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Archiv für den Monat Oktober 2013

Titel_AltesLand

Man darf das ja gar nicht laut sagen… aber ich freue mich seit Juli auf den einen Tag im Oktober. Quasi zähle ich die Tage rückwärts bis es endlich Apfelernten-Sonntag ist und ich mich mit meinem Mann auf den Weg nach Jork machen kann um bei Schuback’s unseren Apfelbaum zu ernten. Naja, eigentlich den vom Patenkind meines Mannes. Aber da die so weit weg wohnt und wir schlecht 20kg Äpfel durch die Republik schiffen können, behalten wir die Äpfel und schicken 1 Kiste Apfelsaft runter nach Mainz.
In diesem Jahr hatten wir bei unserer Ernte Unterstützung dabei. Meine persönliche Pflückhilfe bzw. In-den-Korb-Leger. Denn seit etwas über einem Jahr bin ich ganz stolze Patentante von Lucas. Und Lucas hat von mir als Patentante seine eigene Patenschaft bekommen. Für einen Apfelbaum beim Obsthof Schuback im Alten Land. Das Tolle an Lucas‘ Patenschaft ist, dass er gar nicht viel tun muss. Pflegen, schneiden, düngen, und-was-weiß-ich machen alles die Leute von Bauer Schuback. Lucas muss nur einmal im Jahr seinen Baum besuchen und die Ernte einheimsen. Und das sind mindestens 20kg. Lucas kann alles mitnehmen was am Baum hängt (also an Früchten, den Rest lässt er besser da. Hat er auch.) und soviel er tragen kann. Oder sein Papa. Und daraus kann er ganz leckeren Apfelsaft, -kuchen, -mus oder was auch immer machen lassen. Super, oder?

Neben der Apfelernte wurde für Lucas echt viel geboten: Würstchen essen, frisch gepressten Apfelsaft trinken, Kinderschminken, Riesen-Sandkiste, Trecker fahren,… ein Riesenspass für Groß und Klein (ich glaube, den meisten Spaß hatte ich) – gefühlt war halb Hamburg in Jork. Aber obwohl es auf dem Apfelpatenhof von Jahr zu Jahr voller wird, stört das gar nicht. Im Gegenteil. Ankommen, anmelden, mit dem Trecker zu seinem Baum fahren und pflücken was das Zeug hält. Zur Sicherheit gibt es auch eine Pflück-Anleitung damit man nichts falsch macht und der Baum auch im nächsten Jahr wieder viele leckere Äpfel zum Abpflücken hat. Und wenn der Baum mal in einem Jahr nicht soviel hergibt, versprechen die Schuback’s, dass man seine Ernte mit anderen Äpfeln auffüllen darf bis man 20kg zusammen hat. Sorte egal, kann man sich aussuchen. Doppelt super, oder?

Für das Patenkind meines Mannes gab es die Sorte Holsteiner Cox und für Lucas gab es Elstar. Im nächsten Jahr bekommt er aber auch Holsteiner Cox weil der so lecker war und Lucas den lieber mag (…sagt der Papa…).

Hab ich euch jetzt auf den Geschmack gebracht? Die schlechte Nachricht: die Erntefeste sind vorbei. Die gute Nachricht: Der Hof hat noch bis Ende Oktober geöffnet und die Sorten Red Jonaprince, Jonagold, Roter Boskoop und Kanzi sind gerade erst abgeerntet. Ein Besuch lohnt sich also in jedem Fall! Und ein Besuch im Alten Land ist immer eine Reise wert.

Bei uns zu Hause stapeln sich jetzt übrigens die Äpfel. 26kg warten jetzt darauf verarbeitet zu werden. Geplant sind: Apfelkuchen, Apfelmus, Apfel-Curry-Suppe, Apfel-Schoko-Ringe, Apple-Pie-Zucker, Muffins, Pfannkuchen, und so weiter. Den Apfelkuchen hab ich schon gemacht. Natürlich nach Altländer Art. Und hier das Rezept – viel Spaß!!!:

