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Archiv für den Monat August 2013

Titel_Zitronentarte
Bitte? Zitrooon? Was soll denn das sein? Was ein echter Hamburger Foodblog sein will, muss auch so’n büschn was über Hamburgs Geschichte parat haben und vor allem auch mal so’n paar schöne Hamburg-Bilder zeigen. ..hab ich mir so gedacht und deswegen gibt es hier ab sofort nicht alle zwei Tage was Neues zu sehen, dafür aber mehr Bilder von Hamburg und ich bemühe mich ein bisschen mehr Hamburger Geschichten zu berichten. Und noch eine Neuigkeit: Die Hamburger Beiträge werden zweisprachig berichtet. Hochdeutsch und Hamburger Platt (ich gestehe: mit Unterstützung von meinem Papa. Der ist quasi Native Speaker.) Na dann man tau.

Erster Beitrag: Zitronentarte, Hamburg meets Frankreich.
Zitronen gibt es in Hamburg seit mindestens Mitte 19. Jahrhunderts, vielleicht auch schon früher. Auf jeden Fall aber gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein Hamburger Original, das die Zitronen verkauft hat: Zitronenjette. Und die stell ich mir so vor: klein, robust, ein Herz von einer guten Seele, geschäftstüchtig und schnapsdrosselig. Bestimmt hatte die Zitronenjette auch so’n Leberfleck am Kinn und immer einen flotten und derben Spruch auf Lager. Immerhin hat sie flotten Seemänndern die Zitronen abgekauft und an ihre Kunden weiterverkauft. Als fliegende Händlering (wow, schon ab 13 Jahren!) stand sie am Grasbrook, damals Speicherstadt und sumpfig bzw. Elbufer. Heute ist hier nix mehr sumpfig. Heute ist das mitten in der Hafencity. Bestimmt läuft hier ab und an auch mal ein Seemann rum, aber der ist dann wohl eher von irgendeinem Kreuzfahrer.

Inspiriert von meiner Zitronentarte und Frollein Zitronenjette habe ich mich also auf den Weg zum Grasbrook gemacht. Herausgekommen sind ein paar hübsche Bilder von einem Sonn(en)tag in der Hafencity. Zitronen habe ich keine gesehen… aber dafür gab es ja Zitronentarte.

Hier das Rezept:

125g weiche Butter
230g Puderzucker
Salz
6 Eier
3 Eiweiß
250g Mehl
5 Zitronen
200g Schlagsahne
120 Zucker

Für den Mürbeteig 100g Puderzucker und 1 Prise Salz verkneten. 1 Ei dazugeben und einarbeiten. Mehl zufügen und kurz unterkneten, dann den Teig zu einem flachen Fladen formen und für 2 Stunden kalt stellen. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen, eine Tarteform einfetten und den Teig in der Form (am besten mit herausnehmbaren Boden) auslegen, gut andrücken. Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen, Backpapier drauflegen (wer mag, kann jetzt Blindbacken) und im Ofen auf der untersten Schiene für 25 Minuten backen, für die letzten 5 Minuten allerdings Backpapier entfernen. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen. Den Ofen auf 140 Grad herunterschalten.
Für die Füllung die Zitronen heiß abspülen, trocknen und von 2 Zitronen die Schale abreiben. Von allen Zitronen den Saft auspressen. Saft, restlichen Puderzucker (130g) und die Sahne verrühren, dann die restlichen Eier (5) und die Zitronenschale gut unterrühren.
Die Füllung auf den Tarteboden geben und wieder auf der untersten Schiene im Ofen für 40-45 Minuten backen, herausnehmen und abkühlen lassen.
Für den Baiser das Eiwei von 3 ganz frischen Eiern mit 1 Prise Salz steif schlagen und 120g Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Baisermasse auf der Tarte verteilen. Dann nur kurz im Backofen unter der Grillfunktion backen, sodass die Baisermasse Farbe bekommt. Nicht durchbacken und am besten sofort servieren.

