mal hin. Ist für diesen Sommer ganz fest vorgenommen – auch wenn ich auf die typisch römische Verpflegung mit Wein verzichten muss. Aber auch das ist ein Teil meiner To do Liste: leckere, alkoholfreie Getränke kreieren und entdecken mit denen ich gut durch den Sommer komme. Dazu in den nächsten Wochen mehr.

Zurück zur To do Liste: Die häuft sich in den letzten Tagen zusehends. Es gibt – neben meinen Zwillingen, die im August kommen – so viele Projekte, die angegangen werden wollen und die fertig zum Abmarsch in den Startlöchern stehen. Nur anfangen müsste ich mal… Erster Schritt: To do Liste schreiben, einen klaren Kopf bekommen und sortieren. Dabei ganz wichtig: Prioritäten setzen! Komischerweise kann ich das aber nur mit einem Stift in der Hand und einem Blatt Papier vor der Nase. Ich bin keine von denen, die alles immer digital machen. Auch wenn ich ein großer Fan von Handy-Kalendern (gerne auch Kalender-Synchronisation mit dem Rechner) bin, verwirrt mich das irgendwie und ich besitze nach wie vor einen Timer in dem ich alle meine Termin hineinkritzeln kann. Und eine To do Liste auf der ich durchstreichen kann und meine Erfolge sehen kann. Kennt ihr das Gefühl vom Durchstreichen? Wie befreiend ist das denn, bitte?!
Schade nur, dass ich damit immer die hübschen Planer versaue, die ich mir am Ende eines jeden Jahres anschaffe… aber da müssen wir durch, der Timer, die To do Liste, die schönen Bücher und ich. Immerhin macht es viel mehr Spaß in ein hübsches Buch oder auf eine hübsche To do Liste zu schreiben als sich irgendein Blatt Papier zu nehmen, oder?

Ich habe mich im letzten Jahr in den Weekly Desk Planner von Hay verliebt – der musste mit. In die engere Wahl kam auch die wunderschöne To do Liste von Melanie Petersen. Mein absoluter Notizbuch-Liebling ist ein schlichtes Ringbuch von Bookmarc by Marc Jacobs, gekauft in New York City. Das hat so wunderhübsch dickes Papier, da kann man auch mit dem dicksten Kugelschreiber reinschreiben und auf der nächsten Seite siehste: nix. Mir graut schon vor dem Moment an dem alle Seiten vollgeschrieben sind. Auf der anderen Seite: Wenn das kein Grund ist wieder nach NYC zu düsen, denn leider verschickt Bookmarc nicht nach Europa.

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Also – raus mit den vielen Ideen aus dem Kopf und ab damit auf hübsches Papier! Schwirren euch auch gerade so viele Dinge im Kopf herum?

Und hier noch die Rezepte für die Suppe vom geröstetem Spargel und den leckeren Morchel Muffins:

Für die Suppe:
2 Bund grüner Spargel
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
je 1 TL frischer Rosmarin und Thymian
1 Stange Lauch
2 EL Butter
1l Gemüsebrühe
120g Sahne
40g geriebenen Gruyère
60ml trockener Weißwein
Schnittlauch, Zitronensaft, einen Hauch Muskatnuss

Den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Spargel waschen, putzen, auf einem Backblech verteilen und die Gewürze und Kräuter darauf verteilen, ca. 45 Minuten rösten. Den Lauch putzen und in feine Ringe schneiden. Butter in einem Topf erhitzen, Lauch darin bei mittlerer Hitze anschwitzen bis er goldbraun ist.
Die Gemüsebrühe in einem separaten Topf erhitzen. Sobald der Spargel fertig gegart ist, diesen aus dem Ofen nehmen und in kleine Stücke schneiden. Jetzt den Spargel und den Lauch zur Gemüsebrühe geben und schön durchpürieren. Sahne, Wein und 2/3 vom Gruyère dazugeben und bei Rühren den Käse schmelzen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zitronensaft abschmecken, mit Schnittlauch und restlichen Gruyère anrichten.

Für die Morchel Muffins:
4 Eier
120g Ricotta
60g Sahne
Olivenöl
2 Schalotten, geschält und in feinen Streifen geschnitten
150g Babyspinat
60g Parmesan, gerieben
1/2 TL Thymian
Salz, Pfeffer
Blätterteig (wenn TK, dann bitte aufgetaut)

Wer schon einmal mit frischen Morcheln gearbeitet hat, der weiß, das die extrem sandig sein können. Für alle Nicht-Erfahrenen: ordentlich putzen, am besten in Wasser einlegen, damit der ganze Sand rausgeht. Hat bei uns nicht gut geklappt, beim nächsten Mal nehme ich getrocknete Morcheln.
1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Morcheln und die Schalotten zugeben und goldbraun anschwitzen. Die Hitze reduzieren und 1 TL Öl zugeben. Spinat waschen, ebenfalls zugeben und rühren bis der Spinat zusammengefallen ist. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Die Eier in einer Schüssel verquirlen.
Den Ricotta mit Parmesan, Sahne, Thymian, Salz und Pfeffer verrühren. Dann das Gemüse dazugeben.
Normalerweise sagt das Rezept, dass man eine Muffinform verwenden soll (das würde aber bedeuten, dass man den Blätterteig ausrollen und Kreise ausstechen muss, usw….). Aber dafür bin ich zu faul und nehme statt dessen lieber eine kleine Springform. (Für Picknicks oder Partys empfehle ich aber wirklich die Mühe des Kreis-Ausstechens.) Also dann jetzt die Springform einfetten und den Blätterteig hinein formen, darauf achten, dass die Ränder schön hochgezogen sind. Jetzt die Gemüse-Käse-Mischung in die Form geben und ca. 20-30 Minuten backen (Die Muffinvariante braucht nur 10-15 Minuten). Die Quiche ist fertig wenn die Füllung gestockt und der Teig goldbraun ist.

Tadaaaa! Fertig ist der Frühlings Lunch!

*Moltied*

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