6 Äpfel (Lucas und ich haben bei der Ernte halbe/halbe gemacht – somit habe ich seine Elstar-Äpfel verwendet, sind auch besser im Kuchen)
1 Schuß Zitronensaft
125g weiche Butter
100g Zucker
1 Päckchen Vanille-Zucker
1 Prise Salz
2 Eier
175g Mehl (ich habe wieder die Gesund-Variante Roggenmehl verwendet, passt auch gut!)
1/2 Päckchen Bckpulver
2 EL Aprikosenmarmelade (geht aber auch Apfelgelee wenn ihr zufällig welches habt…)
Puderzucker
…und wer mag noch etwas Mandelblättchen (ich hatte keine)

Ofen auf 150 Grad Umluft vorheizen.
Springform einfetten und mit Mehl ausstäuben. Äpfel schälen (Schale aufheben! Brauchen wir später für den Apple-Pie-Sugar!), Äpfel halbieren und entkernen. Die Wölbung der Apfelhälften mehrmals einschneiden und sofort mit Zitronensaft beträufeln (sonst werden die braun).
Butter, Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz mit dem Schneebesen des Handrührgeräts verrühren bis es cremig ist. Eier einzeln unterrühren. Mehl und Backpulver darübersieben und kurz unterrühren.
Tein in die Form füllen, glatt streichen (wenn der fest und sämig ist, ist er genau richtig!), Apfelhälften mit der Wölbung nach oben darauflegen. Im heißen Ofen ca. 45 Minuten backen.
Konfitüre glatt rühren, Äpfel auf dem Kuchen ca. 10 Minuten vor Ende der Backzeit damit bestreichen. Mit den Mandelblättchen bestreuen und zu Ende backen. Abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und mit geschlagener Sahne servieren.

*Mohltied*

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Titel_Brombeertarte
Ich hatte ja schon mehrfach erzählt, dass es mir die Beeren in diesem Jahr ganz besonders angetan haben. Aber jetzt kommt mein Favorite: Brombeeren. Ich glaube, es vergeht fast keine Woche an dem ich sie nicht im Haus habe. Ich kombiniere sie zu fast Allem: Brombeeren im Müsli, Brombeeren im Kuchen, Brombeeren als Gelee, Brombeer als Saft und Brombeeren in der Tarte. Schmeckt hervorragend süß und fruchtig und ist genau das richtige an einem goldigen Oktober-Sonnentag!

Glaubt ihr nicht? Dann probiert’s doch aus. Hammer!

P.S. Da ich wieder viele Geburtstagskinder mit einem Geburtstagskuchen glücklich machen wollte, habe ich aus den Resten der Tarte einfach 2 kleine Törtchen gestochen – Kerze drauf und fertig ist das Meisterstück. Sieht doch super aus, oder?

Hier das Rezept:

1/2 Zitrone
1/2 Vanilleschote
300g Mehl (ich habe mal wieder Dinkelmehl verwendet – dadurch wird der Teig richtig würzig)
150g Zucker
125g kalte Butter
1 Ei
2 Eigelb
1 EL Milch
750g Brombeeren
125ml Brombeersaft
Salz, Zimt, Puderzucker

Für den Teig die Zitronenschale fein abreiben. Die Vanilleschote längs aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Zitronenschale und Vanille mit dem Mehl, 1 Prise Salz und 50g Zucker mischen. Die Butter in kleine Würfel schneiden und mit dem Ei und 1 Eigelb zum Mehl geben. Aller schnell zu einem geschmeidigem Teig verkneten, in Folie einwickeln und 1 Stunde kühl stellen.
Inzwischen für den Belag die Brombeeren waschen. Mit dem Saft und dem Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Ohne Deckel bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten köcheln lassen, bis die Mischung dickflüssig ist. Mit Zimt abschmecken und abkühlen lassen.
Jetzt den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Den Teig noch einmal kräftig durchkneten, zwei Drittel davon abnehmen und zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie rund und dünn ausrollen. Eine Tarteform von 30cm Durchmesse damit auslegen, inklusive 2cm Rand. Den restlichen Teig auf wenig Mehl dünn ausrollen und in 1cm breite Streifen schneiden.
Die Brombeermischung auf dem Teigboden verteilen und die Teigstreifen gitterartig darauflegen, am Rand gut festdrücken. Das restliche Eigelb mit der Milch verquirlen und die Teigstreifen damit einpinseln. Den Kuchen auf mittlerer Schiene 30-35 Minuten backen, bis das Teiggitter, und der Rand goldgelb sind. Abkühlen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Und jetzt: *Mohltied*