*Mahlzeit*

Zitronen gift dat In Hamborg siet mindst 19. johrhunnert, villicht auck schon freuer. Ob jeden Fall over gift dat siet Mitt vunt ningteinten johrhunnert een Hamborger Orginol, dat de Zitronen verköfft het, de Zitronenjette. Un de stell ick mi so vör lütt ,drall ,een Hart ut een gode Seel, Burnklook, un kömdrosselig. So har de Zitronenjette auck glöv ick een Lebberfleck ant Kinn un auck een vigilinschen sprook för jedweden. Immer hät se schnieken Matrosen de Zitronen afköft un an annere Lüd wieder verköft. As flegende Verköperin (dünnerschlach all af 13 Johren) wär se an Grasbrook to finn. Domols all Spieckerstadt un modrig un auck all Elfufer. Hüt is hier nix mehr modrig,Hütten is dat mitt in de hobencity. Hüt löpt seker auck mol een Seemann dör de Stroten,over denn woll just vun een Krützfohrer.

Dör min Zitronentart un Froilein Zitronenjette hef ick me nu ob de Feut mokt no n‘ Grasbrook. Rutkomen sin por scheune Biller vun een sünnigen Sündach in de Hobencity. Zitronen hef nich eine sehn…. Over dorför gef dat jor Zironentarte.

Nu dat Rezept:
För den Mürbeteig 100g Puderzucker un 1 Prise Solt tosommengen. Een Ei dotau un ünnermengen. Mehl taugeven un kot dörkneten dann den Teig to een Platten Fladen moken un för 2 stunnen kolt stelln. Den Backoben ob 200 Gros vorwarmen ,eentartform infetten undenkbar Teig in de Form (am besten mit runnehmboren Bodden) utleggen ,gaut andrücken. Teig mit een Gobel mehrmols anpieken, Backpapier obpacken (wer will kann nu ohne to kieken Backen) un im Oben ob ünnerste Schien för 25 Minuten backen, för de letzten 5 Minuten over dat Backpapier rünner nehm. Ut den Oben nehm, afköhlen loten. Den Oben ob 140 Grod dolschalten.
För dat Innleven de Zitronen heet afspeulen,drögen un vun 2 Zitronen de Schol aufrieben. Vun all  Zitronen den Saft utpressen. Saft övrigbliebenen Puderzucker (130g) un de Sohne tosomreuern un de annern Eier (5) un de Zitronenschole good ünnerreuern. De Füllung ob den Tartbodden geven un wedder ob de ünnerste Schien im Oben för 40-45 Minuten backen, runnehmboren un afköhlen Loten.
För den Baiser dat witte vunt Ei vun 3 ganz frischen Eiern mit 1 Pris Solt stieg slogen un 120 g Zucker  inrieseln loten un wiederslogen bis dat de Zucker oblöst is. De Baisermasse ob de Tart obdelen. Dann bloß kott in Backoben ünner de Grillfunktion backen,so dat de Baisermasse Farf kricht. Nich dörbacken un ant besten sofort opdischen.

*Mohltied*

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Titel_Muesli
Vor einiger Zeit habe ich angefangen Müsli selber zu machen. Erstens, war mir das Müsli aus dem Supermarkt zu süß und zweitens, war mir alles zu langweilig, zu was-weiß-ich. Und dann habe ich bei Liz & Jewels den Anstoss bekommen, selber Müsli zu machen. Seitdem wird fremdes/fertiges Müsli verschmäht und ich steige ab sofort in die Müsli-Großproduktion ein. Also: Her mit euren Müsli-Rezepten! Mein Vorrat geht so schnell zuende wie nie zuvor und ich bin total wild auf abgefahrene, selbst designte Kreationen. Mein aktueller Favorite ist das Lieblingsmüsli aus dem LEON-Kochbuch… natürlich etwas abgewandelt. Wär ja sonst auch langweilig.
Probiert es aus! Es lohnt sich!