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Titel_Treppenviertel
Hallo Oktober, hallo Herbst, hallo neue Kategorie!!!! Wohoo! Endlich ist die neue Kategorie live: Ausgehen! Es hat ein wenig gedauert bis wir das richtige Icon für die Kategorie „Ausgehen“ gefunden haben, aber nun habe ich dank Antjes toller Hilfe ein hübsches neues Icon! Gefällt es euch? Ja, es ist sehr „Mädchen“, aber hey – auch eine Hamburger Deern braucht schicke Schuhe wenn sie ausgeht, oder? Und deswegen sind das ab sofort meine Ausgeh-Schuhe. Und das erste Mal habe ich sie in Blankenese ausgeführt…. ok , es war ein wenig holprig und sie mussten einiges aushalten auf meinem Streifzug durch Hamburgs Westen, aber: sie haben es gut überlebt!

Neben dem Sommer ist der Herbst meine liebste Jahreszeit. Wenn man sich erst einmal mit den kälteren Temperaturen abgefunden hat und seinen Kleiderschrank sortiert hat, kann man sich in kuscheligen Strick hüllen und wunderbare Spaziergänge machen, sich treiben lassen, das Licht geniessen und sich in irgendein Café setzen, Kuchen futtern und Kaffee trinken. Und einfach mal den Moment geniessen.
Ok, „irgendein“ Café ist untertrieben. Es muss schon leckeren Kuchen geben. Denn dank des Herbst kann man endlich wieder so richtig schlemmen – bleibt ja alles wohl verdeckt vom Kuschel-Strick.

Mein letzter Spaziergang trieb mich nach Hamburg-Blankenese. Dort gibt es einen kleinen Einrichtungsladen mit ganz wunderhübschen Dingen. Die Inhaber, Heike und Thomas sind Freunde unserer Nachbarn und wenn ich mir die Wohnung von denen anschaue… da könnte ich sofort einziehen. Ja, richtig kombiniert. Mindestens die Hälfte der Sachen dort stammen aus dem hübschen Laden in Blankenese. Anlässlich also des verkaufsoffenen Sonntags vor zwei Wochen in Blankenese, habe ich mich also auf den Weg in den Hamburger Westen Richtung Elbe gemacht – mit zwei Zielen: Stöbern bei Heike und Thomas und den Kaffeegarten Schuldt im Treppenviertel. Hach, das Treppenviertel… an dieser Stelle ein Tipp an alle Hamburg-Besucher: Fahrt ins Treppenviertel! So hübsch, so mediterran und so anders. Überall stehen kleine Kapitänshäuser, überall Treppen und immer der Blick auf die Elbe auf der große Pötte (Schiffe) vorbeiziehen. Wem das noch nicht Urlaubsfeeling genug ist, kann runter an den Strand und in der Kajüte SB12 Schollenfilet essen… oder Krabbenbrötchen… mit den Füßen im Sand.
Aber bleiben wir doch erst einmal hier oben und geniessen die Aussicht am höchsten Punkt Hamburgs, auf dem Süllberg nämlich (auf den Süllberg Terrassen kann man übrigens hervorragend essen… Karl-Heinz Hauser, seines Zeichens Sternekoch, ist der Hausherr).
Und wenn wir uns satt gesehen haben an Himmel und Wasser, dann wird es Zeit auch den Hunger zu stillen. Hunger auf Kuchen und Kaffee – und weiter geht’s durchs Treppenviertel in den hübschen Kaffeegarten Schuldt. Hier gibt es leckeren, selbst gemachten Kuchen, Waffeln mit Kirschen und Sahne und – wer es eher herzhaft mag – auch Hamburger Snacks wie Krabben mit Rührei usw.
Meine Empfehlung liegt auf Streuselkuchen – mit ganz viel Liebe gebacken und mit diesem einmaligen Blick einfach unschlagbar. Und jetzt genug gesabbelt – schaut einfach selbst.

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*Mohltied*