Für ein Vorrats-Glas Müsli braucht ihr:

600g Haferflocken, kernig (mein Favorite ist der Klassiker von Kölln)
125g ganze Mandeln
50g Sesam
50g Amaranth
50ml Ahornsirup
100ml Sonnen- oder Leinsamenöl
50ml Wasser
2-3 Tropfen Vanillearoma oder 1/2 frische Vanilleschote
1/2 TL gemahlener Zimt
1 Prise frische Muskatnuss
1 Prise Salz
125g getrocknete Aprikosen
100g Sultaninen
50g getrocknete Sauerkirschen

Backofen auf 150 Grad vorheizen. Haferflocken, Mandeln, Sesam und Amaranth in einer großen Schüssel vermischen. Ahornsirup, Öl und Wasser bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen, bis alles zerlassen ist. Vom Herd nehmen und Gewürze einrühren. Den Sirup über die Hafermischung gießen und ordentlich durchmischen bis es keine trockenen Zutaten mehr gibt. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen, das Müsli darauf geben und im Ofen eine Stunde backen. Zwischendurch immer mal durchmischen, darauf achten, dass das Müsli nicht zu dunkel wird. Wenn es goldgelb wird, ist es super!
Aprikosen in Streifen schneiden. Müsli nach der Backzeit aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen. Zum Schluss die Aprikosen, Sultaninen und Sauerkirschen untermischen. In luftdichte Gläser füllen und wochenlang leckeres Müsli essen – oder den Liebsten damit eine Freude machen!

*Mohltied*

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Titel_Lachspastete
Was macht der Hamburger wenn er oder sie für ein Wochenende aus der Stadt flüchten will? Richtig, er fährt an’s Meer. Ich bin bisher immer nach Sylt gefahren, weil’s so schön ist und ein bisschen auch weil das eben schon immer so war. Bis heute. Denn – huiuiui – mein Mann und ich haben mal etwas Neues ausprobiert und sind nach St. Peter-Ording gefahren. Hochburg für Kitesurfer, Strandsegler, normale Surfer und alle restlichen Wasser/Wind-Sportler. Und ich bin verliebt. In die Nordsee, in den breiten Strand, in den Sommer und das entspannte Leben. Einfach mal laufen lassen.
Einquartiert haben wir uns im großartigen Beach Motel, in dem es ebenso entspannt zugeht. Nicht hektisch einchecken, Zimmer beziehen, auspacken, Programm abarbeiten, sondern erstmal entspannt nach Check In einen superleckeren Tea-Cocktail von der Samova draussen auf der Terasse in der Hängematte geniessen. (Apropos Samova-Tee: den stelle ich euch bald mal separat vor, denn die Jungs und Mädels von der samova machen nicht nur oberleckeren Tee, sondern haben gleich ein ganzes Tee-Cocktail-Buch auf den Markt geschmissen. Demnächst also hier mehr von leckeren Sommer-Drinks!)

Und dann aber doch ab an den Strand. Bei 28 Grad abends um 10 hab‘ ich die Nordsee noch nie so glatt gesehen – das war mit Sicherheit auch ein einmaliges Naturschauspiel. Die ganze Stimmung war einfach unglaublich und chillig, diesen Abend hätte ich am liebsten eingefangen und mitgenommen.
Geht natürlich nicht, deswegen hab ich was Anderes mitgenommen: 1. einen Sonnenbrand 2. für euch ein paar schöne Bilder (s.u.) 3. die Lust auf Lachspastete – weil die so herrlich nach Meer schmeckt.

Und hier das Rezept:

100g geräucherter Lachs (in Scheiben)
200g Frischkäse
150g griechischer Joghurt
1/2 Bund Dill
1/2 Zitrone
Salz & Pfeffer

Lachs, Frischkäse, Joghurt und Dill in ein hohes Gefäß geben, alles durchmixen, mit Salz, Pfeffer und Zitrone würzen. Dazu Baguette, Knäcke oder Brioche – fertig ist ein superschnelles und superleckeres Abendessen für Zuhause oder für ein Picknick (dann aber bitte die Kühlung dann nicht vergessen!). 

*Mohltied*

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Und zum Schluss ein kleines Ratespiel… WAS IST DAS?!?

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…verrückt, oder?

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